Vom Fiat Cinquecento zum “UC?”
Der erste Entwurf für den Bau des “UC?” wurde Ende September 2009 bei Rinspeed eingereicht, weitere Vorschläge folgten. Auch Personen mit keinerlei Erfahrung im Bereich des Fahrzeugbaus liessen sich von der Vision Rinderknechts inspirieren. “Wir erhalten öfters Anfragen von Designern, die mit uns zusammenarbeiten möchten”, meint der Rinspeed-Boss. Wegen Zeitmangel entschloss sich Rinderknecht aber, seinen 16. Concept Car mit dem Designer seines langjährigen Partners, Peter Kägi von Esoro, zu entwerfen.
Das Ausgangsauto für die Konstruktion des “UC?”, ein Fiat 500, wurde bei Esoro in Fällanden in seine Einzelteile zerlegt, gekürzt und neu zusammengebaut. Die Endarbeit ist also zu hundert Prozent “Swiss made”. Und woher stammen die Zulieferer? Hier gibt Rinderknecht an, dass die rund 20 Lieferanten auf der ganzen Welt verteilt sind. Dies brachte oftmals Verzögerungen mit sich, die den Tüftler aber nie an der Umsetzung seines Projekts zweifeln liessen. Rinderknecht erklärt: “Am Aufwändigsten sind die beweglichen Komponenten, wie beispielsweise die Heckhaube”.
Das metallische Grün der Aussenhülle und die poppigen Farben des Interieurs sind nur zwei Merkmale des “UC?”. Der Zweisitzer erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern, beschleunigt binnen 4.1 Sekunden auf 50 Stundenkilometer und verfügt über eine Reichweite von gut 100 Kilometern. Die Motorenleistung beträgt maximal 30 Kilowatt. Die Aufhängung vorne besteht aus einem Dreiecklenker, die Aufhängung hinten aus einer Verbundlenkerachse. Die wohl grösste Besonderheit ist, dass der “UC?” kein Lenkrad besitzt. Der Flitzer wird bloss mit einem Joystick gesteuert. In dem kleinen Innenraum des “UC?” benötigt der Joystick deutlich weniger Platz und sieht zudem schick aus. Die Idee ist nicht ganz neu wie Rinderknecht erklärt: “Das System mit der Steuerung per Joystick kommt in Behindertenfahrzeugen zum Einsatz. Wir wissen aber, dass unser Vorschlag gewöhnungsbedürftig und noch nicht serientauglich ist.”
Der Elektroantrieb gehört allerdings schon heute zur Standardtechnik, weshalb sich die knuffige Hightech-Kugel in diesem Punkt nicht von anderen Elektromobilen unterscheidet. Vielmehr richtet Rinderknecht sein Augenmerk auf die Batterietechnologie. Das Ziel ist, dass der “UC?” eine Strecke von rund 400 Kilometern zurücklegen kann, bevor die Lithium-Ionen-Batterie wieder aufgetankt werden muss.
Die Elektromobilität ist aus ökologischer Sicht ein Schritt in die richtige Richtung. Doch wie sieht es mit der Energiebilanz aus? Ist die kombinierte Mobilität, wie sie Rinderknecht anstrebt, überhaupt effizienter? Und was meint die SBB dazu? Antworten dazu im letzten Teil der Evolutionsgeschichte des “UC?”.
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25. Februar 2010 um 09:21
[…] hat alles mit der Vision Rinderknechts, ein Elektroauto zu konstruieren, das den Menschen zu mehr Mobilität verhelfen soll, aber gleichzeitig innovativ und effizient ist. […]
25. Februar 2010 um 09:28
[…] hat alles mit der Vision Rinderknechts, ein Elektroauto zu konstruieren, das den Menschen zu mehr Mobilität verhelfen soll, aber gleichzeitig innovativ und effizient […]
27. Februar 2010 um 16:39
Der UC scheint mir eine sinnvolle Erfindung zu sein. Es fragt sich indes, wieweit die Bahnen ein Interesse haben den Individualverkehr auf die Schiene zu kriegen, nicht bloss den Schwerverkehr. Ich wünsche mir ein Fahrzeug, dass sowohl auf der Strasse wie (COMPUTERGESTEUERT) auch auf der Schiene verkehren kann. Sollte doch bitteschön zu machen sein. Schliesslich ist die Menschheit vor über 40 Jahren auf dem Mond gelandet. Was also ist die Herausforderuneg?
28. Februar 2010 um 10:32
Bravo, der UC ist eine super Vision und genau die richtige
Antwort zum heutigen Verkehrsaufkommen im Nahbereich.
Ein Umstieg auf ein solches Elektrofahrzeug für meine Kurzstrecken, kann ich mir absolut vorstellen.
Werde dieses Projekt gespannt weiter verfolgen.
Gruss H.U.Jenni
28. Februar 2010 um 17:58
Mehr Elektroautos, Elektroheizungen und Elektrogrille ruft auch nach neuen Kernkraftwerken!
Ja zu Beznau 3 und Gösgen 2 als EPR!
28. Februar 2010 um 18:43
Dem Elektroauto ist es sch.….egal woher der Strom stammt, es fährt auch mit Solarstrom.
(deinen SVP-Kleber kannst trotzudem draufkleben)