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Was bringt Ökostrom?

20. Mai 2009 - Fragen, Neue Energien

Frage von Phil­ipp Augus­tin: Hat eine stei­gende Nach­frage nach Ökostrom einen wesent­li­chen Ein­fluss auf die Umwelt­re­le­vanz eines Strom­ver­sor­gers oder bewirkt sie ledig­lich eine interne Umver­tei­lung, indem der Stan­dard­mix mehr Anteile aus Kern­kraft bzw. nicht über­prüf­ba­ren Quel­len ent­hält? Mit ande­ren Wor­ten: Kann ich mit dem Bezug von Ökostrom wirk­lich einen Bei­trag zum Umwelt­schutz leis­ten oder bes­sere ich damit ledig­lich meine per­sön­li­che Umwelt­bi­lanz auf?

Ant­wort: Vor­erst muss man wis­sen, dass auf­grund phy­si­ka­li­scher Gesetz­mäs­sig­kei­ten in den Strom­net­zen stets ein Misch­strom fliesst. Ähnlich wie sich bei einem See mit meh­re­ren Zuflüs­sen das Was­ser ver­mischt, mischen sich auch im Strom­netz die unter­schied­li­chen Strom­qua­li­tä­ten, sodass aus der Steck­dose des Strom­be­zü­gers stets ein Misch­pro­dukt her­aus kommt.

Den­noch macht das gezielte För­dern von erneu­er­ba­ren Ener­gien — und dem dar­aus gewon­ne­nen Ökostrom — Sinn: Die Strom­un­ter­neh­men sind ver­pflich­tet, die nach­ge­fragte (und teu­rer bezahlte) Menge eines bestimm­ten Stroms selbst zu pro­du­zie­ren oder andern­orts pro­du­zie­ren zu las­sen. Das heisst, dass die ins­ge­samt bezahlte Menge an Strom aus Was­ser­kraft, Son­nen­en­er­gie, Wind­en­er­gie usw. effek­tiv auch pro­du­ziert wird und in die­sem Umfang Strom aus ande­ren Pro­duk­ti­ons­quel­len wie Kohle-, Öl– oder Kern­kraft­wer­ken ersetzt.

Für Sie bedeu­tet das, dass Sie mit der Bestel­lung und Bezah­lung von Ökostrom bewir­ken, dass die von ihnen bestimmte Art und Menge auch effek­tiv ins Netz ein­ge­speist wer­den. Es wird zwar nicht exakt die­ser Strom bei ihnen zuhause aus der Steck­dose flies­sen (siehe oben), aber Sie haben dafür gesorgt, dass die­ser Strom pro­du­ziert wird.

So kön­nen Sie ihren per­sön­li­chen Bei­trag zu einer umwelt­ver­träg­li­chen Strom­pro­duk­tion leis­ten und die­ser Bei­trag kommt auch der All­ge­mein­heit zugute. Eine sau­bere Sache also!

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18 Kommentare


  1. Atommichi schrieb:

    Atom­strom ist ÖKOSTROM!

    Nur 8 Gramm CO2 und völ­lig nach­hal­tig. Dank Wie­der­auf­ar­bei­tung erneuerbar!

  2. Sol_Invest schrieb:

    Für was wenn es auch anders geht?:
    Pro­duk­ti­ons­ri­si­ken: Bei der Pro­duk­tion von Atom­en­er­gie könn­ten radio­ak­tive Stoffe aus­tre­ten oder es könnte sogar zu einer Kern­schmelze mit sehr weit­rei­chen­den und ein­schnei­den­den Fol­gen kom­men. Der Scha­den, der bei einem sol­chen „Super-Gau“ ent­ste­hen könnte, kann extrem gross sein und ist kaum zu bezif­fern. Wie bereits erwähnt, müs­sen sich die Kraft­werks­be­trei­ber per Gesetz nur für Schä­den bis zu CHF 1 Mrd. ver­si­chern (evtl. bald CHF 2,25 Mrd.). Weil die Schä­den bei einem gros­sen Unfall weit höher sein könn­ten, stel­len die nicht gedeck­ten Schä­den eben­falls externe Kos­ten dar. Die AKW-Befürworter beto­nen jedoch, dass durch die hohen Sicher­heits­stan­dards und die neus­ten Atom­kraft­werks­ty­pen das Risiko für Unfälle mini­mal sei. Andere For­men der Strom­pro­duk­tion (z.B. Gas­kraft­werke) ber­gen zwar eben­falls gewisse Risi­ken, doch sind diese sehr viel klei­ner und weit­ge­hend durch Ver­si­che­run­gen gedeckt.

    Ent­sor­gungs­ri­si­ken: Bei der Pro­duk­tion von Atom­en­er­gie ent­ste­hen radio­ak­tive Abfälle. Weil diese bis zu 100’000 Jah­ren strah­len, könn­ten auch durch die Abfälle Schä­den ent­ste­hen, die eben­falls nicht voll­stän­dig gedeckt wären. Die AKW-Befürworter sind aber über­zeugt, dass das Ent­sor­gungs­pro­blem anhand von tech­ni­schen Inno­va­tio­nen sicher gelöst wer­den könne. So müsse der Gross­teil des radio­ak­ti­ven Abfalls von Kraft­wer­ken der 4. Gene­ra­tion bereits heute nur noch 300–400 Jahre lang gela­gert wer­den anstatt bis zu 100 000 Jah­ren. Ein Teil der Abfälle wird aber auch wei­ter­hin bis 100’000 Jahre gela­gert wer­den müs­sen und die Über­prü­fung von geeig­ne­ten Stand­or­ten dau­ert noch an.

  3. Markus Alder schrieb:

    Die tech­ni­schen Pro­bleme sind gelöst, nun müs­sen noch die poli­ti­schen Hin­der­nisse über­wun­den wer­den. Lei­der funk­tio­nie­ren Poli­ti­ker nicht logisch, daher wird das schwie­rig und teuer. Viele Poli­ti­ker wol­len sich pro­fi­lie­ren, indem sie vor­ge­ben, Pro­bleme zu lösen, die sie selbst geschaf­fen haben!

  4. Bürki schrieb:

    Die Ch-Autoflotte umfasst ca. 2,4 Mio Fahr­zeuge. Wie hoch schät­zen Sie den dafür jähr­lich nötige Strom­be­darf, wenn die Hälfte die­ser Flotte an der Strom­dose hän­gen wird?
    Es wird viel geschrie­ben über die Fort­schritte bei strom­be­trie­be­nen Fahr­zeu­gen; aber nie­mand hat bis­her über deren Aus­wir­kun­gen auf dem Strom­markt eine Pro­gnose publiziert!

  5. Markus Alder schrieb:

    Bei ent­spre­chend leis­tungs­fä­hi­gen Bat­te­rien und einer nor­ma­len Kilo­me­ter­leis­tung soll­ten 3000 Kilo­watt­stun­den (KWh) pro Fahr­zeug aus­rei­chen, bei die­sem Bei­spiel also 3,6 Mil­li­ar­den KWh, rund 6 % des heu­ti­gen Strom­ver­brau­ches der Schweiz. Ein gros­ses Kern­kraft­werk kann 10– 13 Mil­li­ar­den KWh pro Jahr bereit­stel­len. Der Strom­ver­brauch von Elek­tro­fahr­zeu­gen hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab, wie Gewicht, Leis­tung und gefah­rene Kilo­me­ter. Weil Kapa­zi­tät, Gewicht und Preis der Bat­te­rien bis heute die ent­schei­dende Ein­schrän­kung von Leis­tung und Reich­weite dar­stel­len, hängt der mög­li­che Ver­brauch von Elek­tro­au­tos ent­schei­dend von den ver­füg­ba­ren Bat­te­rie­ty­pen ab.

    Könnte eine Bat­te­rie von 200 Kg Gewicht für 2000 Euro Her­stel­lungs­kos­ten den “Gegen­wert” von 50 Litern Ben­zin (etwa 500 KWh) spei­chern und dabei 1000x wie­der auf­ge­la­den wer­den, wür­den die Ver­bren­nungs­mo­to­ren ihre Exis­tenz­be­rech­ti­gung ver­lie­ren.
    Ein Elek­tro­mo­tor für ein Auto braucht kein Schmieröl, des­halb auch kei­nen Ölfil­ter und –küh­ler, ja nicht ein­mal zwin­gend eine Was­ser­küh­lung. Aus­puff und Luft­fil­te­rei­satz ent­fal­len. Auch das Getriebe kann ein­fa­cher und leich­ter gebaut wer­den! Lärm und Abgase wären Vergangenheit.

  6. Arbeiter schrieb:

    Weg mit dem gan­zen lin­ken und grü­nen Zeugs!

  7. Anders rum schrieb:

    Jedem der hier mit­liest und sich wun­dert über Dauer-Forumsteilnehmer wie Mar­kus Alder oder Atom­mi­chi auch bekannt als Michael Fehr emp­fehle ich dring­lichst die Web-Seite http://www.kettenreaktion.ch zu besu­chen.
    Nach­dem man sich über das Führunsor­gan die­ses Ver­eins infor­miert hat soll man sich auch diverse Berichte, spe­zi­ell im Zusam­men­hang mit der Tschernobyl-Katastrophe, zu Gemüte füh­ren!
    Spä­tes­tens dann wird jedem klar, wes­sen Geis­tes diese Her­ren sind und das anfäng­li­che Stau­nen über viele Bei­träge erklärt sich.

    Die Frage bleibt aller­dings was die Axpo mit die­sen Foren bezwe­cken möchte und WEM sie hier als Platt­form dient?

    Es fällt mir jeden­falls schwer zu glau­ben, dass eine Axpo mit die­sen Push-Parolen einig geht.
    Schon gar nicht kann ich glau­ben, dsss es sich eine Axpo erlau­ben kann sich einen poli­ti­schen Anstrich zu verpassen!

  8. atommichi schrieb:

    Unser Ver­ein will sach­lich und wohl­wol­lend über die Kern­en­er­gie infor­mie­ren und so die Akzep­tanz die­ser Zukunfts­en­er­gie för­dern und verbessern!

  9. Markus Alder schrieb:

    Auf http://www.kettenreaktion.ch kann sich jeder über den Ver­ein, seine Ziele und sei­nen Vor­stand infor­mie­ren. Aus­ser­dem sind Leser­briefe der Mit­glie­der gesam­melt und sämt­li­che Aus­ga­ben des “Bul­le­tin” der letz­ten Jahre sind zu lesen.

    Der Ver­ein Ket­ten­re­ak­tion ist nicht von der Elek­tri­zi­täts­wirt­schaft abhän­gig. Ich bin nie für ein Elek­tri­zi­täts­werk oder einen direk­ten Zulie­fe­rer tätig gewe­sen. Sämt­li­che Mit­glie­der sind natür­li­che Per­so­nen, keine Fir­men oder Verbände.

    Wir set­zen uns aus Idea­lis­mus für eine ökolo­gisch und ökono­mi­sche Ener­gie­po­li­tik ein.

  10. Anders rum schrieb:

    Wenn aus Idea­lis­mus Fana­tis­nus wrd, bleibt lei­der auch die Sach­lich­keit auf der Stre­cke!
    Die­ses Pro­blem tritt übri­gens auch bei Reli­gio­nen auf.

  11. Freiheit Lebensfreude und Marktwirtschaft schrieb:

    Rot­grün und Links ist Fana­tis­mus pur! Weg damit.
    Baut Kern­kraft­werke und macht das Auto­bahn­netz end­lich lücken­los.
    Atom­strom für den Umwelt­schutz und weni­ger Vorschriften!

  12. Markus Alder schrieb:

    Es wird uns nie gelin­gen, fana­ti­sche Kern­en­er­gie– Geg­ner zu über­zeu­gen, denn die haben ein völ­lig eige­nes Welt­bild.
    Wenn es uns aber gelingt, brei­te­ren Bevöl­ke­rungs­krei­sen auf­zu­zei­gen, dass die Kern­en­er­gie nach heu­ti­gem Wis­sen mehr Vor­teile als Nach­teile hat, dann haben wir sehr viel erreicht.
    Ich bin kein Natur­wis­sen­schaft­ler und lehne auch nicht pau­schal alle uner­klär­li­chen Phä­no­mene als Hum­bug ab. Mir erscheint das natur– roman­ti­sche und wis­sen­schafts­feind­li­che Welt­bild der dog­ma­ti­schen Kern­en­er­gie– Geg­ner doch etwas wirklichkeitsfremd.

    Der Bau neuer Kern­kraft­werke bedeu­tet für unser Land eine ent­schei­dende Wei­chen­stel­lung für Jahr­zehnte. Dabei muss ganz klar über die künf­tige Wirt­schafts– und Ein­wan­de­rungs­po­li­tik dis­ku­tiert wer­den, denn eine Schweiz mit 7 Mil­lio­nen Ein­woh­nern wird zwangs­läu­fig weni­ger Ener­gie benö­ti­gen als ein Alpen– Hong­kong mit 15 Mil­lio­nen Ein­woh­nern.
    Umge­kehrt stei­gert aber auch ein pro­duk­ti­vi­täts­ge­stütz­tes Wirt­schafts­wachs­tum den Strom­ver­brauch entscheidend.

    Indien will bis 2050 über Kern­kraft­werke mit einer Gesamt­leis­tung von 470 000 MW ver­fü­gen, wie Pre­mier­mi­nis­ter Singh im Okto­ber ange­kün­digt hat. Damit soll die Abhä­nig­keit von fos­si­len Brenn­stof­fen redu­ziert wer­den und ein Betrag im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del geleis­tet wer­den. Damit wür­den die Inder etwa so viele Kern­kraft­werke betrei­ben, wie heute die ganze Welt.
    Welt­weit gese­hen geht es bestimmt nicht ohne Kern­kraft­werke, zu gross ist das Wirt­schafts­wachs­tum in vie­len Län­dern, zudem muss der Treib­haus­ef­fekt wirk­sam bekämpft werden!

  13. Anders rum schrieb:

    Viel­leicht sollte man das Wirt­schafts­wachs­tum ganz all­ge­mein in Frage stellen!

    Jede expo­nen­ti­elle Kurve ist prak­tisch zum Kol­laps ver­ur­teilt, im mone­ta­ren Bereich gabs in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit offen­sicht­li­che Denk­an­stösse sofern man die Rea­li­tät nicht verdrängt.

  14. robert holzwart schrieb:

    zum glück ist das ver­hält­nis von strah­len­den akw-befürworter in der rea­len welt klei­ner als auf die­sem blögg. das pro­blem wie man erbgut-zerstörenden müll über 1000000 Jahr lagern soll, wie man nur sicher­stel­len soll, dass die infor­ma­tion über gene­ra­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wer­den soll ist unklar. remem­ber. die ch in der jet­zi­gen form gibt es seit weni­gen hun­dert jah­ren und sie wird auch nicht viele jahr­hun­derte über­dau­ern. atom­mi­chi bitte mel­den. immer das glei­che blö­cken ist keine Lösung!!!!

  15. Arbeitsloser schrieb:

    Die Pro­bleme mit dem Atom­müll wer­den von der Nagra gelöst.
    Wir brau­chen Atom­kraft­werke für neue Arbeits­plätze!
    Der atom­mi­chi ist schon gut, macht etwas für Wirt­schafts­wachs­tum, das uns neue Arbeits­plätze schaftt!
    Bin froh

  16. Autofahrer schrieb:

    Die Grü­nen sind ein­fach destruk­tiv. Ein Cadil­lac von 1969 ist umwelt­freund­li­cher als ein Trabbi aus der von den Lin­ken so gelieb­ten DDR!

  17. Markus Alder schrieb:

    Diese Grü­nen und Lin­ken sind nicht unbe­dingt logisch.

  18. Richtig rum schrieb:

    Poli­ti­ker (jeder Cou­leur) sind nur logisch, wenn es um ihren per­sön­li­chen Vor­teil geht!


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