Sportwagen mit Power aus der Steckdose
Ein Elektromobil so schnell wie ein Supersportwagen? Der Tesla Roadster spurtet in vier Sekunden auf Tempo 100.
Nach dem Drehen des Zündschlüssels deutet einzig ein kurzer Piepston an, dass es losgehen kann. Völlig lautlos gleitet der flache Zweisitzer über den Parkplatz.
Dem beherzten Tritt aufs Pedal folgt ungläubiges Staunen: Der Tesla Roadster geht ab wie eine Rakete. Der volle Schub setzt unvermittelt, ohne die geringste Verzögerung ein. Das kann auch ein Porsche Turbo nicht besser.
Und die offiziellen Leistungsdaten sind beeindruckend: Von 0 auf 100 km/h in vier Sekunden, Spitze 200 km/h. Und doch fehlt eingefleischten Sportwagen-Puristen etwas: Statt kernigem Motorensound sind nur leise Roll- und Windgeräusche zu hören. Doch Abhilfe naht: Tuner Brabus bietet ein Soundpaket an, das per Knopfdruck verschiedene Motorengeräusche aus dem Tesla zaubert.
Der amerikanische Supersportler fährt mit einer Batterieladung bis zu 350 Kilometer weit. In Kurven baut er enorme Querbeschleunigung auf und liegt bretthart auf der Strasse. Kunststück, schliesslich stammt nicht nur das Fahrwerk sondern das gesamte Chassis von Lotus.
Für die Firmengründer ist die erste Rechnung schon aufgegangen. Die Erstauflage des Roadsters ist ausverkauft. Nicht nur Hollywoodstar George Clooney und Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger gehören zu den glücklichen Erstbesitzern, auch einige europäische und Schweizer Kunden erhalten dieser Tage ihren Elektro-Flitzer.
Das Tesla-Hauptquartier im kalifornischen San Carlos gleicht einer typischen Software-Schmiede. Kaum grösser als ein kleiner Garagenbetrieb, aber nichts riecht nach Benzin, keiner hat ölverschmierte Hände, es herrscht mehr kreatives Chaos denn penible Laboratmosphäre. In der angrenzenden Halle wird der rund 30 Kilo leichte, 185 kW starke Elektromotor und das Ein-Gang-Getriebe in die Roadster eingebaut. Dann kommt – direkt vor die Hinterachse – das rund 400 Kilo schwere Batteriepaket ins Fahrzeug: 6831 Lithium-Ionen-Zellen, wie man sie aus Laptops kennt, sind in Serie verbaut. Ganz zum Schluss folgt die Steuereinheit für das Laden und die Energiezufuhr zum Antrieb. Die Beladung erfolgt über eine normale Haushaltsteckdose und dauert maximal dreieinhalb Stunden. Mit einem Schnellladegerät geht’s noch schneller: In nur 30 Minuten sind dann die Batterien zu 80 Prozent voll.
Für einen Zweisitzer ist der Preis von gut 150 000 Franken kein Schnäppchen. Für Tesla aber ist der Roadster nur ein Zwischenschritt. Er soll den Leuten zeigen, dass ein Elektromobil starke Emotionen vermitteln kann. Richtig rentabel wird erst die viertürige Limousine sein, die Tesla ab 2011 in grossen Stückzahlen auflegen will. Der soeben präsentierte Tesla S ist ein fünf- bis siebenplätziges Familienauto mit Elektroantrieb und viel Stauraum, soll jedoch rund vierzig Prozent günstiger als der Roadster sein. (rs)
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- Autobauer unter Strom


6. Juni 2009 um 01:03
Darf man davon ausgehen, dass auch der Autopark der Axpo aus lauter solcher Elektroautos besteht?
9. Juni 2009 um 20:16
Elektroautos, Elektroboiler und Elektroheizungen kräftig subventionieren, damit weniger Energie verschwendet wird. Atomstrom ist unerschöpflich, sauber, sicher und billig!!!!!!!
19. September 2009 um 12:14
Zu Atommichi
Nicht mal der richtige Name. Wer ist das? Diese Person
kann demnach gar nicht zu seiner Meinung stehen.
Elektroheizung ist Energieverschwendung. Es ist einer
der Wärmespender der am Meisten Energie braucht.
Und die Sromkosten für einen Winter heizen sind enorm hoch.
Atomstrom ist nicht unerschöpflich. Schon einmal davon gehört das zur Betreibung von Brennstäben Uran nötig ist?
Importiertes Uran selbstverständlich.
Ihre Äusserungen sind wohl ein Witz.
Die Wohnungsheizung muss oekonomischer und ökologischer
geschehen. Geothermie, Minergiehaus und Solarzelle.
Ihre Denkweise ist etwas plump. Entschuldigung.
23. August 2010 um 14:47
Besser Gummizelle als Solarzelle. Damit sich die grünen Querulanten keinen Sonnenbrand holen!
Besonders schlaue Grüne besuchen im Winter regelmässig Solarien, um Sonnenenergie zu tanken. Bei denen kommt der Strom eben aus der Steckdose!
24. August 2010 um 21:07
Elektrokärreli statt Auto?
Nein, noch heute fährt kaum ein Wagen schöner als der Legendäre Opel Diplomat von 1972!
V 8 mit 230 PS, Vinyldach und perfekte Formgebung!
25. August 2010 um 10:57
darf man darauf hinweisen, dass Tesla die Produktion des Tesla Roadster, der bekanntlich bescheidene 100.000 US-Dollar kostet und deshalb so billig ist, dass ihn sich hierzulande jeder sofort als Zweitwagen in die Garage stellen würde (wenn man Lotto-Millionär wäre), in 2011 einstellen will, weil ihn keiner bauen möchte? Darf man bei der Gelegenheit auch darauf hinweisen, dass Tesla Motors einen klitzekleinen Kredit von der US-Energiebehörde als bescheidene Anschubförderung für den Bau des noch gar nicht lieferbaren Tesla Model S in Höhe von schlappen 465 Mio. US-Dollar im Januar 2010 erhalten hat?
Naja, ich finde es schon pikant, dass – wenn man Infos entsprechenden Wirtschaftsblogs trauen darf – Tesla im 1. Quartal 2010 läppische 20 Mio. US-Dollar Umsatz gemacht hat und dabei saubere 29 Mio. Dollar Verluste eingefahren hat.
Und hier verkauft man mir als potentiellem Kunden die wunderbare Zukunft des eCar. Ich nehme das eher als finanzielles Marketing-Keuchen im Walde wahr. Noch mal schnell dicke Luft ablassen, damit das Defizit nicht total offensichtlich wird. Tesla soll derzeit für Toyota eine Batterie für den RAV 4 entwickeln. Na, hoffentlich kriegen die wenigstens das auf die Reihe. Mann-o-Mann, was für ein Subventionswahnsinn……
25. August 2010 um 20:28
Die Chinesen bauen ihre Elektrowagen, die Inder ihre Elektrovelos. Wir können eigentlich darauf verzichten, unser Stromverbrauch wächst auch so schnell genug!