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Der Öko-Wolkenkratzer

12. Oktober 2009 - News, Ausland

20091012_news_ausland_140x140Die Chi­ne­sen bauen der­zeit am “grüns­ten“ Hoch­haus der Welt. Der 310 Meter hohe Pearl River Tower in Guang­zhou erzeugt die Ener­gie, die er braucht, selbst.

Der «Pearl Tower» wird welt­weit das erste Hoch­haus sein, das die gesamte benö­tigte Ener­gie selbst pro­du­ziert. Bezugs­be­reit soll er Ende 2010 sein. Strom gewinnt der Turm durch eine aus­ser­ge­wöhn­li­che Fas­sade. An den Aus­sen­wän­den besitzt der 71 Stock­werke hohe Wol­ken­krat­zer zwei grosse, aero­dy­na­misch geformte Öffnun­gen. Der Wind wird durch die Geo­me­trie des Gebäu­des beschleu­nigt, wie in einem Trich­ter kom­pri­miert und durch die Tun­ne­löff­nun­gen gepresst. Im Innern des Tun­nels sind Wind­tur­bi­nen ange­bracht, die Ener­gie für Hei­zung, Belüf­tung und Kli­ma­an­la­gen erzeu­gen. Berech­nun­gen zufolge wird die Anlage jähr­lich eine Mil­lio­nen Kilo­watt­stun­den Strom erzeu­gen. Als ergän­zende Ener­gie­quel­len die­nen in der Glas­fas­sade ein­ge­brachte Foto­vol­ta­ik­zel­len und Sonnenkollektoren.

20091012_news_ausland_140x377Ins­ge­samt wird der Pearl River Tower mehr Strom erzeu­gen, als er selbst benö­tigt, wodurch ein Teil der Ener­gie ins Strom­netz der Stadt gespeist wer­den kann. Viel Wert legen die Kon­struk­teure auch auf einen gerin­gen Ener­gie­ver­brauch des Gebäu­des: So wird bei­spiels­weise mit einer spe­zi­ell kon­zi­pier­ten Gewölb­e­de­cke noch mehr Tages­licht ins Innere des Gebäu­des gebracht.

Ent­wi­ckelt hat den «grü­nen Turm» das ame­ri­ka­ni­sche Archi­tek­tur­büro Skid­more, Owings & Mer­rill, das bereits für die Kon­struk­tion des Burj Dubai, des höchs­ten Wol­ken­krat­zers der Erde, ver­ant­wort­lich war. Wie viel der Bau der­einst kos­ten wird, ist nicht bekannt. Sicher ist hin­ge­gen: Der «Öko Turm» kann sich nicht voll­um­fäng­lich auf die Lau­nen der Natur ver­las­sen, denn irgend­wann wird der Wind auch aus­blei­ben. Zur Deckung all­fäl­li­ger Ener­gie­de­fi­zite ste­hen im Kel­ler des Towers Brenn­stoff­zel­len. (scc)

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7 Kommentare


  1. Arbeiter, der einfach genug von den roten und Grünen hat! schrieb:

    Glaub ich nicht. Die reden schon seit 30 Jah­ren von Alter­na­tiv­en­er­gie und nie­mand glaubt mehr daran!
    Auch die Chi­ne­sen sind nicht dumm, sie wer­den gmer­kig und baeuen auch für KKW!

  2. Warmduscher schrieb:

    Wir haben schon lange die Nase voll von Rot­grü­nen und ande­ren Studierstubenideologen!

  3. Guntram Rehsche schrieb:

    Nicht glau­ben nützt nichts — der Stand der Dinge ist fol­gen­der: Im Okto­ber 2010 wird der Pearl River Tower fer­tig­ge­stellt. Mit 310 Metern und 71 Stock­wer­ken pro­du­ziert der Tower seine kom­plett benö­tigte Ener­gie selbst. Ent­wi­ckelt wurde das Gebäude von den Chi­ca­goer Archi­tek­ten Skid­more, Owings & Mer­rill, die sich schon mit eini­gen Wol­ken­krat­zern beschäf­tigt haben. Wie dem Burj Dubai, dem höchs­ten Gebäude der Welt.

    Das Beson­dere des Pearl River Towers sind die zwei gro­ßen Öffnun­gen an der Außen­fas­sade. Durch diese wird zum einen der Wind­druck abge­baut und zum ande­ren der Wind in das Gebäudein­nere gelei­tet. Ein Wind­tun­nel führt die Winde dann auf Tur­bi­nen, die Luft in Ener­gie für Hei­zung, Kli­ma­an­la­gen und vie­les mehr umwan­delt. Nach Berech­nun­gen sol­len damit circa eine Mil­lion Kilo­watt­stun­den Strom erzeugt werden.

    Zudem befin­den sich an der Außen­fas­sade Son­nen­kol­lek­to­ren, die die Son­nen­ein­strah­lung zur Ener­gie­ge­win­nung nut­zen. Mit zusätz­li­chen Solar­pane­len wird war­mes Was­ser erzeugt. Eine dop­pelte Vorhang-Fassade und eine extra spe­zi­ell kon­zi­pierte Gewölb­e­de­cke las­sen somit noch mehr Tages­licht in die Räume. Durch diese Maß­nah­men wird mehr Ener­gie pro­du­ziert als benö­tigt, so dass die über­schüs­sige Ener­gie an Strom­netze der Stadt wei­ter­ge­lei­tet wer­den kann.

    Wäh­rend also hier­zu­lande die Wirk­sam­keit der Erneu­er­ba­ren immer wie­der und mit reli­giö­sem Eifer bestrit­ten wir, machen es die ande­ren ein­fach. Zum Bei­spiel auch die Chinesen.…

  4. Markus Alder schrieb:

    Ob das wirk­lich so funk­tio­niert, wie es behaup­tet wird .… oder hat da ein­fach einer etwas falsch ver­stan­den, weil er nur hoch­deutsch ver­steht .… Es wird immer wie­der von Alter­na­tiv­en­er­gie Wun­dern weit weg geschrie­ben.… immer so, dass es nicht über­prüf­bar ist. Wenn man die Elek­tri­zi­täts­sta­tis­ti­ken der ver­schie­de­nen Län­der ansieht
    http://www.iea.org , dann stellt man mit Erstau­nen fest, dass diese Alter­na­tiv­en­er­gien nir­gends auf der Welt, nicht ein­mal in Deutsch­land und Frank­reich, eine bedeu­tente Rolle spie­len .… Dafür wird in Deutsch­land, Russ­land, den USA sowie China und Indien, sehr viel Strom aus Kohle erzeugt…

  5. Richtig rum schrieb:

    Wenn einer, der gegen Wirt­schafts­wachs­tum schimpft, für die Kern­kraft ein­steht, so passt ein Kamel durch ein Nadel­öhr!
    Wenn einer so tut, als wäre er ein Bür­ger­li­cher, aber jedes Wirt­schafts­wachs­tum heim­lich hin­ter­fragt, soll er gleich zu den Grü­nen gehen!

  6. Richtig rum schrieb:

    Jaja, diese Alter­na­tiv­en­er­gien!
    Wahre Wun­der, aber lei­der in der Rea­li­tät nicht überprüfbar!

  7. besame mucho schrieb:

    Wol­ken­krat­zer sind geil.
    Der Chi­ne­se­un­ter ihnen sieht aber bekloppt aus!


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