Grönland: Unabhängig oder klimaschonend?
Grönland möchte unabhängiger werden und dafür massiv mehr CO2-Emissionen in Kauf nehmen. Umweltschützer und Forscher halten dagegen.
Der Klimawandel kennt viele Verlierer – Grönland ist einer der grössten. Dennoch will der Insel-Staat nun selbst zum “Klimasünder” werden: Um seine Unabhängigkeit von Dänemark zu forcieren, soll der industrielle Fortschritt vorangetrieben und damit der Ausstoss des klimaschädigenden Treibhausgases CO2 erhöht werden. Als Reaktion darauf holen einzelne Umweltschützer und Forscher zum Gegenschlag aus. Sie wollen herausfinden, ob und in welcher Form Grönland auf regenerative Energien setzen kann.
Dabei stellt sich die Frage: Ist Strom aus Wasser, Sonne und Wind im Land der Inuit und Eisberge überhaupt möglich? Auf den ersten Blick erscheint dieses Vorhaben ähnlich realistisch wie Skifahren in der Sahara. Aber es gibt sie tatsächlich, die ersten Gehversuche Grönlands auf dem Terrain umweltfreundlicher Energien.
Drei Wasserkraftwerke sind bereits in Betrieb, ein weiteres ist geplant. Artek, das Zentrum für arktische Technologie, testet in Assaqutaq an der Westküste Grönlands den Wirkungsgrad von Solarpanels. Ebenfalls im Westen der Insel soll dereinst das erste grönländische Windrad seine Runden drehen. Doch damit nicht genug: Selbst Biogasgewinnung aus verendeten Grönlandhaien, deren Fleisch für den Menschen ungeniessbar ist, wird erforscht.
So bemerkenswert diese Bemühungen auch sind, so eindeutig wiegen die natürlichen Schwächen. Das Klima Grönlands ist rauh, Wasserkraft ist allenfalls im milderen Süden für wenige Monate eine Option. Die Winter sind dunkel, auch wenn der Schnee für eine gewisse Helligkeit besorgt ist. Deshalb muss die Mitternachtssonne des arktischen Sommers effektiv genutzt werden, um Solarenergie zu gewinnen. Derzeit untersuchen die Forscher in Assaqutaq Vakuumröhrchen, die das Sonnenlicht aus jedem Winkel aufnehmen sollen. (jr)
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8. August 2009 um 17:47
Das rauhe Klima lässt Kernkraftwerke geeignet erscheinen und das Meerwasser ist eigentlich ideal für deren Kühlung. Je tiefer die Temperatur, desto höher der Wirkungsgrad. Zudem ist die Meerwasserkühlung billiger als Kühltürme.
Um nicht in die Abhänigkeit eines einzigen Energieträgers zu geraten, müssen zwingend andere Energien genutzt werden, auch wenn sie teurer und weniger ergiebig sind.
8. August 2009 um 21:57
Verzicht auf Atom bedeutet Abhängigkeit von den Oelscheichen!
Atomkraft bedeutet Befreiung der Werktätigen.
Wie schon unsere Bundesräte Spühler und Ritschard wussten!
9. August 2009 um 20:04
KKW bauen, aber kein politischer Ballast!
9. August 2009 um 23:23
Herr Alder scheint ein theoretischer Schreiberling zu sein, der sich noch nie mit technischen Problemen wie sie auch im Zusammenhang mit einem Kernkraftwerk auftreten real auseinander gesetzt hat!
Wenn er je eimal bei minus 40°C praktische Arbeit verrichtet hätte, würde er seine Phantastereien selber als gefährlichen Unsinn abtun.
Bei Temperaturen wie sie in Grönland herrschen, werden Vorschriften und Kontrollen zur Farce. Bei jeder noch so feudalen technischen Anlage brauchts den Menschen und der hat in gewissen Klimazonen seine eigenen Probleme.
Jede Klimazone hat ihren eigenen Perfektions- und Gründlichkeitsstandart!
10. August 2009 um 23:12
Die verwöhnten Wohlstandsschweizer kennen die Hitze Südeuropas nicht!
11. August 2009 um 21:49
Ich hoffe dem Esposito gefällt es gut im schweizer Wohlstand
Und ich hoffe perfekte Arbeit und Gründlichkeit belasten in nicht allzusehr mit Heimweh!
13. August 2009 um 18:53
Anders rum- vertrüllter Rassismus gegen Gastarbeiter, die von unserem Grosskapital missbraucht werden, um die Löhne zu drücken!
Kälte und Hitze werden vom menschlichen Erfindergeist überwunden.
Die Uhr am Kreml funktioniert auch bei – 40 Grad, während die Uhr an der Westminster Abbey schon bei – 20 stehen bleibt.
Die Transsibirische Eisenbahn und die Baikal- Amur- Magistrale zeigen, wie der Mensch sich in widrigem Umfeld behauptet!
14. August 2009 um 00:03
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Auch ein alter Sozi muss aufpassen wenn er Rassismus unterschiebt!
18. Dezember 2009 um 20:56
Tatsächlich waren die Russen bei der Kernenergie Pioniere, man denke an das KKW Obninsk bei Moskau, das schon 1954 als erstes der Welt in Betrieb genommen wurde und an die Brütertechnologie, die von den Russen jahrzehntelang erfolgreich genutzt wurde!
15. Februar 2010 um 20:57
Unabhängikeit, Freiheit und Natur sind heilige Werte, die mit Mut und Überzeugung verteidigt werden müssen.
20. Februar 2010 um 21:05
Die Sowjets waren Pioniere. Heute tritt die Volksrepublik China in die revolutionären Fussstapfen. Respekt. Aber was passiert, wenn der Dollar endgültig verfällt?
21. Februar 2010 um 18:51
Die Verehrer der kommunistischen Ideologie wollen die Welt immer noch durch Revolution verändern!
Der smarte Weg führt über Evolution.
21. Februar 2010 um 22:26
Unsere lieben Linken geraten sich in die Haare……….
Strebt nun die Antiatom- Bewegung Revolution oder Evolution an, wenn sie der “Bürgerlichen Bonzengesellschaft den Strom abstellen” will?
21. Februar 2010 um 23:10
Lehrsatz des Markus Alder:
Jeder Kernkraftgegner muss ein Linker sein, jeder Linke muss ein Kernkraftgegner sein!
Da sag ich nur, der wär besser Politikwissenschafter geworden statt Möchtegernpolitiker.