. .

Grönland will CO2-Ausstoss vervielfachen

20. Juli 2009 | News | Ausland

20090720_news_ausland_140x140Hunderte Politiker sind bereits nach Grönland gereist und haben die ständig schwindenden Gletscher besucht: Das Symbol für den Klimawandel. Nun will aber auch das Vorzeigeland selbst mehr CO2 ausstossen.

Dänemarks Klimaministerin hat schon vielen bekannten Grönlands «schwitzende» Gletscher vor Augen geführt. Nun werden die vom Klimawandel stark betroffenen Grönländer diesen Effekt womöglich gar selbst beschleunigen: Um die eigene wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, wollen sie künftig mehr Emissionen zulassen.

Ende Juni 2009 hat das zum dänischen Königreich gehörende Grönland einen weiteren Schritt Richtung Unabhängigkeit gemacht. Seit kurzem verwaltet sich die Region selbst und will sich auch wirtschaftlich möglichst rasch von Dänemark lösen. Dies lässt sich jedoch nicht in Einklang bringen mit Grönlands Verpflichtungen im Kyoto-Protokoll, bis 2012 den CO2-Ausstoss um acht Prozent zu verringern. Statt Emissionen einzusparen will der «Inselstaat» den Ausstoss von knapp 700‘000 Tonnen auf bis zu 10 Millionen Tonnen ausbauen. Den Kritikern begegnet Grönland so: Auch wenn die Insel ihre Abgase vervielfache, sei der Anstieg so minimal, dass er international keine Rolle spiele.

Allein ein vom US-Konzern Alcoa geplantes Alu-Schmelzwerk würde Grönlands heutige Emissionsquote von 674‘000 Tonnen CO2 überschreiten. Noch viel grösser dürfte der Ausstoss werden, wenn vor Grönlands Küste dereinst Öl in grossen Mengen gefunden und gefördert würde.

Laut eigenen Berechnungen würde ein vom Öl und Rohstoff geprägter Aufschwung Grönland teuer zu stehen kommen: Die Insel müsste CO2-Quoten für über eine Milliarde Euro kaufen, was mehr als dem gesamten Staatshaushalt entspricht. Folglich fordern die Grönländer den Sonderstatus eines Entwicklungslandes, der zu mehr CO2-Ausstoss von berechtigt. In Dänemark, das weiterhin für die aussenpolitischen Belange Grönlands zuständig ist, stossen die Inselbewohner mit ihrem Anliegen aber auf taube Ohren: Grönland sei nicht mit der Dritten Welt zu vergleichen. (scc)

Weitere Beiträge:

 

6 Kommentare

  1. Auch in Grönland muss die Kernenergie genutzt werden!

  2. Umweltgeschwafel und Wirtschaftsfeindlichkeit schaden uns allen. Wirtschaftswachstum und technischer Fortschritt verbessern die Lebensbedingungen für alle Menschen!
    Raumfahrt und Kernenergie sind die Schlüsseltechnologien für dieses Jahrhundert.

    Kennedy Raumfahrtprogramm shat Wohlstand geschaffen!

  3. Kernenergie schafft noch mehr Wohlstand. Dank Schnellen Brütern kann das Energieproblem für Jahrtausende gelöst werden!

  4. Die bemannte Mondlandung vor 40 Jahren ist ein Beispiel, wie eine aussergewöhnliche Herausforderung den Fortschritt antreibt und so qualitatives Wachstum generiert. Auf dem Höhepunkt des Apollo- Programmes waren etwa 400 000 Menschen für die Mondlandung tätig. Es mussten nicht nur leistungsfähige Triebwerke, sondern auch entsprechende Steuerungen, Rechner usw. entwickelt werden. Die entsprechende Technologie konnte von der Industrie auch anderweitig verwertet werden. Das ab 1974 beschleunigte französische Kernenergieprogramm hatte ähnliche Auswirkungen; mehr Fortschritt, Investitionen und Ausbildung, dazu schon nach wenigen Jahren real sinkende Strompreise und reduzierte CO2- Emissionen durch die Stilllegung von Kohle- und Ölkraftwerken.
    Raumfahrt, Kernenergie sowie Informations- und Kommunkationstechnologien sind auf Jahrzehnte hinaus Wachstumsmotoren- Die Frage, wieviel und welches Wachstum wir wollen, muss aber der Politik -am liebsten fähigen Staatsmännern und interessierten Staatsbürgern überlassen bleiben.
    Gen- und Biotechnologien werden wohl in den nächsten Jahren -aus ethischen wie praktischen Gründen- stärker umstritten sein.

  5. Probleme mit Kernenergie und Fortschritt lösen, statt so Mist erzählen!

  6. Baut AKW und lasst uns Autofahrer und Töffler in Ruhe!

    Die Freiheitspartei macht die bessere Blocher- Politik als die SVP!

Schreiben Sie einen Kommentar

Wir freuen uns auf einen offenen Dialog, behalten uns aber das Recht vor, Beiträge im Sinne unserer Regeln zu kürzen oder gegebenenfalls zu löschen. Mehr dazu in unserer Netiquette.
* erforderliche Felder

*