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Die dunkle Seite der Energieproduktion

5. August 2009 | News | Öffentlichkeit

20090805_news_oeffentlichkeit_140x140Die Gewinnung von Energie ist gefährlich. In den letzten 35 Jahren starben im Zusammenhang mit der Energieproduktion weltweit 90’000 Menschen. Eine Studie gibt nun erstmals Auskunft über die Gefährlichkeit der einzelnen Energieträger.

Der Energiebedarf hat auch seine Schattenseiten, unter anderem fordert er Menschenleben. Beispielsweise kommen in chinesischen Kohlebergwerken in manchen Jahren mehrere Tausend Minenarbeiter ums Leben. Eine Tragödie löste 1976 auch ein gewaltiger Taifun über Zentralchina aus. Er führte zum Bruch zweier Staudämme und forderte 26‘000 Menschenleben.

Forscher des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben jüngst eine Studie zu schweren Unfällen im Energiebereich veröffentlicht. Demnach gab es im untersuchten Zeitraum von 1970 bis 2005 beinahe 2’400 schwere Energieunfälle, die insgesamt mehr als 90‘000 Menschenleben forderten. Die Studie blickt auch in die Zukunft. Unter Annahme des technologischen Fortschritts wagen die Forscher eine Prognose, wie risikoreich die einzelnen Arten der Energiegewinnung im Jahr 2050 sein könnten. Die Angaben sollen Energieunternehmen und Behörden künftig ebenfalls als Entscheidungshilfe für den Energiemix der Zukunft dienen.

Laut Studie sterben am meisten Menschen bei der Förderung von Kohle. Diese Opferzahlen sagen aber wenig über die effektive Gefahr des Energiesektors aus. Grund: Aus Kohle wird mehr Energie gewonnen als etwa aus Flüssiggas. Für einen aussagekräftigen Vergleich haben die Forscher die Todesfälle deshalb in Relation zur erzeugten Energiemenge gesetzt. Dies führt zur abstrakten Messgrösse «Tote pro Gigawattjahr (GWa)». Zur Veranschaulichung: Ein GWa entspricht in etwa der elektrischen Energie, die das Kernkraftwerk Gösgen pro Jahr liefert.

Aus diesem Blickwinkel ist in den Nicht-OECD-Ländern Flüssiggas mit 14 Toten pro GWa der gefährlichste Energieträger, gefolgt von Wasserkraft mit 8 Toten pro GWa. Bei der Kernkraft ist eine differenzierte Betrachtung notwendig, denn hier spielen die unmittelbaren Opfer eine untergeordnete Rolle. Bei der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl starben unmittelbar 31 Personen. Wichtiger sind die Todesfälle durch radioaktive Verstrahlung. Die Forscher des PSI kamen in einer früheren Studie zum Schluss, dass es als Folge des Unglücks 9’000 bis 33‘000 Todesopfer geben könnte. Anders sieht die Rechnung für die OECD-Länder aus. Hier gehören die Kernkraft mit null Toten pro GWa und die Wasserkraft mit 0,003 Opfern zu den mit Abstand sichersten Technologien. (scc)

 

6 Kommentare

  1. Die STudie beweist ganz klar, dass die KErnenergie sehr sicher, menschenfreundlich, umweltfreundlich und nachhaltig ist. Also müssen neue KKW gebaut werden.
    Das alte KKW Beznau ist nicht mehr total sicher, also müssen die alten Reaktorblöcke durch 2-3 neue EPR ersetzt werden, mit doppeltem Containment und Core- Catcher und noch mehr optimaler Sicherheit!

  2. nicht an alter technologie herumbasteln. wir brauchen 3 bis 5 neue KKWs. Das bringt exporeinkommen auch in der krise.

  3. Baut KKW und macht Druck auf linke und Grüne!

    Totale Sauerei!

    Schafft Tempo 120 ab, wir brauchen kein Waldsterben auf unseren Autobahnen!

  4. Richtig dunkle Seiten hat die Politik, die vielen Menschen das Leben gekostet hat!

  5. Atomkraftwerke sind sicher, umweltfreundlich, wirtschaftsfreundlich und geben uns billigen Strom. Politiker sind teuer und machen Probleme.

  6. MAcht sozialistische Politik!

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