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Australien bewilligt Mega-Erdgasprojekt

4. September 2009 | News | Ausland

20090904_news_ausland_140x140Australien hat die Erschliessung des grössten Erdgasvorkommens des Landes bewilligt. Trotzdem sollen Umwelt und Natur kaum beeinträchtigt werden.

50 Kilometer nordwestlich vor der Küste Westaustraliens liegt Barrow Island. Das Eiland im Indischen Ozean ist in etwa so gross wie der Kanton Zug, aber es darf getrost als “Energie-Hochburg” des 5. Kontinents bezeichnet werden. Die Insel ist die grösste Erdölförderstätte Australiens, seit über 40 Jahren wird dort das “Schwarze Gold” gewonnen. Und auch das grösste bekannte Erdgasvorkommen des Landes ist auf Barrow Island angesiedelt, für dessen Erschliessung Umweltminister Peter Garrett Ende August grünes Licht gegeben hat.

Der Baubeginn für das “Gorgon” genannte Gasprojekt ist für Ende Jahr vorgesehen. Das dafür zuständige Konsortium besteht aus den Erdölkonzernen ExxonMobil, Chevron und Royal Dutch Shell. Die Energiemultis wittern “fette Beute” auf Barrow Island: 40 Billionen Kubikmeter Gas schlummern im Untergrund, der Wert des Feldes wird auf 300 Milliarden US-Dollar, seine Lebensdauer auf 40 Jahre geschätzt. Angesichts solcher Zahlen beugte sich das Konsortium nur allzu bereitwillig den Forderungen Garretts, der den Unternehmen insgesamt 28 Umweltauflagen diktiert hatte. Denn auf Barrow Island leben 24 Tierarten, die nur dort heimisch sind.

Aber auch an das Klima hat Australiens Politik bei der Bewilligung gedacht. “Gorgon”-Gas gilt als relativ CO2-reich, weshalb es vor dem Verkauf gereinigt werden muss. Im Zuge dessen ist geplant, die dabei entstehenden Emissionen abzutrennen und mittels der Carbon-Capture-and-Storage-Technologie jahrzehntelang im Boden zu speichern. (jr)

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