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Strom unterwegs – auf “Autobahnen” und “Quartierstrassen”

5. Februar 2010 - Wissen, Versorgung

20100205_wissen_versorgung_3_140x140Eine Beson­der­heit von gros­sen Kraft­wer­ken ist, dass sie zumeist weit ent­fernt von den gros­sen Ver­brau­cher­zen­tren lie­gen. Der Strom wird in den Gene­ra­to­ren die­ser Kraft­werke erzeugt und dort ins Netz, in die Strom­lei­tun­gen, eingespeist.

Die Strom­pro­duk­tion in der Schweiz stützt sich auf zwei bewährte Pfei­ler: Aus Was­ser­kraft­wer­ken stam­men rund 55%, aus Kern­en­er­gie ca. 40% der hier pro­du­zier­ten elek­tri­schen Ener­gie. Bei der Was­ser­kraft lie­fern die Spei­cher­kraft­werke in den Berg­ge­bie­ten rund 30% und die Lauf­was­ser­kraft­werke an grös­se­ren Flüs­sen 25%. Die rest­li­chen 5% tei­len sich konventionell-thermische Anla­gen und die neuen erneu­er­ba­ren Ener­gien. Eine Beson­der­heit die­ser Kraft­werke ist es, dass sie zumeist weit ent­fernt von den gros­sen Ver­brau­cher­zen­tren lie­gen. Die Ver­bin­dung von den Pro­duk­ti­ons­stät­ten zu den Ver­brau­chern stellt das Elek­tri­zi­täts­netz sicher.

Der Strom wird in den Gene­ra­to­ren der Kraft­werke erzeugt und dort ins Netz, in die Strom­lei­tun­gen, ein­ge­speist. Das Über­tra­gungs­netz, ver­gleich­bar mit den Auto­bah­nen im Stras­sen­ver­kehr, trans­por­tiert den Strom mit der hohen Span­nung von 380‘000 Volt bzw. 220‘000 Volt über grosse Stre­cken. So kön­nen die Über­tra­gungs­ver­luste gering gehal­ten wer­den. Über die ver­schie­de­nen Span­nungs­ebe­nen des Ver­teil­net­zes – ver­gleich­bar mit Kantons-, Gemeinde– und Quar­tier­stras­sen – gelangt der Strom in die Regio­nen und Ort­schaf­ten und schliess­lich zu den End­ver­brau­chern. Die Trans­for­mie­rung (Umwand­lung) auf die gewünschte Span­nungs­ebene erfolgt jeweils in ent­spre­chen­den Unter­wer­ken oder Trafo-Stationen. Zum ein­zel­nen Haus­an­schluss gelangt der Strom schliess­lich mit 400 V oder 230 V, der in der Schweiz gebräuch­li­chen Haushaltspannung.

Fast 250‘000 km, also den sechs­fa­chen Erd­um­fang, misst das Schwei­zer Ver­teil­netz, rund vier Fünf­tel davon sind im Boden ver­ka­belt. Das Über­tra­gungs­netz bringt es auf 6700 km Länge. Es besteht aus Betriebs– und Kos­ten­grün­den vor­wie­gend aus Frei­lei­tun­gen. Die­ses hoch­kom­plexe Sys­tem sorgt dafür, dass wir immer und über­all Strom haben.

Schwei­ze­ri­scher Netz­ver­bund
Die Über­tra­gungs– und Höchst­span­nungs­lei­tun­gen (230 und 400 kV) über­zie­hen das gesamte Gebiet der Schweiz und bil­den ein zusam­men­hän­gen­des “ver­masch­tes” Sys­tem, das so genannte Ver­bund­netz. Das Ver­bund­netz greift auch über die Lan­des­gren­zen hin­weg und ist so ein Teil des euro­päi­schen Net­zes, über das sich der inter­na­tio­nale Strom­aus­tausch abwi­ckelt.
Der Strom­ver­bund ermög­licht den Aus­gleich von Ener­gie­über­fluss und Ener­gie­man­gel zwi­schen ein­zel­nen Regio­nen, eine bes­sere Aus­las­tung und damit den wirt­schaft­li­chen Betrieb der Kraft­werke sowie die Ver­sor­gungs­si­cher­heit als Vor­aus­set­zung für eine gut funk­tio­nie­rende Wirtschaft.

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3 Kommentare


  1. Arbeitsloser schrieb:

    Baut neue Atom­kraft­werke und neue Hoch­span­nungs­lei­tun­gen, für neue Arbeits­plätze für Schweizer!

    End­lich wie­der Wohl­stand wie 1980!!!!!!!!!!!!!!

  2. Produktion und Innovation für die Realwirtschaft schrieb:

    .….. Dank Inves­ti­tio­nen wie zu Roo­se­velts ZEi­ten und einer sinn­vol­len Bil­dungs­po­li­tik, wel­che das Inter­esse am Fort­schritt und den Natur­wis­sen­schaf­ten früh­zei­tig zu wecken weiss!

  3. Richtig rum schrieb:

    Völ­lig rich­tig und inn­vo­va­tiv.
    Der wis­sen­schaft­lich– tech­ni­sche Fort­schritt ist die trei­bende Kraft für ein gesun­des und nach­hal­ti­ges Wirt­schafts­wachs­tum zur Siche­rung unse­rer Sozialwerke!


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