Was bringt Ökostrom?
Frage von Philipp Augustin: Hat eine steigende Nachfrage nach Ökostrom einen wesentlichen Einfluss auf die Umweltrelevanz eines Stromversorgers oder bewirkt sie lediglich eine interne Umverteilung, indem der Standardmix mehr Anteile aus Kernkraft bzw. nicht überprüfbaren Quellen enthält? Mit anderen Worten: Kann ich mit dem Bezug von Ökostrom wirklich einen Beitrag zum Umweltschutz leisten oder bessere ich damit lediglich meine persönliche Umweltbilanz auf?
Antwort: Vorerst muss man wissen, dass aufgrund physikalischer Gesetzmässigkeiten in den Stromnetzen stets ein Mischstrom fliesst. Ähnlich wie sich bei einem See mit mehreren Zuflüssen das Wasser vermischt, mischen sich auch im Stromnetz die unterschiedlichen Stromqualitäten, sodass aus der Steckdose des Strombezügers stets ein Mischprodukt heraus kommt.
Dennoch macht das gezielte Fördern von erneuerbaren Energien — und dem daraus gewonnenen Ökostrom — Sinn: Die Stromunternehmen sind verpflichtet, die nachgefragte (und teurer bezahlte) Menge eines bestimmten Stroms selbst zu produzieren oder andernorts produzieren zu lassen. Das heisst, dass die insgesamt bezahlte Menge an Strom aus Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie usw. effektiv auch produziert wird und in diesem Umfang Strom aus anderen Produktionsquellen wie Kohle-, Öl– oder Kernkraftwerken ersetzt.
Für Sie bedeutet das, dass Sie mit der Bestellung und Bezahlung von Ökostrom bewirken, dass die von ihnen bestimmte Art und Menge auch effektiv ins Netz eingespeist werden. Es wird zwar nicht exakt dieser Strom bei ihnen zuhause aus der Steckdose fliessen (siehe oben), aber Sie haben dafür gesorgt, dass dieser Strom produziert wird.
So können Sie ihren persönlichen Beitrag zu einer umweltverträglichen Stromproduktion leisten und dieser Beitrag kommt auch der Allgemeinheit zugute. Eine saubere Sache also!




3. Juli 2009 um 22:29
Atomstrom ist ÖKOSTROM!
Nur 8 Gramm CO2 und völlig nachhaltig. Dank Wiederaufarbeitung erneuerbar!
4. Juli 2009 um 11:44
Für was wenn es auch anders geht?:
Produktionsrisiken: Bei der Produktion von Atomenergie könnten radioaktive Stoffe austreten oder es könnte sogar zu einer Kernschmelze mit sehr weitreichenden und einschneidenden Folgen kommen. Der Schaden, der bei einem solchen „Super-Gau“ entstehen könnte, kann extrem gross sein und ist kaum zu beziffern. Wie bereits erwähnt, müssen sich die Kraftwerksbetreiber per Gesetz nur für Schäden bis zu CHF 1 Mrd. versichern (evtl. bald CHF 2,25 Mrd.). Weil die Schäden bei einem grossen Unfall weit höher sein könnten, stellen die nicht gedeckten Schäden ebenfalls externe Kosten dar. Die AKW-Befürworter betonen jedoch, dass durch die hohen Sicherheitsstandards und die neusten Atomkraftwerkstypen das Risiko für Unfälle minimal sei. Andere Formen der Stromproduktion (z.B. Gaskraftwerke) bergen zwar ebenfalls gewisse Risiken, doch sind diese sehr viel kleiner und weitgehend durch Versicherungen gedeckt.
Entsorgungsrisiken: Bei der Produktion von Atomenergie entstehen radioaktive Abfälle. Weil diese bis zu 100’000 Jahren strahlen, könnten auch durch die Abfälle Schäden entstehen, die ebenfalls nicht vollständig gedeckt wären. Die AKW-Befürworter sind aber überzeugt, dass das Entsorgungsproblem anhand von technischen Innovationen sicher gelöst werden könne. So müsse der Grossteil des radioaktiven Abfalls von Kraftwerken der 4. Generation bereits heute nur noch 300–400 Jahre lang gelagert werden anstatt bis zu 100 000 Jahren. Ein Teil der Abfälle wird aber auch weiterhin bis 100’000 Jahre gelagert werden müssen und die Überprüfung von geeigneten Standorten dauert noch an.
4. Juli 2009 um 12:52
Die technischen Probleme sind gelöst, nun müssen noch die politischen Hindernisse überwunden werden. Leider funktionieren Politiker nicht logisch, daher wird das schwierig und teuer. Viele Politiker wollen sich profilieren, indem sie vorgeben, Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen haben!
10. Juli 2009 um 11:27
Die Ch-Autoflotte umfasst ca. 2,4 Mio Fahrzeuge. Wie hoch schätzen Sie den dafür jährlich nötige Strombedarf, wenn die Hälfte dieser Flotte an der Stromdose hängen wird?
Es wird viel geschrieben über die Fortschritte bei strombetriebenen Fahrzeugen; aber niemand hat bisher über deren Auswirkungen auf dem Strommarkt eine Prognose publiziert!
12. Juli 2009 um 14:00
Bei entsprechend leistungsfähigen Batterien und einer normalen Kilometerleistung sollten 3000 Kilowattstunden (KWh) pro Fahrzeug ausreichen, bei diesem Beispiel also 3,6 Milliarden KWh, rund 6 % des heutigen Stromverbrauches der Schweiz. Ein grosses Kernkraftwerk kann 10– 13 Milliarden KWh pro Jahr bereitstellen. Der Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Gewicht, Leistung und gefahrene Kilometer. Weil Kapazität, Gewicht und Preis der Batterien bis heute die entscheidende Einschränkung von Leistung und Reichweite darstellen, hängt der mögliche Verbrauch von Elektroautos entscheidend von den verfügbaren Batterietypen ab.
Könnte eine Batterie von 200 Kg Gewicht für 2000 Euro Herstellungskosten den “Gegenwert” von 50 Litern Benzin (etwa 500 KWh) speichern und dabei 1000x wieder aufgeladen werden, würden die Verbrennungsmotoren ihre Existenzberechtigung verlieren.
Ein Elektromotor für ein Auto braucht kein Schmieröl, deshalb auch keinen Ölfilter und –kühler, ja nicht einmal zwingend eine Wasserkühlung. Auspuff und Luftfiltereisatz entfallen. Auch das Getriebe kann einfacher und leichter gebaut werden! Lärm und Abgase wären Vergangenheit.
13. Juli 2009 um 21:34
Weg mit dem ganzen linken und grünen Zeugs!
21. Juli 2009 um 22:40
Jedem der hier mitliest und sich wundert über Dauer-Forumsteilnehmer wie Markus Alder oder Atommichi auch bekannt als Michael Fehr empfehle ich dringlichst die Web-Seite http://www.kettenreaktion.ch zu besuchen.
Nachdem man sich über das Führunsorgan dieses Vereins informiert hat soll man sich auch diverse Berichte, speziell im Zusammenhang mit der Tschernobyl-Katastrophe, zu Gemüte führen!
Spätestens dann wird jedem klar, wessen Geistes diese Herren sind und das anfängliche Staunen über viele Beiträge erklärt sich.
Die Frage bleibt allerdings was die Axpo mit diesen Foren bezwecken möchte und WEM sie hier als Plattform dient?
Es fällt mir jedenfalls schwer zu glauben, dass eine Axpo mit diesen Push-Parolen einig geht.
Schon gar nicht kann ich glauben, dsss es sich eine Axpo erlauben kann sich einen politischen Anstrich zu verpassen!
22. Juli 2009 um 20:11
Unser Verein will sachlich und wohlwollend über die Kernenergie informieren und so die Akzeptanz dieser Zukunftsenergie fördern und verbessern!
23. Juli 2009 um 21:01
Auf http://www.kettenreaktion.ch kann sich jeder über den Verein, seine Ziele und seinen Vorstand informieren. Ausserdem sind Leserbriefe der Mitglieder gesammelt und sämtliche Ausgaben des “Bulletin” der letzten Jahre sind zu lesen.
Der Verein Kettenreaktion ist nicht von der Elektrizitätswirtschaft abhängig. Ich bin nie für ein Elektrizitätswerk oder einen direkten Zulieferer tätig gewesen. Sämtliche Mitglieder sind natürliche Personen, keine Firmen oder Verbände.
Wir setzen uns aus Idealismus für eine ökologisch und ökonomische Energiepolitik ein.
24. Juli 2009 um 19:36
Wenn aus Idealismus Fanatisnus wrd, bleibt leider auch die Sachlichkeit auf der Strecke!
Dieses Problem tritt übrigens auch bei Religionen auf.
25. Juli 2009 um 20:47
Rotgrün und Links ist Fanatismus pur! Weg damit.
Baut Kernkraftwerke und macht das Autobahnnetz endlich lückenlos.
Atomstrom für den Umweltschutz und weniger Vorschriften!
29. November 2009 um 15:39
Es wird uns nie gelingen, fanatische Kernenergie– Gegner zu überzeugen, denn die haben ein völlig eigenes Weltbild.
Wenn es uns aber gelingt, breiteren Bevölkerungskreisen aufzuzeigen, dass die Kernenergie nach heutigem Wissen mehr Vorteile als Nachteile hat, dann haben wir sehr viel erreicht.
Ich bin kein Naturwissenschaftler und lehne auch nicht pauschal alle unerklärlichen Phänomene als Humbug ab. Mir erscheint das natur– romantische und wissenschaftsfeindliche Weltbild der dogmatischen Kernenergie– Gegner doch etwas wirklichkeitsfremd.
Der Bau neuer Kernkraftwerke bedeutet für unser Land eine entscheidende Weichenstellung für Jahrzehnte. Dabei muss ganz klar über die künftige Wirtschafts– und Einwanderungspolitik diskutiert werden, denn eine Schweiz mit 7 Millionen Einwohnern wird zwangsläufig weniger Energie benötigen als ein Alpen– Hongkong mit 15 Millionen Einwohnern.
Umgekehrt steigert aber auch ein produktivitätsgestütztes Wirtschaftswachstum den Stromverbrauch entscheidend.
Indien will bis 2050 über Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 470 000 MW verfügen, wie Premierminister Singh im Oktober angekündigt hat. Damit soll die Abhänigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert werden und ein Betrag im Kampf gegen den Klimawandel geleistet werden. Damit würden die Inder etwa so viele Kernkraftwerke betreiben, wie heute die ganze Welt.
Weltweit gesehen geht es bestimmt nicht ohne Kernkraftwerke, zu gross ist das Wirtschaftswachstum in vielen Ländern, zudem muss der Treibhauseffekt wirksam bekämpft werden!
6. Dezember 2009 um 14:56
Vielleicht sollte man das Wirtschaftswachstum ganz allgemein in Frage stellen!
Jede exponentielle Kurve ist praktisch zum Kollaps verurteilt, im monetaren Bereich gabs in der jüngsten Vergangenheit offensichtliche Denkanstösse sofern man die Realität nicht verdrängt.
11. Dezember 2009 um 16:51
zum glück ist das verhältnis von strahlenden akw-befürworter in der realen welt kleiner als auf diesem blögg. das problem wie man erbgut-zerstörenden müll über 1000000 Jahr lagern soll, wie man nur sicherstellen soll, dass die information über generationen weitergegeben werden soll ist unklar. remember. die ch in der jetzigen form gibt es seit wenigen hundert jahren und sie wird auch nicht viele jahrhunderte überdauern. atommichi bitte melden. immer das gleiche blöcken ist keine Lösung!!!!
12. Dezember 2009 um 20:44
Die Probleme mit dem Atommüll werden von der Nagra gelöst.
Wir brauchen Atomkraftwerke für neue Arbeitsplätze!
Der atommichi ist schon gut, macht etwas für Wirtschaftswachstum, das uns neue Arbeitsplätze schaftt!
Bin froh
14. März 2010 um 09:54
Die Grünen sind einfach destruktiv. Ein Cadillac von 1969 ist umweltfreundlicher als ein Trabbi aus der von den Linken so geliebten DDR!
14. März 2010 um 21:55
Diese Grünen und Linken sind nicht unbedingt logisch.
15. März 2010 um 12:06
Politiker (jeder Couleur) sind nur logisch, wenn es um ihren persönlichen Vorteil geht!