Die Bahn braucht mehr Geleise
Zu Stosszeiten herrscht in vielen Schweizer Bahnhöfen ein Gedränge, das an die U-Bahn in Tokyo erinnert. Um die steigenden Passagiervolumen zu bewältigen, brauchen die SBB mehr Kapazität.
Immer mehr Leute setzen auf den öffentlichen Verkehr. Das ist erfreulich, doch es bringt auch Probleme. Auf den S-Bahnlinien in den Agglomerationen und den Intercity-Linien müssen viele Pendler ihren Arbeitsweg stehend unter die Räder nehmen. Das trägt langfristig nicht zum guten Ruf des öffentlichen Verkehrs bei. 2007 hat sich die Lage verschärft: Die Zahl der Reisenden auf den SBB Strecken nahm um 7,6 Prozent auf 307 Millionen Reisende zu. Im Jahr 2000 hatte die Transportleistung noch lediglich 222 Millionen Personen betragen. Pro Kilometer Schiene legen die SBB heute täglich 90 Zugkilometer zurück. In Deutschland beträgt dieser Wert nur die Hälfte. Preisanreize wie die 9-Uhr-Tageskarte vermögen das Problem für die SBB nicht zu lösen. Die Idee eines Pendler-Zuschlags, eines Aufpreis auf viel befahrenen Strecken zu Stosszeiten, löste heftige Kritik aus.
Noch besitzen die SBB nicht ausgeschöpfte Kapazitätsreserven in gewissen Bahnhöfen und auf einzelnen Linien. So könnten mit Doppelstockzügen rund 40 Prozent mehr Passagiere befördert werden. Doch langfristig hilft nur eins: Das Verlegen neuer Schienen. Die SBB schreiben im Jahresbericht 2007: «Ab 2015 muss ein nächster grosser Infrastrukturausbauschritt möglich sein». Der Bund will bis 2030 mit dem Programm Bahninfrastruktur ZEB (der zweiten Etappe der «Bahn 2000») fünf Milliarden Franken investieren. Die SBB rechnen dagegen mit einem Investitionsbedarf von 20 Milliarden für diesen Zeitraum. Auch den Kantonen und dem VCS geht der Vorstoss des Bundes viel zu wenig weit, weil angesichts der Klimaerwärmung sowie der Unsicherheiten in der Erdölförderung eine starke Verlagerung von der Strasse auf die Schiene erwartet wird. Insbesondere im S-Bahn-Verkehr besteht Handlungsbedarf. Der VCS hat am 21. März 2009 die «Initiative für den öffentlichen Verkehr» lanciert. Die von 25 Verbänden und Parteien unterstützte Initiative fordert, die Verwendung der zweckgebundenen Mineralölsteuer neu zu regeln sowie die Förderung des öffentlichen Verkehrs in der Bundesverfassung zu verankern. (scc)
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24. April 2009 um 21:25
Mehr ÖV bedeutet mehr Stromverbrauch und verlangt so nach neuen KKW!
Baut endlich 3 neue KKW!
20. Juli 2009 um 21:18
Elektroheizungen statt immer mehr ÖV!
Spart die fossilen Brennstoffe für den Strassenverkehr!
25. Juli 2009 um 21:03
Lasst uns in Freiheit autofahren und töffeln!
27. September 2009 um 08:36
Ich fahren mit meinen Toyotas soviel herum, wie ich will!
Die Politiker machen auch was sie wollen!
Immer nur Vorschriften und immer weniger Lohn!
27. Mai 2010 um 13:21
PET– Sammelstellen nicht vergessen.
Ach ja, auch die Bahn braucht Strom. Besser Atomkraft als wiederverwertbare Wertstoffe verbrennen!
18. August 2010 um 18:04
Die Kernenergie ist unverzichtbar und hat ein sehr grosses Entwicklungspotential!
18. August 2010 um 23:56
Bei den paar Dauerschreibern, mit ihren immer verschiedenen Nicks aber immer gleichgearteten geistlosen Parolen, ist wohl kein Entwicklungspotenzial vorhanden! Insofern wären die verzichtbar.
Ordung würde wohl nur einkehren, wenn die Moderatoren jegliche Doppel-Id löschen, wie es in gesitteten Foren üblich ist.
20. August 2010 um 16:11
Man lässt auch den Linken ihre Meinung, obwohl diese Stänkerei nur stört. Etwas konstruktives ist von diesen Leuten wirklich nicht zu erwarten!
20. August 2010 um 23:34
In diesem Sinne gehören die “Richtig rums” ganz sicher zu den Linken!
23. August 2010 um 14:43
Linke, Melonengrüne, Grünliberale und anders-rum-gewickelte Grüne wollen PET– Flaschen verstromen, um die von ihnen so gehassten Kernkraftwerke zu konkurrenzieren. Daneben wird von Dünnpfiff– Solarzellen und Dickisolation– Minergiehäusern fabuliert.
Ist einfach mühsam, wenn die auch noch Energie– Diskussionen mit doofem Gelaber stören.
Aber wir dürfen ihnen wegen der Meinungsfreiheit das Wort nicht verbieten. Sonst können sie behaupten, die böse “Atomlobby” behindere sie bei der Ausübung ihrer Rechte…