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Grünes Licht für Gebäudesanierungen

11. März 2010 | News | Öffentlichkeit

100311_news_oeffentlichkeit_140x140Bund und Kantone fördern in den nächsten zehn Jahren energieeffiziente Gebäudesanierungen. Erste Gelder sollen im April fliessen.

In der Schweiz entstehen rund 40 Prozent der CO2-Emissionen beim Heizen. Dieser hohe Wert ist vielen Politikern und Umweltschützern ein Dorn im Auge. Eine bessere und effizientere Wärmedämmung zur Reduktion des Energieverbrauchs nimmt daher eine zentrale Rolle in der eidgenössischen Klimapolitik ein. Nun haben Bund und Kantone das so genannte Gebäudeprogramm auf den Weg gebracht. Der Bundesrat hat die Rechtsgrundlagen dazu rückwirkend auf den 1. Januar 2010 in Kraft gesetzt. Damit stehen auf Bundesebene für Gebäudesanierungen 200 Millionen Franken im Jahr zur Verfügung. Das Geld stammt aus der CO2-Abgabe für Brennstoffe.

Gemäss Bundesrat Moritz Leuenberger bedürfen 1,5 Millionen Häuser in der Schweiz einer energetischen Sanierung. Leuenberger hofft, mit dem Gebäudeprogramm pro Jahr 10’000 Sanierungen und Investitionen von über einer Milliarde Franken auszulösen. Der CO2-Ausstoss soll damit bis 2020 um rund 2,2 Millionen Tonnen sinken. Ob genügend Hauseigentümer mitmachen, hängt nach Angaben des Energieministers nicht nur von den finanziellen Anreizen ab. Für Besitzer von Immobilien lohnt sich eine Investition in Energieeffizienz gleich vierfach: Sie profitieren von Fördergeld, langfristig tieferen Energiekosten, werden unabhängiger von fossilen Brennstoffen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Kantone sowie die Bundesämter für Energie und Umwelt tragen das Programm, verantwortlich für die Umsetzung ist die Konferenz der kantonalen Energiedirektoren. Dazu unterzeichneten Bund und Kantone eine Programmvereinbarung für die nächsten fünf Jahre. Seit Anfang Jahr können Sanierungswillige Gesuche um Unterstützungsbeiträge einreichen. Die ersten Gelder werden nach Angaben der Verantwortlichen im April ausbezahlt. (jr)

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