Strom unterwegs – auf “Autobahnen” und “Quartierstrassen”
Eine Besonderheit von grossen Kraftwerken ist, dass sie zumeist weit entfernt von den grossen Verbraucherzentren liegen. Der Strom wird in den Generatoren dieser Kraftwerke erzeugt und dort ins Netz, in die Stromleitungen, eingespeist.
Die Stromproduktion in der Schweiz stützt sich auf zwei bewährte Pfeiler: Aus Wasserkraftwerken stammen rund 55%, aus Kernenergie ca. 40% der hier produzierten elektrischen Energie. Bei der Wasserkraft liefern die Speicherkraftwerke in den Berggebieten rund 30% und die Laufwasserkraftwerke an grösseren Flüssen 25%. Die restlichen 5% teilen sich konventionell-thermische Anlagen und die neuen erneuerbaren Energien. Eine Besonderheit dieser Kraftwerke ist es, dass sie zumeist weit entfernt von den grossen Verbraucherzentren liegen. Die Verbindung von den Produktionsstätten zu den Verbrauchern stellt das Elektrizitätsnetz sicher.
Der Strom wird in den Generatoren der Kraftwerke erzeugt und dort ins Netz, in die Stromleitungen, eingespeist. Das Übertragungsnetz, vergleichbar mit den Autobahnen im Strassenverkehr, transportiert den Strom mit der hohen Spannung von 380‘000 Volt bzw. 220‘000 Volt über grosse Strecken. So können die Übertragungsverluste gering gehalten werden. Über die verschiedenen Spannungsebenen des Verteilnetzes – vergleichbar mit Kantons-, Gemeinde- und Quartierstrassen – gelangt der Strom in die Regionen und Ortschaften und schliesslich zu den Endverbrauchern. Die Transformierung (Umwandlung) auf die gewünschte Spannungsebene erfolgt jeweils in entsprechenden Unterwerken oder Trafo-Stationen. Zum einzelnen Hausanschluss gelangt der Strom schliesslich mit 400 V oder 230 V, der in der Schweiz gebräuchlichen Haushaltspannung.
Fast 250‘000 km, also den sechsfachen Erdumfang, misst das Schweizer Verteilnetz, rund vier Fünftel davon sind im Boden verkabelt. Das Übertragungsnetz bringt es auf 6700 km Länge. Es besteht aus Betriebs- und Kostengründen vorwiegend aus Freileitungen. Dieses hochkomplexe System sorgt dafür, dass wir immer und überall Strom haben.
Schweizerischer Netzverbund
Die Übertragungs- und Höchstspannungsleitungen (230 und 400 kV) überziehen das gesamte Gebiet der Schweiz und bilden ein zusammenhängendes “vermaschtes” System, das so genannte Verbundnetz. Das Verbundnetz greift auch über die Landesgrenzen hinweg und ist so ein Teil des europäischen Netzes, über das sich der internationale Stromaustausch abwickelt.
Der Stromverbund ermöglicht den Ausgleich von Energieüberfluss und Energiemangel zwischen einzelnen Regionen, eine bessere Auslastung und damit den wirtschaftlichen Betrieb der Kraftwerke sowie die Versorgungssicherheit als Voraussetzung für eine gut funktionierende Wirtschaft.
Weitere Beiträge:
- Karin will es wissen – Strom unterwegs
- Strom unterwegs – Service public
- Karin will es wissen – Kernenergie



5. Februar 2010 um 20:28
Baut neue Atomkraftwerke und neue Hochspannungsleitungen, für neue Arbeitsplätze für Schweizer!
Endlich wieder Wohlstand wie 1980!!!!!!!!!!!!!!
12. August 2010 um 20:55
…… Dank Investitionen wie zu Roosevelts ZEiten und einer sinnvollen Bildungspolitik, welche das Interesse am Fortschritt und den Naturwissenschaften frühzeitig zu wecken weiss!
16. August 2010 um 07:23
Völlig richtig und innvovativ.
Der wissenschaftlich- technische Fortschritt ist die treibende Kraft für ein gesundes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zur Sicherung unserer Sozialwerke!