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Grönland: Unabhängig oder klimaschonend?

7. August 2009 - News, Aufgeschnappt

20090807_news_aufgeschnappt_140x140Grön­land möchte unab­hän­gi­ger wer­den und dafür mas­siv mehr CO2-Emissionen in Kauf neh­men. Umwelt­schüt­zer und For­scher hal­ten dage­gen.

Der Kli­ma­wan­del kennt viele Ver­lie­rer – Grön­land ist einer der gröss­ten. Den­noch will der Insel-Staat nun selbst zum “Kli­ma­sün­der” wer­den: Um seine Unab­hän­gig­keit von Däne­mark zu for­cie­ren, soll der indus­tri­elle Fort­schritt vor­an­ge­trie­ben und damit der Aus­stoss des kli­ma­schä­di­gen­den Treib­haus­ga­ses CO2 erhöht wer­den. Als Reak­tion dar­auf holen ein­zelne Umwelt­schüt­zer und For­scher zum Gegen­schlag aus. Sie wol­len her­aus­fin­den, ob und in wel­cher Form Grön­land auf rege­ne­ra­tive Ener­gien set­zen kann.

Dabei stellt sich die Frage: Ist Strom aus Was­ser, Sonne und Wind im Land der Inuit und Eis­berge über­haupt mög­lich? Auf den ers­ten Blick erscheint die­ses Vor­ha­ben ähnlich rea­lis­tisch wie Ski­fah­ren in der Sahara. Aber es gibt sie tat­säch­lich, die ers­ten Geh­ver­su­che Grön­lands auf dem Ter­rain umwelt­freund­li­cher Energien.

Drei Was­ser­kraft­werke sind bereits in Betrieb, ein wei­te­res ist geplant. Artek, das Zen­trum für ark­ti­sche Tech­no­lo­gie, tes­tet in Assaqutaq an der West­küste Grön­lands den Wir­kungs­grad von Solar­pa­nels. Eben­falls im Wes­ten der Insel soll der­einst das erste grön­län­di­sche Wind­rad seine Run­den dre­hen. Doch damit nicht genug: Selbst Bio­gas­ge­win­nung aus ver­en­de­ten Grön­land­haien, deren Fleisch für den Men­schen unge­niess­bar ist, wird erforscht.

So bemer­kens­wert diese Bemü­hun­gen auch sind, so ein­deu­tig wie­gen die natür­li­chen Schwä­chen. Das Klima Grön­lands ist rauh, Was­ser­kraft ist allen­falls im mil­de­ren Süden für wenige Monate eine Option. Die Win­ter sind dun­kel, auch wenn der Schnee für eine gewisse Hel­lig­keit besorgt ist. Des­halb muss die Mit­ter­nachts­sonne des ark­ti­schen Som­mers effek­tiv genutzt wer­den, um Solar­en­er­gie zu gewin­nen. Der­zeit unter­su­chen die For­scher in Assaqutaq Vaku­um­röhr­chen, die das Son­nen­licht aus jedem Win­kel auf­neh­men sol­len. (jr)

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14 Kommentare


  1. Markus Alder schrieb:

    Das rauhe Klima lässt Kern­kraft­werke geeig­net erschei­nen und das Meer­was­ser ist eigent­lich ideal für deren Küh­lung. Je tie­fer die Tem­pe­ra­tur, desto höher der Wir­kungs­grad. Zudem ist die Meer­was­ser­küh­lung bil­li­ger als Kühltürme.

    Um nicht in die Abhä­nig­keit eines ein­zi­gen Ener­gie­trä­gers zu gera­ten, müs­sen zwin­gend andere Ener­gien genutzt wer­den, auch wenn sie teu­rer und weni­ger ergie­big sind.

  2. Alter Sozi schrieb:

    Ver­zicht auf Atom bedeu­tet Abhän­gig­keit von den Oel­schei­chen!
    Atom­kraft bedeu­tet Befrei­ung der Werk­tä­ti­gen.
    Wie schon unsere Bun­des­räte Spüh­ler und Ritschard wussten!

  3. motorisierter Konsument schrieb:

    KKW bauen, aber kein poli­ti­scher Ballast!

  4. Anders rum schrieb:

    Herr Alder scheint ein theo­re­ti­scher Schrei­ber­ling zu sein, der sich noch nie mit tech­ni­schen Pro­ble­men wie sie auch im Zusam­men­hang mit einem Kern­kraft­werk auf­tre­ten real aus­ein­an­der gesetzt hat!

    Wenn er je eimal bei minus 40°C prak­ti­sche Arbeit ver­rich­tet hätte, würde er seine Phan­tas­te­reien sel­ber als gefähr­li­chen Unsinn abtun.
    Bei Tem­pe­ra­tu­ren wie sie in Grön­land herr­schen, wer­den Vor­schrif­ten und Kon­trol­len zur Farce. Bei jeder noch so feu­da­len tech­ni­schen Anlage brauchts den Men­schen und der hat in gewis­sen Kli­ma­zo­nen seine eige­nen Probleme.

    Jede Kli­ma­zone hat ihren eige­nen Per­fek­ti­ons– und Gründlichkeitsstandart!

  5. Esposito schrieb:

    Die ver­wöhn­ten Wohl­stands­schwei­zer ken­nen die Hitze Süd­eu­ro­pas nicht!

  6. Anders rum schrieb:

    Ich hoffe dem Espo­sito gefällt es gut im schwei­zer Wohl­stand
    Und ich hoffe per­fekte Arbeit und Gründ­lich­keit belas­ten in nicht all­zu­sehr mit Heimweh!

  7. Alter Sozi schrieb:

    Anders rum– ver­trüll­ter Ras­sis­mus gegen Gast­ar­bei­ter, die von unse­rem Gross­ka­pi­tal miss­braucht wer­den, um die Löhne zu drücken!

    Kälte und Hitze wer­den vom mensch­li­chen Erfin­der­geist überwunden.

    Die Uhr am Kreml funk­tio­niert auch bei — 40 Grad, wäh­rend die Uhr an der West­mins­ter Abbey schon bei — 20 ste­hen bleibt.

    Die Trans­si­bi­ri­sche Eisen­bahn und die Bai­kal– Amur– Magis­trale zei­gen, wie der Mensch sich in wid­ri­gem Umfeld behauptet!

  8. Anders rum schrieb:

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

    Auch ein alter Sozi muss auf­pas­sen wenn er Ras­sis­mus unterschiebt!

  9. Warmduscher schrieb:

    Tat­säch­lich waren die Rus­sen bei der Kern­en­er­gie Pio­niere, man denke an das KKW Obninsk bei Mos­kau, das schon 1954 als ers­tes der Welt in Betrieb genom­men wurde und an die Brü­ter­tech­no­lo­gie, die von den Rus­sen jahr­zehn­te­lang erfolg­reich genutzt wurde!

  10. Heimatschützer schrieb:

    Unab­hän­gik­eit, Frei­heit und Natur sind hei­lige Werte, die mit Mut und Über­zeu­gung ver­tei­digt wer­den müssen.

  11. Links rum schrieb:

    Die Sowjets waren Pio­niere. Heute tritt die Volks­re­pu­blik China in die revo­lu­tio­nä­ren Fuss­stap­fen. Respekt. Aber was pas­siert, wenn der Dol­lar end­gül­tig verfällt?

  12. Anders rum schrieb:

    Die Ver­eh­rer der kom­mu­nis­ti­schen Ideo­lo­gie wol­len die Welt immer noch durch Revo­lu­tion ver­än­dern!
    Der smarte Weg führt über Evolution.

  13. Markus Alder schrieb:

    Unsere lie­ben Lin­ken gera­ten sich in die Haare.….…..
    Strebt nun die Antia­tom– Bewe­gung Revo­lu­tion oder Evo­lu­tion an, wenn sie der “Bür­ger­li­chen Bon­zen­ge­sell­schaft den Strom abstel­len” will?

  14. Anders rum schrieb:

    Lehr­satz des Mar­kus Alder:
    Jeder Kern­kraft­geg­ner muss ein Lin­ker sein, jeder Linke muss ein Kern­kraft­geg­ner sein!

    Da sag ich nur, der wär bes­ser Poli­tik­wis­sen­schaf­ter gewor­den statt Möchtegernpolitiker.


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