Solartech-Gigant Sponsor bei Fussball-WM
Die chinesische Solarindustrie läuft den europäischen Herstellern den Rang ab. Das zeigt sich auch im Sponsoring: Chinas Solartech-Gigant Yingli ist Sponsor der Fussball-WM in Südafrika.
Seit 2004 wächst Chinas Branche für erneuerbare Energie jedes Jahr um 50 Prozent. Ein Grund dafür sind die Milliardensubventionen der chinesischen Regierung, die in der zukunftsträchtigen Branche die Nase um jeden Preis vorn haben will. Diese Subventionen lassen Chinas Hersteller 30 Prozent billiger produzieren als die Konkurrenz – und mit der entsprechenden Wechselkurspolitik sorgt das Reich der Mitte zusätzlich für günstige Produkte.
Von der staatlichen Förderung stark profitiert hat auch Yingli, das nun als erstes Unternehmen für erneuerbare Energien Sponsor einer Fussball-Weltmeisterschaft wird. Yingli, dessen Aktien seit 2009 an der New Yorker Börse gehandelt werden, wird für 20 Fifa-Standorte in Südafrika Sonnenkollektoren liefern und sich für das Green-Goal-Umweltschutz-Konzept des Weltfussballverbandes einsetzen.
Yingli ist das erste chinesische Unternehmen überhaupt, das als Sponsor bei einer Fussball-WM auftritt. «Mit diesem Sponsoring antworten wir auf die weltweit stetig wachsende Nachfrage nach erneuerbarer Energie», sagt Yingli-Präsident Liansheng Miao. Seine Firma sei stolz darauf, die Solarenergie für die gesamte Menschheit zu einer nachhaltigen und kosteneffizienten Technologie zu machen.
Yingli ist auch im amerikanischen und in verschiedenen europäischen Märkten tätig. Hinkte die asiatische Technik anfänglich der Europäischen in Sachen Leistung und Haltbarkeit noch hinterher, haben die Chinesen den Rückstand mittlerweile aufgeholt. Trotzdem haftet Yingli ein Billig-Image an. Um davon wegzukommen, liess der Konzern seine Produkte etwa in Deutschland kürzlich vom TÜV zertifizieren und will sie künftig nur noch mit dessen Siegel anbieten. (scc)


