Sie laufen und laufen und laufen …
Rund ein Viertel des Schweizer Stroms wird in Laufkraftwerken produziert. Diese an Flüssen gelegenen Kraftwerke liefern wichtige Bandenergie, also Strom, der rund um die Uhr zur Verfügung steht.
Bei den Wasserkraftwerken unterscheidet man vier Hauptkategorien: Laufkraftwerke, die das laufende Wasser von Flüssen nutzen; Speicherkraftwerke, die ihre Energie aus Stauseen beziehen; Pumpspeicherkraftwerke, die das gleiche Wasser mehrmals nutzen können, sowie Umwälzkraftwerke, also Pumpspeicherkraftwerke ohne natürliche Zuflüsse.
Die geographische Lage und die verfügbaren Wassermengen bestimmen, welcher Kraftwerktyp für den Betrieb am besten geeignet ist. Laufkraftwerke – wie das im Film “Karin will‘s wissen“ vorgestellte Kraftwerk Eglisau-Glattfelden – nutzen die Energie grosser Wassermassen mit kleinem Gefälle zur Stromproduktion. Damit ein Gefälle ausgenutzt werden kann, wird mit einem Stauwehr Wasser über mehrere Kilometer zurückgestaut. Das nutzbare Gefälle zwischen dem Wasserlauf vor dem Wehr, dem Oberwasser, und demjenigen nach dem Wehr, dem Unterwasser, ist gering. Es beträgt bis höchstens 30 m.
Im Maschinenhaus, meist über dem Wehr gelegen, befinden sich die Turbinen- und Generatoren-Einheiten. Die häufigste Turbinenform für Laufkraftwerke ist die Kaplanturbine, die einer Schiffsschraube gleicht. Zur Wehranlage gehören ein Überlauf, Wehrschütze zur Regulierung des Wasserstandes sowie ein Rechen zum Schutz der Anlage vor grösserem Treibgut. Damit Fische und Boote die Wehr passieren können, werden so genannte Fisch- und Bootstreppen gebaut.
Die Stromproduktion der Laufkraftwerke hängt von der Wasserführung der Flüsse ab und ist daher im Sommer grösser als im Winter. Im Tagesablauf produzieren Laufkraftwerke rund um die Uhr gleich viel Strom, sie liefern sogenannte Grundlast- oder Bandenergie. Insgesamt liegt der Anteil der Laufkraftwerke an der jährlichen Schweizer Stromproduktion bei rund 25 Prozent. (es)
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14. Juli 2009 um 21:48
Wasserkraft und Kernenergie sind unsere umweltfreundlichen, sicheren und wirtschaftlichen Stromquellen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Das Miteinander und die Rahmenbedingungen sind entscheidend. Ich erwarte von der Elektrizitätswirtschaft einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Umweltschutz, Versorgungssicherheit und tiefen Stromkosten. Kraftwerke und Hochspannungsleitungen müssen insbesondere auch ästhetischen Kriterien genügen. Die Nutzung der Wasserkraft sollte weder das Landschaftsbild noch den Erholungswert der Gewässer beeinträchtigen, ebenso sollen neue Kernkraftwerke sich gut in die Landschaft einfügen, attraktive Besucherzentren bieten und von naturnah gepflegten Grünflächen umgeben sein.
Die Elektrizitätswirtschaft tätig sehr grosse und sehr langfristige Investitionen, deshalb sollte sie auf die Bedürfnisse von Mensch und Natur speziell Rücksicht nehmen (müssen).
1. September 2009 um 22:31
Dummerweise sind die Stromkunden keine Bandenergiekonsumenten und so ist Frankreich auf Grund seiner Überproduktion an Nuklearer Bandenergie gezwungen teure, staatsfinanzierte KKWs im Sommer vom Netz zu nehmen, weil sie den Bandstrom selbst zu Dumpingpreisen nicht mehr los bringt bzw. selbst die Schweizer Pumpkraftwerke keinen zusätzlichen Strom mehr aufnehmen können.
http://alturl.com/vvi3
2. September 2009 um 21:13
Werft die leeren Pet- Flaschen in den Abfall, in der Kehrichtverbrennung entsteht so viel Strom, um die Atomkraftwerke zu verhindern!
14. April 2010 um 18:38
Es wird schon viel behauptet.
Frankreich hat keinen Stromüberschuss mehr, das Wirtschaftswachstum frisst Strom; das letzte neue KKW, Civaux 2, ging schon vor zehn Jahren ans Netz.
Im Oktober 2009 musste das Land Strom importieren.
Die Kehrichtverbrennungsanlagen liefern nur wenige Prozent der schweizerischen Stromproduktion. Ganz klar viel mehr als die Sonnenkollektoren und andere Alternativenergien, aber zehnmal weniger als die fünf einheimischen Atomkraftwerke. Weil in Europa wenige neue Kraftwerke im Bau sind und viele ältere ausgemustert werden müssen, entsteht eine Stromlücke. Stromimportland Italien setzt daher auf neue Atomkraftwerke, ebenso Grossbritannien, Russland und Polen. Deutschland, Schweiz und Österreich warten ab.
15. April 2010 um 22:17
2009 hat der Stromverbrauch trotz Masseneinwanderung um 2,1 % abgenommen. Nicht wegen grüner Politik oder “2000- Watt- Gesellschaft”, sondern einfach wegen der aussergewöhnlich starken Wirtschaftskrise. Weil sich diese im laufenden Jahr abschwächt, nimmt auch der Stromverbrauch wieder zu!
19. Mai 2011 um 19:27
Wir brauchen ökologischen Strom.
Die Umwelt muss einfach geschützt werden und wir brauchen erschwingliche Energie!
19. Mai 2011 um 22:52
@ Schnügel
Ein absolut weitsichtiges Statement!
Mit dem Begriff Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Dies geschieht in Abgrenzung insbesondere zu Kernkraft, Kohle und Erdöl.
21. Mai 2011 um 23:00
Kernenergie ist umweltfreundlich, da Emissionen verhindert werden!
21. Mai 2011 um 23:59
Umweltfreundlich wie in Tschernobyl und fukushima!
22. Mai 2011 um 20:31
Umweltfreundlich wie Uranminen.