Wie effizient wäre die Windenergie in der Schweiz?
Die Schweiz ist bezüglich Windenergie eines der am wenigsten geeigneten Länder. Wir haben in unserem Land wenig Wind und zudem bläst er sehr unregelmässig. Aus der Physik ist bekannt, dass bei einer Verdoppelung der Windgeschwindigkeit sich der Windenergieertrag um die 3. Potenz – also um das Achtfache – ansteigt. Dies ist eine extrem wirksame Hebelwirkung! An der Atlantikküste oder der Ostseeküste windet es viel länger und viel intensiver als bei uns in der Schweiz. Daher ist es eher sinnvoll, dort Windparks zu errichten.
Die Schweiz hat aber auch Trümpfe: nämlich die Wasserkraft. Mit einem Anteil von rund 55 % ist sie neben der Kernenergie einer der zwei Hauptpfeiler der heutigen praktisch CO2-freien Stromproduktion in der Schweiz. Somit ist sie die bedeutendste unter den erneuerbaren Energien in der Schweiz. In anderen Ländern ist dies nicht so. Jedes Land sollte in erster Linie Energie auf diejenige Art produzieren, welche in seiner Umgebung am meisten Sinn macht.



25. Oktober 2009 um 16:57
Potenzial der Windenergienutzung in der Schweiz
Das Bundesamt für Energie steht der Nutzung von
Windenergie in der Schweiz sehr postitiv gegenüber.
Windenergie könnte bis ins Jahr 2050 7% des Strombedarfs
decken. Überrascht war man, dass es auch in der Schweiz
Standorte gibt, welche vergleichbare Windverhältnisse wie
an der Atlantiküste oder der Osteeküste aufweisen. Z.B. im
Wallis in Collenges und Martigny. Aber auch im Mittelland
gibt es Standorte, die wirschaftlich nutzbar wären.
Leider sind noch nicht alle Kantone soweit, dass sie die Windenergienutzung genügend fördern. Die nötigen Rahmenbedingung lassen auf sich warten, derweil wichtige Jahre verstreichen, in welche sich die Schweiz mit Innovationskraft mit neuen Nischenprodukten als Zulieferer für die Nutzung erneuerbarer Energie etablieren könnte.
Es braucht wegweisende Entscheide! Heute.
25. Oktober 2009 um 23:56
Das küstenlose Alpenland Österreich hatte 2008 und nicht im Jahr 2050 995 MW Windkraft installiert.
Das heisst Österreich hatte bereits letztes Jahr nahezu 3mal soviel Windleistung installiert wie das KKW Mühleberg an Leistung aufweist.
Schweizer Stromkonzerne betreiben Grosskraftwerke im Ausland, welche von ausländischen Treibstoffen abhängig sind, insofern können sie selbstverständlich auch Windfarmen im Ausland betreiben, welche auf keinen Treibstoff angewiesen sind.
Das Stromhandelsvolumen durch die Schweiz beträgt bereits 60% des Schweizer Stromverbrauchs und durch den Ausbau der Pumpspeicher wird dieses Stromhandelsvolumen noch weiter ansteigen. Es ist wichtig, dass wenigstens ein Teil dieses Stromhandelsvolumen nicht nur aus Treibstoffabhängigen ausländischen Grosskraftwerken stammt, sondern dass ein Teil davon auch aus erneuerbaren Energien geliefert wird.
Und es wäre wesentlich sinnvoller, wenn Schweizer Stromkonzerne anstatt in ausländische Kohlekraftwerke, welche von nicht-europäischen Kohleimporten abhängig sind und mit CO2-Steuern belastet werden, in zukunftsfeste Windfarmen investieren würden.
30. Oktober 2009 um 08:53
Werter Herr Realist,
Wenn Sie schon Vergleiche mit Nachbarländern anstellen bitte ich Sie Leistung und Arbeit nicht zu verwechseln denn es wäre von Laien zuviel Verlangt diese Berechnungen selbst zu vollziehen. So wird einem grossen Teil der Bevölkerung ein falsches Bild vorgegaukelt.
Nur zur Wahrheit: Nehmen wir an, es stimmt dass Oestereich eine Installierte Windkraftleistung von 995 mW besitzt so ergibt das eine Jahresarbeit von ca. 1’600 GWh. Das kleinste schweizerische KKW Mühleberg erzeugt eine Jahresarbeit von ca. 2’700 GWh. d.h. Die Elektrizitätsmenge der österreichischen Windkraft beträgt in Wahrheit ca. 60% des KKW Leibstatt.
In Andermatt werden 3 neue Windturbinen installiert. Wollten wir eines der neu geplanten KKW mit solchen Windparks ersetzen benötigten wir ca. 8300 Turbinen oder 2100 solcher Anlagen. Zusätzlich Pumpspeicherwerke für den Ausgleich wenn kein Wind herrscht.
Willi Höhener
1. November 2009 um 00:03
Besser gar keine Windräder, dafür neue und gute KKW!
2. November 2009 um 07:09
Ob Solarzellen oder Windräder, das was uns “Grüne” und Subventionsfreunde als “Alternativenergien” verkaufen wollen, ist für die öffentliche Stromversorgung ungeeignet, weil der Aufwand für die Energiegewinnung zu hoch ist.
Damit sind die Kosten zu hoch, der Ertrag zu niedrig und -wegen den grossen Materialaufwandes- der Umweltvorteil kaum vorhanden.
Solarzellen und Windräder sind für Alphütten und andere abgelegene Kleinverbraucher interessant, sind aber keine Alternative zu neuen Kernkraftwerken, auch wenn das von vielen Politikern wider besseres Wissen immer wieder behauptet wird!
3. November 2009 um 00:08
Werter Willi Höhener,
ich wusste gar nicht, dass die 1 Million bereits bestehenden Strommasten in der Schweiz neuerding als schön bezeichnet werden.
Wie auch immer, wir können sie wie die Kohlekraftwerke im Notfall auch im Ausland aufstellen.
Der Kapazitätsfaktor von modernen Windturbinen ist typischerweise 30%.
ceere.org/rerl/about_wind/RERL_Fact_Sheet_2a_Capacity_Factor.pdf
Eine moderne Windturbine hat inzwischen eine Leistung von 3 MW. Um ein neues, ausländisches KKW mit 1600 MW Leistung und 90% Kapazitätsfaktor zu ersetzen braucht man also lediglich 1600 Windturbinen.
Die Zeit die es braucht bis eine Windturbine ihre Herstellungsenergie produziert hat, beträgt 3 bis 8 Monate.
awea.org/faq/wwt_potential.html#What%20is%20the%20energy%20payback%20time%20for%20a%20wind%20turbine
Während ein neues KKW bis zu 10 Jahre benötigt: stormsmith.nl/report20071013/partG.pdf
Und die Pumpspeicher existieren bereits, weil sich KKWs dummerweise nicht regeln lassen und der Stromverbrauch trotzdem variiert.
8. November 2009 um 09:43
Unsere Medien berichten immer wieder, wenn irgendwo ein Windrad aufgestelle wird, aber nie über die Auswirkungen auf die Umwelt und den häufig sehr raschen Verschleiss der Anlagen. Optische Beeinträchtigung, Vogelmord und -im Winder Gefahr durch losgelöste Eisbrocken- sind nicht einfach Bagatellen.
Wenn ein Verrückter unser Land mit 1600 riesigen Windrädern verschandeln will (viele davon würden zwangsläufig an sehr ungünstigen Standorten stehen), dann müssen wir Eidgenossen uns gegen diese Dummheit wehren.
Ich hätte Verständnis, wenn die Argentinier auf die Entwicklung eigener Kernreaktoren verzichten würden. Sie könnten Millionen von Windrädern aufstellen, irgendwo in den Pampas, wo “nur” die Vögel gestört werden.
Aber eben, die Argentinier sind nicht so verwöhnt wie unsere “Grünen” und rechnen daher scharf.
Wir müssen diesen ideologischen Ballast abwerfen und uns an tüchtige SP- Staatsmänner wie Spühler und Ritschard erinnern. Die standen noch mit Herzblut für die Kernenergie und damit für die Sache der Arbeiter ein!
Cüpli- Sozialist Leuenberger ist anscheinend egal, ob wir 2020 noch genug Strom haben; mit einer Bundesratspension kann man sich einen Dieselgenerator locker leisten!
Für die Arbeiter und Mieter tut es die “2000- Watt- Gesellschaft”.
9. November 2009 um 20:47
Vor Wahlen muss man sich über einiges wundern von Politikern und solchen die es gerne werden möchten!
Aber dass einer von den ultrarechten schweizer Demokraten bei ultraroten Linken und Gewerkschaftlern um Stimmen buhlt schmeckt sehr abstrus.
Auch wenn “Windrädli” als Wahlprobagande herhalten müssen sind das keine Bagatellen.
12. November 2009 um 19:53
Ja, früher hatte wir noch echte Sozis, heute haben wir nur noch den Leuenberger, es ist ein Jammer!
20. Februar 2010 um 22:07
Also nehmen wir mal an, wir hätten ein KKW mit einer Nennleistung von 2 MW und ein Windrad mit der gleichen Leistung.
Am Tax X lassen wir beide Werke Strom produzieren und schauen, was sie in einer Woche leisten.
Das KKW fährt hoch und leistet von da an 7×24 Stunden 2 MW, was am Ende der Woche eine Strommenge von 7x24x2 MW/h = 336 MW/h ergibt.
Das Windrad wird ebenfalls am ersten Tag “gestartet”. Es läuft den ersten Tag auf Volltouren, weil es so richtig windet. In den nächsten 6 Tagen der Woche herrscht leider Flaute und das Windrad leistet kein Watt mehr. 1x24x2MW/h = 48 MW/h Strom.
Wir sehen an diesem einfachen Beispiel, warum Stromerzeugung aus Windkraft nicht vergleichbar ist mit Stromerzeugung aus einem KKW- Wasser- Gas- oder Kohlekraftwerk. Während die Energie bei der Windkraft ausschliesslich bei zufälligem Windaufkommen anfällt, ist sie bei allen anderen Kraftwerken steuerbar und zuverlässig.
Ein konstruiertes Beispiel? Der grösste Windpark der Schweiz, der Mont Crosin hat in den Jahren zwischen 2006 und 2008 durchschnittlich und energietisch konsolidiert an genau einem Tag in der Woche Strom im Umfang seiner Nennleistung geliefert. Würden KKWs so funktionieren, müssten wir davon statt 5 mindestens 35 davon haben.
21. Februar 2010 um 09:22
Werft die PET- Flaschen in die Mülleimer, das gibt in der Müllverbrennung Strom. 24 Stunden / 7 Tage, ohne Atom!