Könnten Sie mir sagen, wieviele Haushalte man mit einer Gigawattstunde Strom versorgen kann?
Frage von Beat Waldmeier: Könnten Sie mir sagen, wieviele Haushalte man mit einer Gigawattstunde Strom versorgen kann?
Antwort: Bei den Verbrauchswerten der einzelnen Haushalte gibt es – abhängig u.a. von Wohnfläche, Personenzahl und elektrischen Einrichtungen und Geräten – markante Unterschiede. Man muss also bei diesen Berechnungen Durchschnittswerte zu Hilfe nehmen. In der Schweiz ist dabei die Annahme eines durchschnittlichen Jahresverbrauchs von rund 5000 kWh pro Haushalt üblich.
Somit würde eine GWh (= 1 Mio. kWh) reichen, um ca. 200 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.
Interessant übrigens, dass der durchschnittliche Stromverbrauch pro Kopf höher liegt als derjenige eines Haushalts, nämlich in der Schweiz bei rund 7800 kWh. Dies deshalb, weil Strom ausser im Haushalt ja auch in Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben, im Verkehr und im öffentlichen Bereich verbraucht wird.


19. September 2010 um 11:19
Wie viele Haushalte eine Energiequelle versorgen kann, ist keine brauchbare Mengenangabe. Nur ein kleiner Bruchteil unseres Energiebedarfs läuft über das „Konto“ Haushalt (z.B. in der Schweiz 22%). Wir sollten immer sagen, wie viele Personen von einer Quelle versorgt werden können. Es ist üblich, bei dieser Angabe die gesamte pro Person (zumindest im Inland) aufgewendete Energie zu rechnen.
Das Rechnen mit “Stromverbrauch pro Haushalt” ist leider weit verbreitet. Eine Energiequelle sieht so wesentlich effizienter aus. Solche Betrachtungen tragen leider dazu bei, dass wir unsere Fortschritte auf dem schwierigen Weg zur Ablösung der fossilen Brennstoffe überschätzen. Anstatt den Anteil der nicht fossilen Energieversorgung zu vergrössern, schrumpft dieser zusehends auf nun noch 15% des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs.
Übrigens gibt’s noch eine ganze Reihe solcher Tricks. Bekannt ist z.B. der je nachdem stark verzerrende Trick des Leistungsvergleichs. Z.B. Windkraftanlagen erreichen hohe Leistungen. Beim objektiven Vergleich der produzierten Strommenge je Jahr sieht’s dann wesentlich schlechter aus.
19. September 2010 um 19:12
Besser Kernkraftwerke statt Ideologen!
21. September 2010 um 00:21
Die Monologe unseres vereinsamten Ideologen nehmen langsam “richtig rum” bedauerliche Formen an!
Ein klassischer Fall für den Psychologen.