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Wieso fördert die Axpo die Sonnenenergie nicht?

2. April 2009 - Fragen, Neue Energien

Solar­strom wird zu Recht mit ’ein­hei­misch, erneu­er­bar, dezen­tral und CO2-frei’ gleich­ge­setzt. Es ent­ste­hen bei der Strom­pro­duk­tion keine Lärm-, Geruchs– und Luft­schad­stoff­emis­sio­nen und das theo­re­ti­sche Poten­zial ist unbe­grenzt. Aber Solar­strom hat wie jede andere Pro­duk­ti­ons­form auch Nachteile: ¨

Die Strom­ge­ste­hungs­kos­ten sind nach wie vor sehr hoch und wer­den auch auf abseh­bare Zeit nicht kon­kur­renz­fä­hig sein.

Die Strom­pro­duk­tion von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen (Solar­an­la­gen) ist unre­gel­mäs­sig und für den Netz­be­trei­ber schwer planbar.

Auf­grund der beschei­de­nen Ein­strah­lungs­werte im Schwei­zer Mit­tel­land, im Ver­gleich z.B. zur Sahara, sind die erreich­ba­ren Ern­te­fak­to­ren eher tief.

Es braucht Ersatz­kraft­werke als Reserve, um die schwan­kende Solar­pro­duk­tion sekun­den­ge­nau aus­zu­glei­chen und eine sta­bile Strom­ver­sor­gung zu gewährleisten.

Lei­der wird das Poten­zial von Solar­strom in der Öffent­lich­keit oft über­schätzt. Dies führt zu unrea­lis­ti­schen Erwar­tun­gen. Als Nischen­pro­dukt ist Solar­strom aller­dings eine sehr sinn­volle und umwelt­freund­li­che Energiequelle.

Die Axpo Gruppe benö­tigt rund 19 Mil­li­ar­den Kilo­watt­stun­den pro Jahr zur Strom­ver­sor­gung von 3 Mil­lio­nen Ein­woh­nern und Tau­sen­den von Betrie­ben in der Nord­ost– und Zen­tral­schweiz. Mit der abseh­ba­ren alters­be­ding­ten Still­le­gung der Kern­kraft­werke Bez­nau I und II sowie dem schritt­wei­sen Aus­lau­fen der Import­ver­träge mit Frank­reich fällt vor allem sog Ban­d­en­er­gie weg. Strom also, der rund um die Uhr in gros­ser Menge güns­tig und CO2-frei pro­du­ziert wird. Axpo setzt daher auch bei den neuen erneu­er­ba­ren Ener­gien auf Pro­duk­ti­ons­for­men, die Ban­d­en­er­gie her­stel­len: Klein­was­ser­kraft, Bio­gas, Bio­masse, län­ger­fris­tig auch Geothermie.

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12 Kommentare


  1. Herr Bath schrieb:

    1 Die Preise für Solar­zel­len sind in D in den letz­ten 24 Mona­ten um 50% gefal­len. Das wird noch wei­ter gehen. Es ist also falsch, das Solar­strom sobald nicht wett­be­werbs­fä­hig sein wird. Wir haben in D schon fast die Netz­pa­ri­tät! (Glei­che Kos­ten wie ab Steck­dose) Warum muss die Schweiz ich auch hier stän­dig von ande­ren etwas vor machen las­sen?? — Obwohl hier der Stand­ort bes­ser ist, als in D??
    2 Solar­strom gibt es dann wenn der Ver­brauch hoch ist. Am Tag. So schlecht ist das mit der Ver­füg­bar­keit also nicht.
    3 Uns inter­es­sie­ren nicht die Ern­te­fak­to­ren in der Sahara, son­dern die Kos­ten hier. Und wäre es nicht sehr gut vom krie­seln­den nahen Osten unab­hän­gi­ger zu wer­den?
    4 Wir haben ein rie­si­ges Poten­zial für Solar­stom: Unsere bis­her nutz­lo­sen Dach­flä­chen!
    5 Wenn wir bil­li­gen Atom­strom in der Nacht in Form von Was­ser den Berg hoch jagen kön­nen, um die selbe Ener­gie am Tag als angeb­lich umwelt­freund­li­chen Was­ser­strom wie­der “run­ter zu las­sen. Dann kön­nen wir das auch mit Solar­strom.
    6 Noch immer gilt: Unsere grösste und güns­tige Ener­gie­re­serve ist das Ein­spar­po­ten­zial. Wenn wir z.B. 30% weni­ger Ener­gie brau­chen, dann ist das Poten­zial der Solar­en­er­gie für den not­wen­di­gen Rest grösser…

    MFG

  2. Rolf Hausammann schrieb:

    Spa­ren ist eine gute Idee, Herr Bath. Aber hat nicht gerade ges­tern das Bun­des­amt für Ener­gie über den Rekord-Stromverbrauch in der Schweiz berich­tet? Wie heute in ver­schie­de­nen Zei­tun­gen zu lesen war, sagt das glei­che Bun­des­amt, dass der Ver­brauch auch lang­fris­tig wei­ter anstei­gen wird, denn viele Mass­nah­men zur Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz bzw. zum Ersatz fos­si­ler Ener­gien erhö­hen den Strom­be­darf zusätz­lich. Man sollte sich also schon am Mach­ba­ren ori­en­tie­ren.
    Ich denke auch, dass Solar­zel­len noch mas­siv bil­li­ger wer­den. Son­nen­en­er­gie wird trotz­dem auf abseh­bare Zeit nicht ein Haupt-Energieträger sein kön­nen, dafür fällt sie in unse­ren Brei­ten­gra­den nun mal zu unre­gel­mäs­sig an. Das Bun­des­amt für Ener­gie rech­net im übri­gen bis 2030 mit einem Anteil erneu­er­ba­rer Ener­gien (inkl. Solar) an der gesam­ten Strom­pro­duk­tion von 6 %.

  3. giuseppe fent schrieb:

    noch nie etwas geho­ert von intel­li­gen­ten strom­net­zen und elek­tro­ge­rä­ten?
    In zukunft wer­den die ver­brau­cher und die pro­du­zen­ten uebers netz den bedarf koor­di­nie­ren, peaks und thä­ler aus­glei­chen. Und die vie­len dezen­tra­len klein­strom­pro­du­zen­ten wer­den mit der kom­men­den bat­te­rie­ge­ne­ra­tion zu wich­ti­gen netz­teil­neh­mern gehö­ren.
    Es lohnt sich ein­fach nicht, immer den sel­ben wei­zen du dre­schen.
    Freund­li­che grüsse giu­seppe fent

  4. Michi schrieb:

    Solar­zel­len, Gra­tis­he­roin und Alter­na­tiv­en­er­gien sind teure und sinn­lose Träu­me­reien rot­grü­ner Utopisten!

    Wir brau­chen Arbeits­plätze, Aus­bil­dung und neuen Kern­kraft­werke. Alles andere kön­nen wir schlicht ver­ges­sen!
    Lernt von Japan und China!

    http://www.japannuclear.com

  5. Max Chopard-Acklin schrieb:

    DIE KRAFT DER SONNE NUTZEN

    Es ist ent­täu­schend, wie kon­ser­va­tiv sich die AXPO in der Frage der Son­nen­en­er­gie posi­tio­niert. Gerade bei der Nut­zung der Son­nen­kraft besteht in der Schweiz noch Nach­hol­be­darf. Dazu braucht es aber auch den poli­ti­schen und unter­neh­me­ri­schen Wil­len. Ein Blick über die Grenze nach Deutsch­land oder Oes­ter­reich genügt, um auf­zu­zei­gen, um was es geht. Dank akti­ver För­de­rung der Son­nen­en­er­gie hat diese dort mas­siv Anteile gewon­nen und hilft im beacht­li­chen Umfang, die Ener­gie­ver­sor­gung sicher­zu­stel­len.
    Die Schweiz, ehe­mals füh­rend in der Ent­wick­lung die­ser Tech­no­lo­gien, ist ins Hin­ter­tref­fen gera­ten. Statt­des­sen debat­tie­ren wir wie­der in den Schüt­zen­grä­ben von damals über die Atom­kraft und ihr unge­lös­tes Abfall­pro­blem.
    Doch: Die Zukunft gehört den erneu­er­ba­ren “ein­hei­mi­schen” Ener­gien wie Sonne, Erd­wärme, Wind und Was­ser. Eine AXPO mit Weit­blick müsste aktiv in die Son­nen­en­er­gie investieren.

  6. Markus Alder schrieb:

    Lei­der ist die Pho­to­vol­taik auf abseh­bare Zeit unwirt­schaft­lich. Die Situa­tion kann auch nicht durch mil­li­ar­den­schwere Sub­ven­tio­nen ent­schei­dend ver­bes­sert wer­den. Län­der mit viel Son­nen­schein haben kein Geld für Son­nen­en­er­gie, wir Nord­län­der haben zu wenig Sonnenschein!

  7. michi schrieb:

    Habe ein­fach die Nase voll von Gra­tis­he­roin, Mul­ti­kul­tur und Alter­na­tiv­en­er­gien!
    Es reicht mir mit dem gan­zen lin­ken Zeugs! Wir müs­sen das alles bezah­len und haben nur Nach­teile damit!

    Baut neue Kern­kraft­werke, schafft den Kuschel­staat für Rand­grup­pen ab und senkt Steu­ern und Gebühren!

    KKW, Arbeits­plätze und Lebens­qua­li­tät, statt immer mehr Sub­ven­tio­nen für Linke!

  8. Markus Alder schrieb:

    Sub­ven­tio­nen für Alter­na­tiv­en­er­gien und andere Uto­pien müs­sen letzt­lich von der Mit­tel­schicht und der Arbei­ter­schicht finan­ziert wer­den. Pro­fi­teure sind haupt­säch­lich Beamte und Konsumlinke.

    Mich erstaunt wenig, dass die ein­fa­chen Men­schen keine Freude an Alter­na­tiv­en­er­gien, Dro­gen­ab­ga­ben und Asylanten-verwöhnung sowie ande­ren For­men der Huma­nidumm­heit haben!

  9. Simon schrieb:

    Ich bin ein wenig erstaunt, dass Ver­glei­che zwi­schen Alter­na­tiv­en­er­gien und sozial Benach­tei­lig­ten gemacht wer­den. Denn das hat nichts, aber auch gar nichts mit ein­an­der zu tun. Über die Wirt­schaft­lich­keit von Alter­na­tiv­en­er­gien zu diss­ku­tie­ren ist aber sinn­voll. Über die Effi­zi­enz, den Nut­zen, die Wirt­schaft­lich­keit und let­zend­lich die Umsetz­bar­keit von Zukunfts­mo­del­len der Ener­gie­pro­duk­tion, dar­über sollte (auf ENERGIEDIALOG.CH…) gespro­chen wer­den. Klar wäre Atom­en­er­gie der sicherste Weg in die nahe Zukunft, aber wenn dann das Erdöl auf­ge­braucht ist, würde das Uran für knapp 20 Jahre den Bedarf an Ener­gie decken. Und was dann? Ganz zu zu schwei­gen von den Spät­fol­gen, die das Apfall­ma­te­rial ver­ur­sa­chen könnte. Um sol­che lose-lose-Situationen zu ver­mei­den müs­sen wir eine bes­sere Lösung fin­den. Meh­rere offen­sicht­li­che Ver­bes­se­run­gen sind mög­lich: 1. Den sinn­los hohen Ener­gie­ver­brauch Sen­ken 2. Die Alter­na­tiv­en­er­gien för­dern, denn sie sind schad­los, ohne spät­fol­gen und N.B. frü­her oder spä­ter amor­ti­siert und mit einem mini­ma­len Risiko ver­bun­den.
    Hier sollte ich auch noch das Stich­wort Erneu­er­bar fal­len las­sen, aber ich denke ich habe mei­nen Stand­punkt klar gemacht.

  10. Leonhard schrieb:

    Wer trug die gewal­ti­gen Fol­gen des Super Gaus in Tscher­no­byl? Es ist in ers­ter Linie die arme Bevöl­ke­rung in Weiss­russ­land und der Ukaine. Also Arbei­ter und die sogn. Mit­tel­schicht. Die Ober­schicht konnte sich sofort abset­zen. Ich weiss es ist lange her, zu lange um sich eine Vor­stel­lung zu machen was es bedeu­tete, wenn zum Bei­spiel das KKW Müh­le­berg in Luft flöge. Wohin ver­ei­sen wir? Aber natür­lich in der Schweiz ist so etwas ja gar nicht mög­lich — oder even­tu­ell doch? Es sind und waren meist mensch­li­che Feh­ler die zu gros­sen Kata­stro­phen führ­ten. Das hat nicht mit rechts oder links zu tun son­dern mit Macht­ge­habe, Gier, Arro­ganz und der­glei­chen mehr. Um nur ein Bei­spiel zu erwäh­nen: Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir welt­weit in die grösste Rezes­sion schlit­tern, dass die UBS durch den Staat geret­tet wer­den muss?
    Gehen wir auf Num­mer sicher — inves­tie­ren wir jetzt in alter­na­tive Ener­gien und hören auf mit der Ver­schleu­de­rung von elek­tri­scher und ande­ren Ener­gien. Das Ergeb­nis wird letzt­end­lich sogar die aller­gröss­ten Rap­pen­spal­ter überzeugen.

  11. Adrian Meyer schrieb:

    Mich als über­zeug­ter Solar­strom­pro­du­zent über­rascht die aggres­sive Diss­kus­sion in die­sem Forum, da wird von Michi und Mar­kus Alder die erneu­er­bare Ener­gie ver­teu­felt. Diese Argu­men­ta­tion bringt uns nicht wei­ter, sie blo­ckiert unsere Gesell­schaft und Poli­tik. Rich­tig ist, dass wir auch in der Schweiz sehr gute Ver­hält­nisse für Solar­en­er­gie– Pro­jekte haben. Auf jeden m2 Flä­che strahlt etwa 1100KWh Son­nen­en­er­gie im Jahr, die Tech­nik ist vor­han­den und aus­ge­reift um diese Ener­gie nutz­bar für uns Men­schen zu machen. Als Anwen­der kann ich ihnen sagen, dass dies eine sehr gute Tech­nik ist. Ich pro­du­ziere mit mei­nen Zel­len 6700KWh pro Jahr, mehr als genug für unsere Hei­zung (Wär­me­pumpe) und der Rest wird in unse­rem Haus­halt oder im Netz ver­braucht. Wer jetzt inves­tiert pro­fi­tiert von Sub­ven­tio­nen auch von der AXPO oder ande­ren loka­len EW’s, spä­ter wird es nichts mehr geben. In der CH wurde ab 1.4. ein neues För­der­pro­gramm gestar­tet, wel­ches quer durch die Regie­rungs­part­reien unter­stützt wurde. Erneu­er­bare Ener­gien sind also nicht nur im Grün­lin­ken Lager erwünscht im Natio­nal­rat ging die Erhö­hung der För­de­rung jeden­falls glatt über die Bühne.
    son­nige Grüsse > http://www.sonnenertrag.ch

  12. michi schrieb:

    För­de­rung, Sub­ven­tio­nen und Abzo­cke­rei müs­sen schliess­lich von uns Mie­tern und Arbeit­neh­mern bezahlt wer­den!
    Ich will davon nichts wis­sen. Alter­na­tiv­en­er­gien und Rand­grup­pen­ver­hät­sche­lung nüt­zen mir gar nichts, ich will lie­ber mehr Lohn und tie­fere Ener­gie­kos­ten!
    Schafft diese För­der­pro­gramme ab und för­dert end­lich die Kern­en­er­gie!
    Unsere Regie­rungs­par­teien sol­len Kern­kraft­werke bauen, statt Sub­ven­tio­nen für ihre Kli­en­tel zu verteilen!

    http://www.aves.ch http://www.kettenreaktion.ch
    http://www.kernenergie.ch http://www.klimaschuetzer.de


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