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Vom Fiat Cinquecento zum “UC?”

25. Februar 2010 - Wissen, Gesellschaft

100225_wissen_gesellschaft_140x140Der erste Ent­wurf für den Bau des “UC?” wurde Ende Sep­tem­ber 2009 bei Rin­speed ein­ge­reicht, wei­tere Vor­schläge folg­ten. Auch Per­so­nen mit kei­ner­lei Erfah­rung im Bereich des Fahr­zeug­baus lies­sen sich von der Vision Rin­der­knechts inspi­rie­ren. “Wir erhal­ten öfters Anfra­gen von Desi­gnern, die mit uns zusam­men­ar­bei­ten möch­ten”, meint der Rinspeed-Boss. Wegen Zeit­man­gel ent­schloss sich Rin­der­knecht aber, sei­nen 16. Con­cept Car mit dem Desi­gner sei­nes lang­jäh­ri­gen Part­ners, Peter Kägi von Esoro, zu entwerfen.

Das Aus­gangs­auto für die Kon­struk­tion des “UC?”, ein Fiat 500, wurde bei Esoro in Fäl­lan­den in seine Ein­zel­teile zer­legt, gekürzt und neu zusam­men­ge­baut. Die End­ar­beit ist also zu hun­dert Pro­zent “Swiss made”. Und woher stam­men die Zulie­fe­rer? Hier gibt Rin­der­knecht an, dass die rund 20 Lie­fe­ran­ten auf der gan­zen Welt ver­teilt sind. Dies brachte oft­mals Ver­zö­ge­run­gen mit sich, die den Tüft­ler aber nie an der Umset­zung sei­nes Pro­jekts zwei­feln lies­sen. Rin­der­knecht erklärt: “Am Auf­wän­digs­ten sind die beweg­li­chen Kom­po­nen­ten, wie bei­spiels­weise die Heckhaube”.

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Das metal­li­sche Grün der Aus­sen­hülle und die pop­pi­gen Far­ben des Inte­ri­eurs sind nur zwei Merk­male des “UC?”. Der Zwei­sit­zer erreicht eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 120 Stun­den­ki­lo­me­tern, beschleu­nigt bin­nen 4.1 Sekun­den auf 50 Stun­den­ki­lo­me­ter und ver­fügt über eine Reich­weite von gut 100 Kilo­me­tern. Die Moto­ren­leis­tung beträgt maxi­mal 30 Kilo­watt. Die Auf­hän­gung vorne besteht aus einem Drei­eck­len­ker, die Auf­hän­gung hin­ten aus einer Ver­bund­len­ker­achse. Die wohl grösste Beson­der­heit ist, dass der “UC?” kein Lenk­rad besitzt. Der Flit­zer wird bloss mit einem Joy­stick gesteu­ert. In dem klei­nen Innen­raum des “UC?” benö­tigt der Joy­stick deut­lich weni­ger Platz und sieht zudem schick aus. Die Idee ist nicht ganz neu wie Rin­der­knecht erklärt: “Das Sys­tem mit der Steue­rung per Joy­stick kommt in Behin­der­ten­fahr­zeu­gen zum Ein­satz. Wir wis­sen aber, dass unser Vor­schlag gewöh­nungs­be­dürf­tig und noch nicht seri­en­taug­lich ist.”

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Der Elek­tro­an­trieb gehört aller­dings schon heute zur Stan­dard­tech­nik, wes­halb sich die knuffige Hightech-Kugel in die­sem Punkt nicht von ande­ren Elek­tro­mo­bi­len unter­schei­det. Viel­mehr rich­tet Rin­der­knecht sein Augen­merk auf die Bat­te­rie­tech­no­lo­gie. Das Ziel ist, dass der “UC?” eine Stre­cke von rund 400 Kilo­me­tern zurück­le­gen kann, bevor die Lithium-Ionen-Batterie wie­der auf­ge­tankt wer­den muss.

Die Elek­tro­mo­bi­li­tät ist aus ökolo­gi­scher Sicht ein Schritt in die rich­tige Rich­tung. Doch wie sieht es mit der Ener­gie­bi­lanz aus? Ist die kom­bi­nierte Mobi­li­tät, wie sie Rin­der­knecht anstrebt, über­haupt effi­zi­en­ter? Und was meint die SBB dazu? Ant­wor­ten dazu im letz­ten Teil der Evo­lu­ti­ons­ge­schichte des “UC?”.

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6 Kommentare


  1. Von der Idee zur technischen Innovation: Die Entwicklung des Elektroautos „UC?“ - pressemeldungen.at schrieb:

    […] hat alles mit der Vision Rin­der­knechts, ein Elek­tro­auto zu kon­stru­ie­ren, das den Men­schen zu mehr Mobi­li­tät ver­hel­fen soll, aber gleich­zei­tig inno­va­tiv und effi­zi­ent ist. […]

  2. Von der Idee zur technischen Innovation: Die Entwicklung des Elektroautos „UC?“ | presse-mitteilung.info schrieb:

    […] hat alles mit der Vision Rin­der­knechts, ein Elek­tro­auto zu kon­stru­ie­ren, das den Men­schen zu mehr Mobi­li­tät ver­hel­fen soll, aber gleich­zei­tig inno­va­tiv und effizient […]

  3. Alfred schrieb:

    Der UC scheint mir eine sinn­volle Erfin­dung zu sein. Es fragt sich indes, wie­weit die Bah­nen ein Inter­esse haben den Indi­vi­du­al­ver­kehr auf die Schiene zu krie­gen, nicht bloss den Schwer­ver­kehr. Ich wün­sche mir ein Fahr­zeug, dass sowohl auf der Strasse wie (COMPUTERGESTEUERT) auch auf der Schiene ver­keh­ren kann. Sollte doch bit­te­schön zu machen sein. Schliess­lich ist die Mensch­heit vor über 40 Jah­ren auf dem Mond gelan­det. Was also ist die Herausforderuneg?

  4. Jenni Hans-Ulrich schrieb:

    Bravo, der UC ist eine super Vision und genau die rich­tige
    Ant­wort zum heu­ti­gen Ver­kehrs­auf­kom­men im Nah­be­reich.
    Ein Umstieg auf ein sol­ches Elek­tro­fahr­zeug für meine Kurz­stre­cken, kann ich mir abso­lut vor­stel­len.
    Werde die­ses Pro­jekt gespannt wei­ter verfolgen.

    Gruss H.U.Jenni

  5. MICHI schrieb:

    Mehr Elek­tro­au­tos, Elek­tro­hei­zun­gen und Elek­tro­grille ruft auch nach neuen Kernkraftwerken!

    Ja zu Bez­nau 3 und Gös­gen 2 als EPR!

  6. Anders rum schrieb:

    Dem Elek­tro­auto ist es sch.….egal woher der Strom stammt, es fährt auch mit Solar­strom.
    (dei­nen SVP-Kleber kannst trot­zu­dem draufkleben)


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