Öl ist nicht gleich Öl
Wer auf Öl stösst, hat nicht einfach Erdöl gefunden. Vom fossilen Brennstoff gibt es viele Sorten, die bekanntesten sind West Texas Intermediate (WTI) und Brent. Was hat es mit diesen Sorten auf sich?
Während Brent in der Nordsee gefördert wird, kommt WTI nicht nur aus Texas, sondern wird auch in Afrika und in den riesigen Ölfeldern des Nahen Ostens gefunden.
Brent ist eine Mischung – ein Blend – aus fünfzehn verschiedenen Förderorten in der Nordsee. WTI ist «light» und «sweet», was bedeutet, dass der fossile Brennstoff eine bessere Qualität aufweist. WTI ergibt im Raffinerieprozess einen höheren Anteil Treibstoff. Die Sorte WTI weist zudem lediglich einen Schwefelgehalt von 0,24 Prozent auf (Brent: 0,39 Prozent).
Obwohl die Transportwege für Brent zum Endverbraucher kürzer sind, zahlt der Abnehmer für das qualitativ bessere Leichtöl der Sorte WTI normalerweise mehr. In der Regel beträgt der Mehrpreis rund einen Dollar pro Barrel (Fass à 159 Liter). Im Dezember 2008 hat sich die Preiskonstellation für einige Wochen aus zwei Gründen umgekehrt: Zum einen fiel der Nachfragerückgang in den USA noch höher aus als in Europa. Das führte zu einer markanten Zunahme der WTI-Lagerbestände am Standort Cushing, Oklahoma, wo sich die meisten Raffinerien der USA befinden.
Dazu kommt die sogenannte Contango-Strategie der Spekulanten: Am Spotmarkt wird günstiges Öl gekauft und physisch gehortet – beispielsweise in nicht gebrauchten Tankern. Diese Bestände an WTI-Öl sollen später zu höheren Preisen verkauft werden. Auf der anderen Seite wurde in Europa die Brent-Notierung durch den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sowie den strengen Winter in die Höhe getrieben. Investoren, die sich zutrauen, den Preisverlauf vorherzusehen, können mit speziellen Zertifikaten auf die Preisdifferenz (Spread) wetten. (scc)
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23. September 2010 um 22:03
Schont das Oel für die Mobilität, für Treibstoffe.
Uran kann nur für die Stromversorgung und einige wenige andere Einsatzzwecke sinnvoll verwendet werden.
Weil Uran (und Thorium) auf der ganzen Welt verteilt vorkommen und eine sehr hohe Energiedichte haben, ist der Betrieb von Kernkraftwerken für Jahrhunderte sichergestellt!
24. September 2010 um 09:18
Richtig rum erwähnt wieder einmal 3 entscheidende Binsenwahrheiten, welche die leider weitgehend ignorante Bevölkerung entweder nicht wahrnehmen will bzw. dauernd verdrängt oder aber die sich im allgemeinen hype nicht mehr durchsetzen können.