China schwenkt von Kohle auf Sonne und Atomkraft
China will eine neue Energiepolitik: Bisher ist das Reich der Mitte zu 70 Prozent von Kohle und zu 20 Prozent von Erdöl abhängig. Alternative Energiequelle sollen helfen, diesen «ungesunden» Mix, der zahlreiche Probleme verursacht, zu verändern.
China fällt das Atmen schwer. Der Rauch der verfeuerten Kohle und auch immer mehr die Abgase der 130 Millionen Autos strapazieren die Gesundheit der Bevölkerung: Bronchitis, Lungenentzündung und –krebs häufen sich. Aber der Brennstoff Kohle wird knapp: 2,4 Milliarden Tonnen hat das Land 2006 verbraucht. Der weltgrösste Kohleproduzent musste sogar Kohle importieren. Nun setzt das Riesenreich auf erneuerbare Energien und Atomkraft.
Im vergangenen Jahr investierte China 12 Milliarden Dollar in erneuerbare Energieformen. Diese decken aber erst 2 Prozent des gesamten Energiebedarfs, bis 2020 sollen es 15 Prozent werden. Im Rahmen des jüngst aufgelegten Energieprogramms sind Projekte mit erneuerbarer Energie prominent vertreten. Die chinesische Regierung will grosse Solaranlagen mit bis zu 20 Yuan (3.30 Franken) pro Watt Leistung subventionieren. Solaranlagenbetreiber müssen lediglich noch die Hälfte der Installationskosten und die Betriebsausgaben berappen. Damit ist der Weg geebnet für das Mammutprojekt «Solar-Wüste», das eine Million Quadratmeter umfassen soll.
China will die neuen Technologien nicht nur nutzen, sondern auch zum weltgrössten Technologieanbieter aufsteigen. Mit Joint-Ventures soll weiteres Know-how ins Land geholt werden. Der Solarzellenhersteller Suntech ist schon nahe daran, Weltmarktführer zu werden. Dank der Windturbinenhersteller Goldwind und Sinovel könnte das Land schon bald zum grössten Windkraftturbinenhersteller aufsteigen.
Auch die Kernenergie wird boomen. Im Jahr 2020 sollen 4 Prozent des Stromverbrauchs aus Kernkraftwerken stammen. Dafür müssen zu den 9 bestehenden Atomkraftwerken 32 neue gebaut werden. Viele Beobachter bezweifeln, ob es China gelingen wird, den Anteil fossiler Brennstoffe nachhaltig zu senken. Wenn die aufstrebende Nation im gleichen Tempo weiterwächst, reichen die neu erschlossenen Quellen lediglich aus, um den zusätzlichen Energiehunger zu stillen. (scc)
Weitere Beiträge:
Weiterführende Informationen:
- Axpo investiert 3 Milliarden Franken in neue Energien
- Mit breitem Strommix Versorgung sicherstellen
- China plant grösstest Solarkraftwerk der Welt
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12. Mai 2009 um 19:31
Die Chinesen müssen monatlich ein grosses KKW in Betrieb nehmen, statt jede Woche ein neues Kohle– Kraftwerk.
Kohle und Gaskombi stinken zum Himmel!
Die Schweiz muss Vorbild für andere Länder sein und endlich neue KKW bauen!
14. Mai 2009 um 21:04
Anscheinend gibt es heute noch Engpässe in der Herstellung von Schlüsselkomponenten von Kernkraftwerken. Daher kann die Atomstromerzeugung nicht so schnell ausgebaut werden, wie es eigentlich nötig wäre.
Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten würden Arbeitsplätze schaffen und die Umwelt schonen.
18. Mai 2009 um 18:32
Wir alle müssen für neue KKW kämpfen!
Nicht in China, einfach in der sChweiz!
21. Juni 2009 um 14:03
Mit 500 neuen KKW, davon 100 Schnelle Brüter, könnte sich China umweltfreundlich und nachhaltig mit Energie versorgen!
22. Juni 2009 um 20:14
Ja wenn China 500 KKW baut, wird das Uran vielleicht endlich so teuer, das es sich für die Axpo lohnt statt einem neuen KKW alle Hausdächer der Schweiz mit Solaranlagen auszurüsten.
Aber auch China sollte sich auf Wind und Solarenergie konzentrieren, alles andere hat keine Zukunft.…
28. Juni 2009 um 16:40
Selbst wenn sich der Preis für Natururan verhundertfachen würde, wäre Atomstrom immer noch konkurrenzfähig, denn die Kosten für den Rohstoff Uran machen nur 1 % des Kilowattstunden– Preises aus. Dieser wäre dann eben bei 12 Rappen statt bei 6 Rappen, damit etwa gleich oder günstiger wie bei Strom aus neuen Wasserkraftwerken (Umweltauflagen, Wasserzinsen) oder Gaskraftwerken mit CO2– Kompensation.“Alternativenergien” wären mit 20– 250 Rappen immer noch spürbar teurer, dazu fällt z. B. bei der Windkraft, die Erzeugung mehr zufällig als steuerbar an.
Wenn der Uranpreis einige Jahre deutlich höher bleibt, so lohnt es sich, auch ärmere Erze abzubauen, was die verfügbaren Reserven vervielfacht.
Mit Schnellen Brütern kann das Uran 60– 100fach besser ausgenützt werden, was die Reserven ebenfalls streckt. In hundert Jahren wird die Menschheit wohl einen Drittel des Energiebedarfes mit Kernenergie decken, entsprechend gewinnt die Brüter– Technologie an Bedeutung. Sie wird auch bei der Verwertung von Spaltstoffen eine Schlüsselrolle spielen.
1. Juli 2009 um 21:16
Es braucht eben endlich politischen Willen für mehr neue KKW!
Auch in der Schweiz. Wenn der Stromverbrauch weiter wachsen soll, brauchen wir alle 10 Jahre ein neues KKW für Wohlstand und Arbeitsplätze!
SVP!
20. Juli 2009 um 21:23
Autobahnnetz fertigbauen und Engpässe beseitigen, Atomkraftwerke bauen und Stromlücke schliessen.
Für Wohlstand, Freiheit und Lebensfreude!
25. Juli 2009 um 21:01
Rotchina lässt sich nicht von Rotgrün schikanieren!
26. Juli 2009 um 08:18
Wir müssen uns von der destruktiven Ideologie der technik– und bildungsfeindlichen 68er lösen und uns dem Fortschritt zuwenden, damit alles besser kommt!
Kernenergie und Raumfahrt sind Schlüsseltechnologien, um der ganzen Menschheit Wohlstand und Freiheit zu ermöglichen!
26. Juli 2009 um 17:54
Diese Aussage des “Raumfahrers” ist durchaus zutreffend, aber nicht ganz ohne Einschränkung. Der technische Fortschritt bewirkt viel Gutes, aber die Technik allein macht nicht glücklich. Hochindustrialisierte und dichtbesiedelte Länder wie die Schweiz stehen vor der Frage, wieviel Wachstum noch vertretbar ist und wie dieses Wachstum zustande kommen soll. Das Beispiel Kernenergie zeigt, wie umstritten rein technische Lösungen sind. Die “Abstimmung an der Steckdose” verlangt ganz klar neue Kernkraftwerke, viele PolitikerInnen und nicht wenige StimmbürgerInnen sind jedoch klar dagegen. Viele Menschen sind überhaupt gegen Kraftwerke und Hochspannungsleitungen, dazu auch gegen Fluglärm, Natel– Antennen, Autobahnen und alles was stört. Das bedeutet aber nicht, dass sie auf Flugreisen, Natel– Empfang und das eigene Auto verzichten wollen. Das Bevölkerungswachstum durch die Masseneinwanderung verändert unser Land. Damit haben viele Menschen Mühe.
1. September 2009 um 20:39
China hat letztes Jahr 14 GW an Solarwärmeleistung installiert: http://www.ren21.net/pdf/RE_GSR_2009_Update.pdf
(Das entspricht der Leistung von 14 KKW-Gösgen in einem einzigen Jahr.)
China hat letztes Jahr 6.3 GW an Windleistung installiert und will dieses Jahr nochmals doppelt soviel an Windleistung installieren:
http://www.guardian.co.uk/environment/2009/feb/03/wind-power-eu
(Das entspricht der Leistung von 12 KKW-Gösgen in diesem Jahr).
China wird im Gegensatz zur Schweiz bis 2020 $265 Milliarden in Erneuerbare Energien investieren:
http://news.mongabay.com/bioenergy/2007/09/china-unveils-265-billion-renewable.html
1. September 2009 um 22:43
China hat letztes Jahr 14 GW an Solarwärmeleistung installiert: http://www.ren21.net/pdf/RE_GSR_2009_Update.pdf
(Das entspricht der Leistung von 14 KKW-Gösgens in einem einzigen Jahr.)
China hat letztes Jahr 6.3 GW an Windleistung installiert und will dieses Jahr nochmals doppelt soviel an Windleistung installieren:
guardian.co.uk/environment/2009/feb/03/wind-power-eu
(Das entspricht der Leistung von 12 KKW-Gösgens in diesem Jahr).
China hat bereits 60 GW an Kleinwasserkraftsleistung installiert:
ren21.net/pdf/RE_GSR_2009_Update.pdf
China wird im Gegensatz zur Schweiz bis 2020 $265 Milliarden in erneuerbare Energien investieren:
news.mongabay.com/bioenergy/2007/09/china-unveils-265-billion-renewable.html
2. September 2009 um 21:12
Kämpfen gegen die verdammte Atomlobby!
Werft die Pet– Flaschen in den Müll, das gibt Strom in der Kehrichtverbrennung.
18. September 2010 um 15:27
Die Chinesen sind intelligent genug, um zu erkennen, dass nur mit einem massiven Ausbau ihres Kernkraftwerkes der Strombedarf auf Jahrhunderte hinaus sicher, billig und umweltfreundlich gedeckt werden kann!
18. September 2010 um 22:52
@ Realist
Ich frage mich seit Jahren wann endlich alle Leute (vor allem alle Verfasser von Beiträgen in Blogs) begriffen
haben werden, dass Leistungsvergleiche rein nichts bringen wenn es um Vergleiche zwischen grundlastfähigen Energien und nicht grundlastfähigen neuen erneuerbaren Energien geht.
Vergleiche können sich ausschliesslich auf die Stromproduktion beziehen. Ein KKW produziert im Prinzip während rund 8´000 Volllaststunden im Jahr (Grundlast), PV bei uns bringt es auf rund 900 Volllaststunden (im Süden etwas mehr). Windkraftanlagen produzieren — je nach Lage — zwischen ca. 1´500 Volllaststunden bei uns, ca. 2´000 Stunden in Küstennähe und bis zu 3´000 Stunden auf dem Meer.
Dies sind die rein quantitativen Unterschiede und die sind gegenüber den 8’000 Stunden doch enorm. Zudem ist die Stromproduktion von PV und Wind auch qualitativ schlecht, weil der Strom sehr oft zur “falschen” Zeit anfällt oder wie im Falle von PV eben nicht zur richtigen Jahreszeit.
Aber was will man, wenn sogar schon Mitarbeiter der NZZ es nicht besser wissen und behaupten es sei doch völlig egal ob man von Leistung oder von Produktion (Energie) rede. Welche Ignoranten !!!!
19. September 2010 um 19:11
Politiker haben keine Ahnung, wissen aber alles besser. Sie treffen Entscheide, welche die nächsten Generationen treffen, denken aber nicht weiter als bis zur nächsten Wahl.
Denen ist alles egal, solange die Kasse stimmt.
Nötig sind Staatsmänner, wie der Sozi– Bundesrat Willi Spühler, der schon 1964 neue Kernkraftwerke forderte!
22. Oktober 2010 um 05:27
Da unsere Sonne uns JEDERZEIT aller Elektrotechnik entledigen kann (googlen nach Carrington Event, danach mal bei der NASA informieren) ist jedes Atomkraftwerk ein extremes völlig unverantwortliches Risiko.
Was macht ihr denn mit den Schrotthaufen, wenn das komplette Netz zerstört ist? Einfach nur abschalten reicht nicht. Und viel mehr wie Mittelalter bleibt von unseren Kulturen nicht übrig, wenn ein Sonnensturm eine Masse Ionen, vergleichbar mit dem Mt. Everest, mit einer Geschwindigkeit die schon fast relativistisch ist auf die Ionosphäre donnert. Die Stromstärken von hunderten von Terraampere fliesen dann zu den Polen und dieser Strom erzeugt dabei elektrische Felder die in jedem elektrischen Leiter auf dem Planeten einen Strom induziert.
Es wir eine Woche lang schön leuchten. Globale Aurora Borealis. Danach sind fast alle Grosstransformatoren Weltweit abgebrannt. Klingt nach Science Fiction? Es sind nur Fakten! 1895 ist das damals schon vorhandene Telegrafennetz weltweit abgebrannt und niemand weiss, ob das denn ein Volltreffer war, oder lediglich ein kleiner Streifschuss.
Fast kein Land der Welt ist gegen Sonnenstürme gesichert! Meint ihr die Finnen retten uns dann alle, und sichern unsere Atommeiler? Ihr wollt das Netz wiederaufbauen? Womit? Wer baut Trafos ohne Strom?
Ich kann nur hoffen, dass die Befürchtungen der NASA zutreffen und es wirklich in diesem Sonnenzyklus noch passiert, dass unsere Zivilistaion von dem Planeten weggegrillt wird. Positiver Nebeneffekt: Da das meisste Geld nur auf Festplatten existiert, ist wenigstens das Finanzsystem gleich mit weg.
Eine sinnvolle Lösung muss beinhalten:
– DEZENTRALE Versorgung (unbeliebt bei den Mächtigen, wir Bürger könnten den Strom für deren Industrien ausknipsen)
– Keine Radioaktivität (unbeliebt bei den Mächtigen, da müsste man ja zugeben, dass man noch mehr Atombomben bauen will)
– Nachhaltige Energiegewinnung (unbeliebt bei den Mächtigen, da muss man ja keine Rohstoffe verfeuern, die man künstlich im Preis aufplustern kann)
Warum baut eigentlich keiner einfach so ein ZPM wie in Stargate? Die Grundlagenforschung ist ABGESCHLOSSEN. Es funktioniert schon!!! (Theorie UND Praxis) Freie Energie aus dem Raum. Achso.… ja. Dumm, das braucht ja kein Öl, und im Militärbereich ist es wohl auch noch nicht zu gebrauchen also wirds nicht weiterentwickelt.
Kann mal einer eine Freie Energie Bombe entwickeln? Dann bekommen wir endlich sinnvolle Kraftwerke als Abfallprodukt.
Falls doch ein Unternehmen den Mut haben sollte gegen fast alle Lobbyisten auf dem Planeten anzurennen, hier ein Link:
http://www.xofee.de/was-macht-wer/freie-energie-bauplane/nullpunkt-energie
22. Oktober 2010 um 05:38
.… Falls die Grünen aussterben, haben wir wieder eine neue Verschwörungstheorie!
22. Oktober 2010 um 05:53
Was soll da Verschwörungstheorie sein? Schau Dir ZUERST den Film an, insbesondere die letzte Minute. Freie Energie wär möglich (wenns denn jemand bauen würde)
Wirst Du von der Lobby bezahlt, oder ist das dein Hobby sinvolle Ideen zur Energiegewinnung ungesehen zu verunglimpfen? Du kannst in der Zeit den Film nämlich gar nicht gesehen haben.
Zum Thema Verschwörungstheorie empfehle ich Literatur über die Bilderberger. Dann siehst Du, das ist keine Theorie, so funktioniert unsere Wirtschaft. Unsere Merkel mischt da schön mit.