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Wie stark strahlen Energiesparlampen wirklich?

26. Februar 2010 | News | Öffentlichkeit

100226_news_oeffentlichkeit_140x140Die hochgelobten Energiesparlampen haben einen Makel. Laut neusten Erkenntnissen strahlen sie viel stärker als vermutet. Beim Bund existiert dazu eine (noch geheime) Studie.

Stromsparlampen haben eine extrem lange Lebensdauer und sind damit kostengünstiger als konventionnelle Glühbirnen. Nun scheint aber ein bedeutender negativer Effekt hinzuzukommen: Wegen der grossen elektromagnetischen Strahlung können Stromsparlampen krank machen. Laut einer deutschen Studie strahlt eine einzige Lampe wie zehn Basisstationen eines Schnurlostelefons, wie die meisten Leute eines in ihrem Haushalt stehen haben.

Elektrosmog, welcher von Stromsparlampen ausgeht, hat auch das Bundesamt für Energie (BFE) ein zweites Mal untersucht. Noch gelten in Bern aber die die Resultate der ersten Studie aus dem Jahr 2004 als offizielle Haltung. Damals kam die Behörde zum folgenden Schluss: Die elektromagnetischen Felder von Energiesparlampen seien für die menschliche Gesundheit ungefährlich und kaum grösser als bei herkömmlichen Glühbirnen. Anders dürfte das Resultat der im vergangenen Dezember abgeschlossenen BFE-Studie ausgefallen sein. Die Ergebnisse liegen längst vor, bleiben aber noch einige Wochen unter Verschluss. Dies lässt vermuten, dass die aktuellste Studie wohl zu anderen Ergebnissen kommt als jene aus dem Jahr 2004. Das BFE wie auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) dürfte dies in Verlegenheit bringen.

Dass Energiesparlampen hochfrequente Strahlung erzeugen, ist nicht zu vermeiden. Grund dafür ist das Gasgemisch in den Glasröhren, welches je nach Hersteller zwischen 30‘000 bis 60‘000-mal pro Sekunde gezündet wird. Die Strahlung beträgt damit 30 bis 60 Kilohertz. Die Schweizer Studie aus dem Jahr 2004 wurde bereits vor Jahren von zahlreichen Experten angezweifelt. Kritisiert wurde in erster Linie die Art der Studie, welche laut Kritikern die Immissionen von Sparlampen zu Gunsten des Stromspareffektes verheimlichen sollte. Laut BFE wird der Energiespareffekt in der Schweiz – sofern alle Lampen durch Sparlampen ersetzt würden – zwei Prozent betragen (in der EU vier Prozent).

Bedenkenlos einsetzen kann man Energiesparlampen laut Experten aber in hohen Räumen. Denn: Je weiter man sich von der elektromagnetischen Quelle entfernt, desto geringer sind mögliche gesundheitliche Probleme. In Restaurants oder Sitzungszimmern mit Deckenbeleuchtungen mit vielen Sparlampen kann die Strahlung für empfindliche Menschen aber auch bei hohen Räumen Auswirkungen haben. Besonders sinnvoll sind Sparlampen an Orten, wo das Licht lange brennt und man sich normalerweise nicht allzu lange aufhält. (scc)

 

4 Kommentare

  1. Mit den neuen LED- Lampen, die noch weniger Strom verbrauchen sollen, ist auch das Problem der Strahlung zumindest weitgehend gelöst.
    Momentan sind sie noch etwas schwach und sehr teuer, aber diese Probleme werden bald entschärft.

  2. Gemäss der Empfehlung habe ich meinen Haushalt mit energiesparlampen ausgerüstet. Ich litt an massieven Schlafstörungen. Nächtelang wach geblieben. Jetzt habe ich wieder Glühlampen eingebaut. Resultat. Ich kann wieder schlafen. Ich warte sehnlichst auf die LED Leuchten. Energiesparlampen sind definitiv MIST!!!

  3. Energiesparlampen, die uns für teures Geld verkauft werden, sind nicht nur wegen der Strahlung gefährlich, sondern auch weil sie, wie die Solarzellen, giftige Schwermetalle enthalten. Die “Grünen” werfen sie -gemäss eigenen Aussagen-in den Haushaltkehricht, weil sie sich von der Kehrichtverbrennung “Alternativenergie- Strom” erhoffen.

  4. Grüne können wir uns nicht mehr leisten!

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