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Energie sparen – und Kernkraftwerke ersetzen

28. März 2009 | News | Öffentlichkeit

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Eine repräsentative Umfrage zeigt: Energie sparen findet bei allen Schweizerinnen und Schweizer grosse Zustimmung. Aber auch der Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke findet eine Mehrheit.

Wie sieht die Zukunft der Schweiz aus? Antworten auf diese Frage haben acht Studenten der Universitäten St. Gallen und Zürich im Rahmen des Projekts “Perspektive Schweiz” gesucht. 20’900 Teilnehmer haben während drei Monaten die Chance genutzt, sich im Rahmen einer Web-Umfrage zu äussern. Ein Thema der Untersuchung war neben Jugendkriminalität, Steuern, Landwirtschaft, Vereinbarkeit von Beruf und Familie die zukünftige Stromversorgung des Landes. 

Die Resultate sind klar: 46 % der Bevölkerung wünschen strikte Einsparungen, Lenkungsabgaben werden hingegen abgelehnt. Elektrogeräte mit Standby-Funktionen sollen verboten werden, zudem dürfen ab 2015 nur noch Geräte der Energieklassen A und B verkauft werden; 85 % befürworten ein Verbot aller Geräte mit schlechteren Energieklassen.

Zustimmung zu KKW gestiegen

Mit Blick auf die Stromproduktion befürworten 44 % eine Steigerung, wobei vor allem Männer hier deutlich stärker vertreten sind als Frauen. 56 % der Bevölkerung sind bereit, einen Aufpreis von bis zu 20 % für Strom aus erneuerbaren Energien zu zahlen. Allerdings: 38 % lehnen einen Aufschlag ab. 50 % wollen weiterhin Kernkraftwerke betreiben oder zusätzliche errichten, gegenüber 44 % bei der letzten Umfrage im 2006. Der langfristige oder sofortige Ausstieg findet bei 43 % Zustimmung (2006: 47 %). Zudem sollen der Bau von Windkraftanlagen (62 %) sowie Wasserkraftwerken (51 %) nicht aus Gründen des Heimat-, Natur- oder Landschaftsschutzes abgelehnt werden. Importe finden nur geringe Zustimmung (5 %).

Gut zu wissen

Perspektive Schweiz ist eine Online-Umfrage zur Zukunft der Schweiz. Hinter dem Projekt stehen acht 20- bis 36-jährige Studenten der Universitäten St. Gallen und Zürich. Das Patronat haben die Präsidenten der fünf führenden Parteien der Schweiz inne. Initiiert wurde das Projekt vom Verein “Vernunft Schweiz”. Er will der Bevölkerung “Zugang zu umfassenden und neutralen Informationen” bieten, so dass sie sich aufgrund sachlicher Argumente selber eine Meinung bilden kann.

 

6 Kommentare

  1. Sowjetrussland war führend bei der friedlichen Kernenergie!
    Nun ist alles durch die Feinde zerstört!

  2. Hallo Herr Spitz, vielleicht blicken Sie einfach auf die realen Produktions- und Verbrauchszahlen für Strom in der Schweiz unter http://bfe.admin.ch/theme…038;dossier_id=00769 für das Jahr 2009. Die Schweiz hat pi mal Daumen 61,8 Terrawattstunden (1 TWh = 1000 Gigawattstunden = 1.000.000.000 Megawattstunden = 1.000.000.000.000 Kilowattstunden) verbraucht. Selbst produziert hat sie 66,4 TWh. Der Überschuss wurde exportiert. Die große Masse des Stroms in der Schweiz stammt aus Durchflusswasserkraft (24,2%), Speicherkraftwerken (31,5%). Atomkraft macht 39,2% aus,
    thermische Erzeugung den Rest. Da die Schweiz jährlich 52 TWh importiert und selbst 54,1 TWh exportiert, würde ich mich erdreisten zu behaupten, dass die Schweiz u.a. von den Franzosen nachts billigen Atomstrom kauft, um die Speicherseen zu füllen, damit der Strom dann zu Spitzenlastzeiten teuer verkauft werden kann. Denn irgendwer muss die Pumpen betreiben, die die Speicherseen auch füllen. Würden die Franzosen den Strom kappen, wäre die Schweiz zu einem Drittel abgeschaltet. Also ein verstecktes Versorgungsproblem hat die Schweiz schon und da derzeit nichts anderes als überteuerte Windkraft und Photovoltaik zur Verfügung zu stehen scheint, wird wohl genau das verwendet. Windkraft würde sich in der Schweiz (analog zu Dänemark, die die Speicherseen in Norwegen und Schweden benutzen) dazu eignen, den Strom für die Pumpen für die Speicherseen zu erzeugen. Geht man davon aus, dass eine Windkraftanlage jährlich 2000 Stunden unter Volllast laufen kann und jede Anlage 5 MW/Std. erzeugt, würde jede Windkraftanlage jährlich 10 MWh erzeugen. Ihre Pumpen für die Speicherseen bedürfen jährlich ca. 2500 MW, ergo braucht die Schweiz 250 solche 5-MW-Anlagen, um die Speicherseen vollzupumpen. Das würde einen kleinen Teil der Importe überflüssig machen. Wäre aber vermutlich volkswirtschaftlich unsinnig, weil deutlich teurer als billigen frz. Atomstrom zu kaufen. Die Franzosen wissen nämlich nachts nicht, wohin sie ihre Basislast loswerden sollen. Ein AKW kann man nicht mal so schnell hoch oder runterfahren wie eine Gasanlage.

  3. Die Deutschen müssen auch neue Kernkraftwerke bauen, aber irgendwie merkelt das die Regierung nicht, oder sie schläft oder will einfach nichts tun, bis alle Deutschen ausgewandert sind.
    Für deutsche Ingenieure, Chemiker, Physiker und Handwerker ist in der Schweiz immer Platz, sie helfen mit, das Wirtschaftswachstum weiter produktiv anzukurbeln, während Linke und Grüne nur Kosten generieren!

    Wenn unsere Regierung voll mitmachen würde, hätte wir auch wieder gesunde 3-4 % Wirtschaftswachstum. Aber eben, überall diese roten Ratten!
    Bis hinein in unsere Energie- Organisationen.
    Echt bürgerlich- freisinnige SVP- Politik ist gefragt, nicht linksbürgerliches Wischiwaschi!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Richtig rum, Sie scheinen die Deutschen nicht zu verstehen. Hier ist es absolut unmöglich, Kernkraftwerke neu zu bauen bzw. alte durch neue zu ersetzen. Es gibt einen sehr breiten Konsens dagegen. Im übrigen glaube ich nicht, dass die Schweiz, die bekanntlich heftige Probleme mit der Finanzierung ihres Sozialsystems hat, auf 3-4% Wachstum kommen soll. CH ist kein so starker Industriestandort und
    dessen Exportquote ist nicht hoch genug, um das hinzukriegen. Wir Deutsche haben zu lange unsere Arbeiter/Angestellten in den Niedriglohnsektor gezwungen und dadurch Vorteile gegenüber unseren EU-Konkurrenten erwirtschaftet, als dass die Schweizer ein ähnliches Modell fahren könnten.
    Sie müssten vermutlich als Schweizer darüber nachdenken, das eine oder andere Urlaubstal durch einen Staudamm zu fluten, um die 2-3 Kraftwerke zu ersetzen, die Sie zu verlieren drohen bis 2020. Und die notwendige Pumpenergie für das Wasser werden sie vermutlich sogar über großvolumige, nicht ganz so desaströs defizitäre Windkraftanlagen erzeugen müssen, sofern Sie keine Biogasanlagenstruktur aufbauen wollen. Googeln Sie mal nach dem bayr. Dorf Effelter. Dort wird eine Biogasanlage mit Schnittgras betrieben. Die Schweiz leidet am Rückgang der Almen-Struktur, aber Grasland wäre noch in erheblichen Mengen da. Wäre für das eine oder andere Schweizer Gemeindegebiet ggf. eine Alternative. Man muss nicht immer kostbaren Mais oder Weizen verstromen.

  5. Deutschland muss sich von rotgrüner Aussteiger und Zerstörerpolitik lösen udn befreien!Bessere Ausbildung, mehr Wirtschaftswachstum durch Innovationen und Investitionen!

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