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Testfahrer goutieren Elektromobilität

11. April 2010 | Wissen | Gesellschaft

100411_wissen_klima_140x140Elektromobilität wird als alltagstaugliche Form der Fortbewegung goutiert. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie.

Keine Frage: Elektromobilität ist im Kommen. Nach jahrelangen Tests und der Entwicklung zahlreicher Prototypen planen einige Automobilhersteller bereits bis Ende 2011 die Serienreife von Elektroautos, darunter Unternehmen wie Nissan oder Opel. Die Autobauer glauben also fest daran, dass Elektromobilität eine Zukunft hat. Doch bisher blieb die Frage offen, was man eigentlich über den wirklich “kritischen Faktor” weiss: Über die Fahrer der Elektroautos, ihre Erwartungen, Ansprüche und Präferenzen.

Dieser Frage hatte sich BMW angenommen und 2009 eine in dieser Form noch nicht existierende Studie in Auftrag gegeben. Ziel der wissenschaftlichen Erhebung des Münchner Autobauers war die Sammlung von Daten über das Nutzungsverhalten von 50 Mini E-Testfahrern, die an einem in Berlin und den USA lancierten Projekt zur Einführung von emissionsfreiem Autofahren und der dafür notwendigen Infrastruktur teilnahmen.

Erste Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Studie zeigen, dass sich Elektromobilität im urbanen Raum einer hohen Akzeptanz erfreut. Elektroautos werden dort, wo nur kurze Strecken zurückgelegt werden müssen, als alltagstaugliche Lösung angesehen. Nach Auskunft der Forscher von der Technischen Universität Chemnitz, die die Studie durchführten, sahen sich die Studien-Teilnehmer in den allermeisten Fällen in ihrem gewohnten Mobilitätsverhalten durch die beschränkte Reichweite von Elektroautos nicht beeinträchtigt. Auch die für das Aufladen der Akkus notwendige Zeit stellte für die Testfahrer keine Einschränkung dar. All diese Aspekte haben bereits dazu geführt, dass BMW nach dem Mini E nun das 1er Coupé mit Elektromotor ausrüsten und in einem Feldversuch testen will. Andere Automobilhersteller wollen ihre Anstrengungen für Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität ebenfalls intensivieren.

Aber auch über die Ansprüche der Fahrer von emissionsfreien Autos lieferte die Studie wichtige Erkenntnisse. Punkto Ladeinfrastruktur bevorzugten die Testfahrer Ladesäulen in unmittelbarer Nähe zu ihrem Arbeitsplatz, in öffentlichen Parkgaragen sowie an neuralgischen Verkehrspunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen. Davon unberührt blieb aber ein durch das Verhalten der Testfahrer belegtes Bedürfnis zur Individualisierung: Die Mehrheit hatte “ihr” Elektroauto vorwiegend zu Hause betankt. (jr)

 

57 Kommentare

  1. Die angekündigten nicht ganz billigen Elektro-Fahrzeuge werden wohl vorerst zur Image-Pflege oder für die Publicity gekauft und oftmals nur geleast. Als flüsterleise Stadtflitzer werden sie uns gelegentlich überraschen und uns dabei unübersehbar auf ihre Umweltfreundlichkeit aufmerksam machen.

    Doch schon in wenigen Jahren werden bessere Zeiten für Elektro-Fahrzeuge kommen. Lithium-Luft-Akkus sollen die 10-fache Kapazität der heutigen Lithium-Ionen-Akkus haben. 800 km Fahrt mit einer einzigen Akku-Ladung werden versprochen. Gleichzeitig gehe der Akku-Preis rasant auf Talfahrt. Selbst Firmen wie IBM interessieren sich plötzlich fürs Auto oder doch wenigstens für seine Stromspeicher. Vielleicht wird das Autofahren schneller als allgemein angenommen elektrisch. Vielleicht werden auch das Rasenmähen, das Laub blasen, usw. etwas leiser und damit weniger nervend!

    Nachhaltig dürfen wir diese Entwicklung jedoch nur dann nennen, wenn wir ein vollständiges Recycling von Lithium einführen. Zwar ist dieser Rohstoff überall auf der Erde zu finden, doch die abbauwürdigen Vorkommen werden trotzdem irgend einmal aufgebraucht sein. Lithium wird zudem voraussichtlich ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein wichtiger Rohstoff für die Energiegewinnung mit Kernfusion sein.

    Hier eine Zusammenstellung von angekündigten oder bereits seriell hergestellten Elektrofahrzeugen http://www.happy-working.ch/Elektroauto.pdf (wird stets aktualisiert).

  2. OFRODER STATT STROMAUTOS! KVA STATT AKW!
    GLP STATT SVP!

  3. Bin etwas enttäuscht, dass auf der PDF-Liste (Zusammenstellung von angekündigten oder bereits seriell hergestellten Elektrofahrzeugen) von Benedikt Jorns, lediglich nur solche Fahrzeuge aufgelistet sind, welche in nächster Zeit (oder vielleicht irgend wann mal) auf den Markt kommen sollen.
    Nicht aufgeführt ist die Firma Kamoo.ch aus Schlieren-ZH, welche bereits seit August 2009 Elektroautos liefert (Renault Twingo + Fiat Panda + Fiat 500 + im weiteren auch noch den SAM-II)
    Konte leider auch auf energiedialog.ch nichts unter Kamoo finden!

  4. @jp-wolf: zufrieden?

  5. Das tönt alles schön, aber was ich nie erblicke, und erkundigen kann: wie sieht es mit den e-Feldern aus? Da das Auto ja ein Fahradeischer Käfig ist, wäre es wesentlich, dass die E-felder nach aussen geleitet werden (das gilt ja auch für mobil-telef, was ich selbst erfuhr, Forscher mir es aufzeigten, und dann war es ok).
    Welches sind jeweils die Messwerte – und die Vergleichswerte zu den entsprechenden Fahrzeugen ohne Elektro- resp. hybridMotor? Wo könnte man die (teuren) Messgeräte günstig ausleihen? Danke! BB

  6. @Bosshart B: Kritische Gedanken zu möglichen Gefahren von Elektromobilen sind sinnvoll. Erfahrungen werden die Entwickler weiter bringen.

    Der Gleichstrommotor im Elektromobil läuft mit relativ niedriger Frequenz und dürfte kaum gesundheitsschädigend sein. Probleme mit e-Feldern sind nicht zu erwarten.

    Dass vom Risiko eines nur schlecht kontrollierbaren Feuerausbruchs bei einem Lithium-Ionen-Akku kaum mehr gesprochen wird, ist jedoch erstaunlich. Offenbar hat man das heute im Griff. Auch bei einem schweren Unfall? Um eine Überladung des Akkus zu vermeiden, wird jede einzelne Lithiumzelle elektronisch überwacht.

    Ein weiteres Problem ist das fast lautlose Fahren von Elektromobilen. Wie sich das im gemischten Verkehr mit Fussgängern und Radfahrern auswirken wird, werden wir sehen.

  7. Wo auf dieser Liste steht der Tesla? Davon wurden bereits über 1000 Stück produziert und in der Schweiz fahren ca. 40 davon.

  8. Alle Energien nutzen!
    Atomstrom für Licht, Kraft, Internet und Heizung, Benzin und Diesel für den Strassenverkehr!

  9. @WuBi: Jetzt ist auch Tesla Motors da!

  10. Lieber Elektroheizung und dafür ein richtiges Auto wie in der Hochkonjunktur!

  11. Dann musst dich bis zur nächsten Hochkonjunktur noch mit deinen Spielzeugautis abfinden.

  12. Sauhäfeli, Saudäckeli?
    Was ist besser: Ein Auto, das CO2 ausstösst oder ein solches, das immer mehr gefährliche und teure AKWs fordert? Die Antwort: Elektro-Autos sind nur dann emissions- und risiko-frei wenn mit erneuerbarer Energie betankt. Alles andere ist eine Sauerei, ob häfeli oder dächkeli. Also: Lasst uns grüne E-Mobilität fördern, nicht die schwarze.

  13. Elektroautos werden nicht von heute auf morgen die Benziner und Disler verdrängen. Die schrittweise Ablösung wird nach heutiger Einschätzung etwa 30 Jahre dauern. Der Elektroantrieb hat zwar offenbar schon einen hohen Standard erreicht, doch die Weiterentwicklung der Akkus wird noch über längere Zeit weitergehen. Die Reduzierung des CO2-Ausstosses ist nur einer der Gründe, weshalb die Zukunft des Automobils elektrisch ist. Der weltweit immer noch stark wachsende Verbrauch von fossilen Brennstoffen ist bereits in wenigen Jahrzehnten nicht mehr uneingeschränkt möglich. Die Vorkommen von Erdöl und Erdgas sind in vielen Gebieten der Erde schon bald aufgebraucht. Auch wenn wir die geschätzten noch abbaubaren Reserven in die Rechnung mit einbeziehen, nähern wir uns mit Riesenschritten dem sich abzeichnenden Ende unseres zur Zeit horrenden Konsums von fossilen Brennstoffen. Es ist unglaublich, sogar der prozentuale Anteil dieser Energiequellen steigt immer noch, bald beträgt er schon 85% des Gesamtenergieverbrauchs. Einzig die Nutzung der Biomasse fällt mit ca. 11% einigermassen ins Gewicht. Die erneuerbaren Energien und die Kernenergie haben zusammen nicht den Hauch einer Chance, auch nur einigermassen spürbar einen nennenswerten Anteil unseres Energiebedarfs abzudecken.

    Unsere Energieversorgung wird in den kommenden Jahrzehnten zunehmend übers Stromnetz erfolgen. Daneben werden die direkte Wärmeproduktion (z.B. mit Wärmepumpen oder Warmwasseraufbereitung), die Nutzung von Biomasse (z.B. mit Biotreibstoff) und die Wasserstoffproduktion an Bedeutung gewinnen. Im Laufe dieses Jahrhunderts müssen weltweit noch sehr viele Anlagen zur Strom- und Wasserstofferzeugung erstellt werden. Solaranlagen jeder Grösse, Windgeneratoren in dazu geeigneten Gebieten, geothermische Kraftwerke mit Tiefenbohrungen zur Nutzung von Hochtemperaturvorkommen sowie ab ca. 2030 Kernkraftwerke der Generation IV mit völlig neuartigen Konzepten (Brennstoff noch für mehrere Jahrtausende) und ab ca. 2050 Kernfusionskraftwerke (Brennstoff praktisch unbeschränkt) sind weltweit in grosser Zahl zu erwarten.

  14. Kernkraftwerke und ultrasparsame Autos sind wohl für die nächsten 10 Jahre am sinnvollsten. Funktioniert beides sehr gut und spart sogar Geld!

  15. Lasst den Gian schellen.
    Der technische Fortschritt lässt sich von rotgrün nicht aufhalten. Wenn die Arbeitsplätze wegen der Verhinderungspolitik nach Japan und China exportiert werden, gibt es weltweit gesehen kein einziges Kernkraftwerk weniger- dafür bei uns mehr Arbeitslose und tiefere Steuereinnahmen!

  16. Richtig rum wäre: Ein Ausstieg aus der Atomkraft und ein echter Einstieg in Erneuerbare würde Arbeitsplätze in die Schweiz importieren, statt exportieren – 7’000 neue Arbeitsplätze in der Schweiz bis 2020 sieht z.B. McKinsey bei der richtigen Förderung: http://iwoe.unisg.ch/org/…+St+Galler+Forum.pdf. Schön, wenn das auch zu Mehrumsatz bei Schweizer OC Oerlikon, Meyerburger & Co. statt Deutsche Siemens und Französische Areva führt.

  17. Solche Vorträge sind leider wertlos. Weder schöne Folien, der Doktortitel des Referenten noch die klingenden Namen „Handelshochschule St. Gallen“ und „McKinsey“ können darüber hinwegtäuschen, dass hier ahnungslose Dilettanten am Werk waren. Wunschdenken – weit weg von der Realität – hindert uns leider, die dringend notwendigen Schritte zu machen, um umweltbewusst und nachhaltig der zukünftigen Energieversorgung entgegen zu gehen.

    Einzig die Gedanken zur Wärmeisolation von Gebäuden haben ein wenig inhaltlichen Wert. Wie üblich fehlt jedoch der Einbezug des Lebenszyklusses von Gebäuden. Die noch zu erwartende Lebensdauer eines Gebäudes hängt von verschiedensten Faktoren ab. Zum Beispiel ist der Baulandpreis in Kombination zur grösstmöglichen und tatsächlich vorhandenen Ausnützung der Landfläche ein wichtiger Faktor bei der Abschätzung der noch anzunehmenden Lebensdauer eines Gebäudes. Die Epochen überdauernde architektonische Bedeutung eines Hauses kann andrerseits für dieses stark lebensverlängernd sein. Jedenfalls sind bauliche Massnahmen, welche die Isolierung verbessern sollen, immer innerhalb der Gesamtabschätzung einer sinnvollen Renovierung zu betrachten. Während bei Neubauten der aktuell empfohlene Standard berücksichtigt werden sollte, ist die Abwägung der energetisch und wirtschaftlich sinnvollen Renovation eines Gebäudes wesentlich komplexer, als viele Ideologen mit grüner Brille annehmen. Insgesamt muss davon ausgegangen werden, dass unsere Gebäude noch während mehreren Jahrzehnten zu einem (wenn auch immer kleiner werdenden) Teil nicht optimal isoliert sein werden.

    Über die Möglichkeiten und Grenzen erneuerbarer Energiequellen und über ihre realistisch zu sehende Beeinflussung auf den Arbeitsmarkt ein andermal. Hier meine Antwort auf die im Vortrag unrealistische Einschätzung des zukünftigen Energieverbrauchs einerseits bei uns aber auch weltweit. Viele Gründe der seit langem zu beobachtenden Zunahme unserer Energiebedürfnisse blieben im Vortrag unerwähnt:

    - Die Weltbevölkerung wächst von heute bald 7 Mia. bis zum Jahr 2100 auf ca. 10 Mia. Menschen.

    - Die wirtschaftlich noch nicht so stark entwickelten Länder beanspruchen mit zunehmender Güterproduktion mehr Energie. Zudem besteht ein Nachholbedarf bei der Erstellung der Infrastruktur und es steigen die Lebensansprüche.

    - Die noch nutzbaren Vorräte an fossilen Brennstoffen verlangen mehr Aufwand bei der Förderung.

    - Die in naher Zukunft zu erwartende CO2-Abtrennung bei fossilen Kraftwerken braucht viel Energie.

    - Die Förderung der Energieeffizienz verursacht in vielen Bereichen, so etwa bei der Verbesserung der
    thermischen Isolation von Altbauten, vorerst Aufwand in Form von grauer Energie.

    - Das Bereitstellen von grossen Anlagen für die Nutzung erneuerbarer Energie und der Bau von neuen
    Kernkraftwerken verursachen ebenfalls vorerst viel Aufwand in Form von grauer Energie.

    - Für die weltweite Trinkwasserversorgung sind in den nächsten Jahrzehnten grosse Anstrengungen
    erforderlich. Damit verbunden ist ein grosser Energiebedarf.

    - Es wächst nicht nur täglich unsere Infrastruktur sondern auch der damit verbundene Energiebedarf.

    - Die wegen der Klimaerwärmung erforderlichen Schutzmassnahmen benötigen viel graue Energie.

    Die Zunahme des Energieverbrauchs um jährlich ca. 2% scheint im ersten Moment nicht dramatisch zu sein.
    Würde sie aber ungebremst über längere Zeit weiter gehen, so hätten wir bald einmal einen immensen
    Bedarf. Im Jahr 2200 wäre dieser bereits ca. 5’700 PetaWattStunden (PWh) pro Jahr, also das 45-fache des
    heutigen Energieverbrauchs von 125 PWh. Es ist zu hoffen, dass der jährliche Mehrverbrauch zurückgehen
    wird. In den nächsten Jahrzehnten sollte dieser Rückgang des Anstiegs vorerst in den wirtschaftlich hoch
    entwickelten Ländern zu beobachten sein. Weltweit wird man jedoch davon vorerst nicht viel bemerken.

    Zur Zeit haben die erneuerbaren Energien und die Kernenergie zusammen nicht den Hauch einer Chance, auch nur einigermassen spürbar einen nennenswerten Anteil unseres Energiebedarfs abzudecken. Um dereinst die fossilen Energiequellen ablösen zu können, brauchen wir ganz klar alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie.

  18. Verschont uns vor HSG und Mc Kinsey! Wenn die tatsächlich etwas Wert wären, hätten Swissair und UBS besser gewirtschaftet!
    Versager- Manager, Abzocker und “Berater” sind für die produktive Wirtschaft tödlich.

  19. Eines voraus, ich war bei besagtem Vortrag nicht dabei, nehme also nur obigen Link (G.Schelling)zur Kenntnis.

    Ein Dilettant (ital. dilettare aus lat. delectare „sich erfreuen“) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst Willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen.
    Dabei mag er durchaus vollendete Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt haben.

    Da Herr Jorns anscheinend als qualifizierter Fachmann auftritt und sich daher berechtigt fühlt den Mc Kinsey Bericht abzuqualifizieren, frage ich mich, welche dilletantischen Unterlagen Ihm für seine Szenarien zur Hilfe standen. Sind nebst Vergangenheitszahlen nicht auch alles nur Annahmen mit einer gehörigen Portion Glauben?

    Die McKinsey Präsentation offeriert ein Szenario bis zum Jahr 2020 (2030). Herr Jorns rechnet schon bis ins Jahr 2200!
    Die Studie zeigt nichts mehr als eine zukünftige Chance für ein Wirtschaftssegment der Schweiz. Erhobenes Zahlenmaterial ohne idealistischen Schlussfolgerungen.
    Da braucht meiner Meinung nach nichts weiter hinein interpretiert zu werden!

  20. Zuerst zu meiner vernichtenden Kritik des Vortrages von Dr. Marco Ziegler basierend auf McKinsey-Angaben. Ich möchte über betriebswirtschaftliche Studien dieser Firma nichts Negatives sagen. Die Firma bietet Unternehmens- und Strategieberatung an und ihre Mitarbeiter(innen) haben sich in diesem Bereich im Laufe vieler Jahre eine grosse Erfahrung aufgebaut. Hier geht es jedoch um die Auswirkungen der Förderung von erneuerbaren Energien auf den Arbeitsmarkt, also um einen volkswirtschaftlichen Aspekt. Volkswirtschaftliche Zusammenhänge sind jedoch wesentlich komplexer als betriebswirtschaftliche und die Vorgehensweise bei Studien ist hier ganz anders. Hilfreich ist oftmals der Vergleich verschiedener Länder.

    Und eben diese Beurteilung des Einflusses der erneuerbaren Energien auf die Volkswirtschaft durch die McKinsey-Leute ist nicht nur in der Schlussfolgerung sondern bereits in der nur ansatzweise erkennbaren Vorgehensweise aus meiner Sicht falsch und irreführend. Von volkswirtschaftlich grossem Interesse ist die Betrachtung Spaniens. Auch Präsident Obama nimmt Spanien als Referenz für die Etablierung von Regierungs-Hilfen bei der Förderung erneuerbarer Energie. Weltweit kein anderes Land hat eine derart breite Unterstützung für den Bau und die Erzeugung elektrischer Energie mittels erneuerbarer Quellen gegeben. Man erhoffte sich durch diese Förderung unter anderem auch die Schaffung von neuen Arbeitsstellen.

    Doch das ging leider völlig daneben! Die Arbeitslosenquote in Spanien hat das Rekordniveau von mehr als 20 Prozent erreicht und liegt damit rund 10 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt. Rund 4,6 Millionen Menschen waren im ersten Quartal ohne Job. Das ist der höchste Wert seit 1997. In den vergangenen 12 Monaten verloren im Zuge der Wirtschaftskrise rund 600’000 Spanier ihre Arbeit. Und Experten sehen keine Entspannung. Nach ihnen wird der Jobabbau in Zukunft so weitergehen.

    Dr. Gabriel Calzada Alvarez, Universität Rey Juan Carlos de Madrid, März 2009 zeigt in einer Studie, dass die Programme zur Schaffung „grüner Jobs“ auch zur Vernichtung von nahezu 113’000 Jobs in der übrigen Wirtschaft geführt haben. Das bedeutet: 2.2 zerstörte Arbeitsplätze für jeden geschaffenen „grünen Job“. Die Unternehmens- und Strategieberater von McKinsey können da nur mit offenem Mund staunen … Aber eben, betriebswirtschaftliche Studien sehen die Marktentwicklung für eine bestimmte Firma oder allenfalls Branche. Volkswirtschaftliche Zusammenhänge zeigt das noch lange nicht.

    ———-

    Nun zu meinem Blick ins Jahr 2200. Ich möchte dabei nicht falsch verstanden werden.

    Die Angaben über den weltweiten Energiebedarf schwanken für 2009 zwischen 107 und 125 PetaWattStunden. Einmal wird nur die kommerziell gehandelte Energie gerechnet, ein andermal berücksichtigt man auch den nicht kommerziell gehandelten Energieverbrauch (z.B. Verbrennung von Holz und anderer Biomasse). Der weltweit mit etwa 2% konstant wachsende Energiebedarf wird gemäss Studien der IEA (Intern. Energieagentur) noch in diesem Jahrhundert auf ein Mehrfaches des heutigen Verbrauchs anwachsen. Würde der weltweite Energiebedarf bis 2200 jährlich mit 2% weiter zunehmen, kämen wir bis dann rechnerisch auf das 45-fache des Wertes von 2009 (unabhängig davon, ob wir jetzt von 107 oder 125 PetaWattStunden ausgehen). Doch der jährliche Zuwachs wird ganz sicher in einigen Jahrzehnten zurückgehen. Hier ist mein Versuch, die Entwicklung des weltweiten Energieverbrauchs http://www.happy-working.ch/Energieverbrauch_weltweit.pdf sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien http://www.happy-working.ch/Energieverbrauch_erneuerbare_Energien.pdf und der Kernenergie http://happy-working.ch/E…auch_Kernenergie.pdf bis ins Jahr 2200 grafisch darzustellen.

    Ich rechne folglich im Moment mit einem Energiebedarf im Jahr 2200 von jährlich 600 PetaWattStunden. Es ging mir in diesen Abschätzungen darum, bis in die nachfossile Zeit unserer Energieversorgung hinein zu blicken. Mehr als ein Diskussionsbeitrag ist das heute noch nicht.

  21. Es ist ganz klar: Nur in Deutschland, Österreich, Schweden, der Schweiz und Frankreich sind die Menschen überhaupt bereit, für “Ökostrom” einen Aufpreis zu bezahlen. Und auch hier ist es eine Minderheit!
    In Spanien haben die Menschen andere Sorgen als Atomausstiege, Tschernobyl- Ängste und Alternativenergien.
    Mit Ford Fiesta, Opel Corsa, Citroen Picasso,Renault Modus und VW Polo werden in Spanien mehr Arbeitsplätze geschaffen, als mit Subventionen.
    Weil aber die Türkei und die Ostblöckler heute attraktivere Rahmenbedinungen bieten, als Spanien, droht die Produktion von Kleinwagen und Nischenmodellen abzuwandern.

    Insbesondere steigende Stromkosten könnten Spaniens Autofabriken “das Licht abdrehen”.

  22. @ Benedikt Jorns -Beitrag 20-

    Sie betrachten die Schlussfolgerung als auch die Vorgehensweise der McKinsey-Studie als falsch und irreführend, das ist ihr gutes Recht.

    Ich finde es allerdings mindestens so irreführend, Spanien als Referenzmodell heranzuziehen und es für einen Volkswirtschaftlichen Vergleich zu missbrauchen. Da schiene mir wenn schon, Deutschland viel besser geeignet.

    Da ich auch der Meinung bin, dass Volkswirtschaft ein komplexes Thema ist, stellt sich die Frage ob ihre Vergleichsmethode eine brauchbare Schlussfolgerung liefert.
    Spaniens dehrzeitigen Wirtschaftsprobleme bestehen sicher nicht nur aufgrund staatlicher Förderung alternativer Energien! Daraus 20% Arbeitslosigkeit abzuleiten muss als unseriös beurteilt werden. Mir scheint, dass Sie die besagte Studie aus ganz anderen Gründen ablehnen!

    Wer die Zahlen von Dr. Gabriel Calzada Alvarez (so ein Name macht Eindruck) zum besten gibt, sollte vielleicht auch dazu schreiben, welche Interessen hinter diesem Professor stehen! Unter dem Link lese man mittleren Abschnitt und lese auch den Exon-link
    http://mediamatters.org/research/200904150032

    Trotz unterschiedlicher Sicht der Dinge, möchte ich Ihnen gratulieren zu “ihrem Versuch” wie sie es nennen. Werde mir Ihre interessante Arbeit zu Gemüte führen in freier Zeit. Das ist mindestens so spannend wie über Beiträge unserer rechts rum politischen Paranoiker zu schmunzeln.

  23. @Anders rum: Ihre Kritik an der Studie von Dr. Gabriel Calzada Alvarez und an meinen Schlussfolgerungen ist berechtigt. Ehrlich gesagt, wenn ich die in den letzten Jahren erschreckend angestiegene Arbeitslosenquote Spaniens betrachte, denke ich auch, eine solche Entwicklung müsse mehrere Gründe haben. Es ist zudem zu sehen, dass verschiedene Einflussfaktoren sich sogar noch gegenseitig verstärken. @Richtig rum gab uns bereits einen guten Hinweis: Starke internationale Konkurrenz bei übermässig steigenden Strompreisen ist wohl nicht gerade das, was sich die Automobilindustrie Spaniens wünscht. Neben dem starken Rückgang im Automobilsektor erlebt das Land einen Einbruch in der Baubranche. Der Wohnungsbau ist nach dem Platzen der Immobilienblase offenbar in einigen Regionen um bis zu 70% eingebrochen. Nicht unbedeutend für die Arbeitslosigkeit ist zudem die im Durchschnitt schlechte Ausbildung der Spanier. Das Ausbildungssystem wurde von der OECD als eines der schlechtesten aller Industriestaaten bewertet. Das Beispiel Spaniens zeigt uns eindrücklich, dass der EU-Beitritt eines Landes diesem nicht zwingend einen andauernden Wirtschaftsaufschwung bringen muss. Nach einem anfänglichen Boom und einem starken Absinken der Arbeitslosigkeit nach dem EU-Beitritt ist Spanien nun in die alte Wirtschaftsmisere zurückgefallen. Die EU brachte zwar Europa nach vielen Jahrhunderten mit politischen Spannungen, Kriegen und Weltherrschaftsgelüsten einzelner Staaten etwas für unseren Kontinent früher Unbekanntes: politische Stabilität. Die EU brachte auch die Chance „Waisenkinder“ in der Staatengemeinschaft zu integrieren und ihnen eine wirtschaftliche Starthilfe zu geben. Doch dass um die wirtschaftliche Prosperität der einzelnen EU-Länder stets neu gerungen werden muss, sehen wir in der neusten Zeit eindrücklich bestätigt.

    Zurück zur Frage: Bringt die Förderung der erneuerbaren Energien insgesamt einem Land einen Zuwachs von Arbeitsplätzen? Oder erhöht eine damit verbundene Quersubventionierung von teuren Stromquellen die Produktionskosten der Industrie derart, dass insgesamt Arbeitsplätze verloren gehen? Volkswirtschaftliche Zusammenhänge sind leider sehr komplex und nicht einfach zu beantworten. Ich bleibe dabei: Die McKinsey-Studie mit einer offensichtlich betriebswirtschaftlichen Denkweise kann uns da nicht weiter helfen. Doch ich muss zugeben, der Dr.G.C.A.-Studie traue ich auch nicht, selbst wenn dieser senor noch so Vertrauen erweckend „et al“ hinter seinen Namen setzt. Ein Blick auf die Arbeitslosenquoten der europ. Länder zeigt, dass in andern Ländern als Spanien mit starker staatlicher Förderung der erneuerbaren Energien wie z.B. Deutschland und Österreich keine signifikanten Auswirkungen zu erkennen sind ( http://wko.at/statistik/e…beitslosenquoten.pdf ). Wahrscheinlich hängt das sehr davon ab, ob die im betrachteten Land vorhandene oder am Standort interessierte Industrie auf Strompreiserhöhungen empfindlich ist oder nicht. In der Schweiz haben wir tatsächlich solche Industriezweige, ihre Bedeutung für unsere zum Glück äusserst vielseitige Volkswirtschaft müsste abgeschätzt werden.

    Zum Schluss noch dies: Ich bin bekanntlich davon überzeugt, wir brauchen in der Schweiz alle drei, Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie. Ich setze mich also auch für die Nutzung erneuerbarer Energie ein. Es ist mir klar, dass diese eine Starthilfe braucht. Doch wie soll sie konkret aussehen? Dazu ein andermal …

  24. Interessant, die Elektromobilität löst immer wieder eine Energiedebatte aus. Der entscheidende Punkt ist aber die Energieeffizienz der Fahrzeuge.

    Mit einem modernen Leichtbau Elektromobil wie z.B. dem Tazzari Zero lässt sich der Energieverbrauch auf fast 1/10 reduzieren. Wie geht das: Ein Elektroantrieb hat rund die vierfache Effizienz (E-Motor > 90%) als ein Benzinmotor (bescheidene 20%), dazu kommt die Gewichtsreduktion, die trägt mit 542kg Gesamtgewicht zum Rest bei. Wie lange wollt ihr noch mit 1500kg oder sind es gar 2000kg alleine zur Arbeit fahren?

    Diese konsequenten Leichtmotorfahrzeuge wie der Tazzari Zero oder der REVA i sind übrigens keine Projektstudie sondern bei http://www.ivolt.ch lieferbar.

  25. Effizienz ist lebenswichtig, der Fahrspass darf aber auch nicht zu kurz kommen.
    Für die Volkswirtschaft insgesamt ist Kernenergie einer der wichtigsten Effizienztreiber.
    Siehe Bayern und Frankreich. Japan, China und Indien werden mit grossem Eifer folgen!

  26. Ein einziges neues, ausländisches AKW kostet über 10 Milliarden Franken:
    thestar.com/business/article/665644

    Mit 10 Milliarden Franken, können Schweizer Photovoltaik-Modul Fabriken mit Schweizer Arbeitsplätzen finanziert werden, welche in 10 Jahren 50 GW Photovoltaikmodulleistung produzieren.
    http://oerlikon.com/ecoma…il&udtx_id=3277

    Bei lediglich 1000 Betriebstunden pro Jahr produzieren diese PV-Module 50 TWh jedes Jahr oder knapp 90% des jetzigen Schweizer Stromverbrauchs.

    Da PV Strom ausschliesslich am Tag Strom produziert, muss der im Gegensatz zum ausländischen Atomstrom nicht unnötig während der Nacht den Berg hinaufgepumpt werden, sondern Speicherkraftwerke können am Tag entsprechend ihre Leistung reduzieren oder ganz abgestellt werden.

    Habt doch auch ein Herz für die Schweiz und investiert auch etwas in Schweizer Optionen mit Schweizer Arbeitsplätzen und die Reduktion der Schweizer Abhängigkeit von ausländischen Energieträgern.
    Es gibt leider keine Schweizer Firmen, welche Kernreaktoren, Anreicherungsanlagen, Wiederaufbereitungsanlagen oder Uranminen betreiben.

  27. Benedikt Jorns,
    Ihre Spanische Studie ist übrigens faktenloser Müll:
    http://www.nrel.gov/docs/fy09osti/46261.pdf

    Und der Spanische Staat hat Alternative Energien zudem mit keinem Cent subventioniert, sondern hat im Gegenteil von diesem Industriesektor Steuereinnahmen eingenommen und die Arbeitslosenrate reduziert. Spanien exportiert zudem mehr Windturbinen als was es selbst verbaut. Die Spanischen Einspeisevergütungen werden tatsächlich vom Stromkonsument finanziert und die Kosten der Einspeisevergütungen sind tiefer als was der damit finanzierte Strom die allgemeinen Stromkosten reduziert – Merit Order Effekt:
    ewea.org/fileadmin/ewea_documents/documents/publications/reports/MeritOrder.pdf
    Tatsächlich macht Windkraft auch Deutschen Strom billiger:
    tagesspiegel.de/wirtschaft/windkraft-macht-strom-billiger/753904.html

  28. Übrigens, während letztes Jahr 37.5 GW Windleistung zugebaut wurde, wurde gleichzeitig die Atomleistung weltweit abgebaut, weil neue AKWs trotz massiver, staatlichen Subventionen viel zu teuer sind.

    Apropos subventionierte Atomenergie: Österreich ohne AKWs zahlt wegen seiner Mitgliedschaft bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM jährlich 40 Millionen Euro für die europäische Atomindustrie während sie gleichzeitig ihre Windkraft mit 995 MW Windleistung lediglich mit 24 Millionen Euro gefördert:
    http://igwindkraft.at/ind….php?mdoc_id=1009697

  29. @Arbeitsplätze für die Schweiz

    Ideologische „Atomkraft-Nein Danke-Kämpfer“ haben nach wie vor Mühe einzusehen, dass eine allein auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung auf absehbare Zeit mengenmässig nicht ausreichen kann. Betrachten wir z.B. die Photovoltaik. Ich bin für ihre Förderung. Doch was liegt mengenmässig drin?

    Heute ist der Anteil der Photovoltaik an die weltweite Energieversorgung noch mikroskopisch klein. Weltweit wurden 2006 gemäss Wikipedia erst 0,01 Prozent des Primärenergiebedarfs mit ihr abgedeckt. Der Photovoltaik-Weltmeister Deutschland schaffte es 2008 erstmals auf 4’000 GWh im Jahr. Auf unser Land mit einer ca. 11-fach kleineren Bevölkerung projiziert sind das leider nur noch 375 GWh im Jahr. Ein einziges der in der Schweiz zur Diskussion stehenden neuen Kernkraftwerke leistet jährlich 12’000 GWh oder eben das 32-fache dieser unzähligen und leider nicht ganz billigen Solarstromerzeuger. Deutschland steckt Unsummen von Geld in die Photovoltaik. Nicht nur Subventionen und Abnahmegarantien, auch Steuervorteile machen es den Hausbesitzern leicht, sich für eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Hausdach zu erwärmen. Die „Deckel-weg“-Subventionierung (= unbeschränkte Subv.) wird allerdings zunehmend kritisiert. Nicht nur immer mehr Politiker, auch Strombezüger sind am hohen Strompreis nicht erfreut. Einerseits bringt zwar die Förderung der Photovoltaik neue Arbeitsplätze, doch andrerseits liebt die Industrie Produktionsstandorte nicht, wo der Strompreis im Vergleich zu andern Ländern sehr hoch ist. Schiesst die in Deutschland geltende Quersubventionierung der Photovoltaik übers Ziel hinaus? Das folgende Video http://zdf.de/ZDFmediathe…strahlen-Geld-machen zeigt uns den Grund für die dort hohen Strompreise.

    Seit 5 Jahren können in Deutschland jedes Jahr neu 0.2% des Strombedarfs mit PV abgedeckt werden. 2009 wurde insgesamt 1.06% des Stromes mit PV erzeugt. Die Lebensdauer dieser Anlagen beträgt 25 Jahre (nach 20 Jahren setzt ein starker Leistungsabfall ein). Würden trotz dem allmählichen Wegfall der heute noch sehr grossen Quersubventionierung weiterhin soviel PV-Anlagen montiert, käme Deutschland langfristig folglich auf max. 5% PV bei der Stromerzeugung und somit 1% zur Deckung des Gesamtenergiebedarfs.

    Die Schweizer Politiker(innen) sind zwar bei der Subventionierung von Photovoltaik-Anlagen grosszügiger geworden, doch für eine „Deckel-weg“-Subventionierung liess sich die grosse Mehrheit von ihnen bisher nicht begeistern. Auch so sollte in unserem Land eine Förderung der Photovoltaik möglich sein. Einen Vergleich der Photovoltaik-Förderung in der Schweiz mit derjenigen in Deutschland zeigt folgendes Video des Schweizer Fernsehens (ECO) http://videoportal.sf.tv/…4b-9565-0103a959c9ac Es wäre erfreulich, wenn die Photovoltaik in Zukunft einen wichtigen Beitrag an die Energieversorgung leisten könnte. Unsere sehr leistungsfähigen Kernkraftwerke mit Photovoltaik zu ersetzen, ist zur Zeit undenkbar.

  30. Hohe Strompreise sind versteckte Steuern und Arbeitsplatzkiller. Die Behauptung, es würde Kernenergie- Leistung abgebaut, stimmt übrigens nicht, vielmehr steigt die weltweite installierte Leistung zwar langsamer, als dies für den Schutz unserer Umwelt nötig wäre, aber sie steigt klar.
    Nicht nur die Wachstumsländer China und Indien setzen auf neue Kernkraftwerke und investieren fleissig, auch Bankrott- Kandidaten wie Grossbritannien, Italien und die USA benötigen neue Kernkraftwerke. Wie diese finanziert werden, ist heute noch unklar.

  31. @Arbeitsplätze für die Schweiz

    Was können wir von der Windkraft und den erneuerbaren Energien insgesamt in den nächsten Jahrzehnten etwa erwarten?

    Gemäss der Einschätzung von „Suisse Eole“ wird 2030 Windkraft ungefähr 2,5% des schweizerischen Stromverbrauchs und somit 0.6% des Gesamtenergiebedarfs abdecken. Auch wenn der Beitrag auf den ersten Blick eher enttäuschend klein erscheint, darf er nicht unterschätzt werden.

    Die erneuerbaren Energien (natürlich inkl. der Stromproduktion aus Wasserkraft) werden bei uns ihren Anteil von heute ca. 17% an der verbrauchten Primärenergie um mehrere Prozente erhöhen können. Damit dürfen wir uns international sehen lassen. So beträgt dieser Anteil z.B. in Deutschland heute erst ca. 7% und man hat dort allen Grund, endlich die an der Meeresküste häufig auftretenden starken Winde zu nutzen. Genau betrachtet war es für unsere Urgrossväter ebenso schwierig, die ersten grossen Staudämme mit ihren leistungsfähigen Wasserturbinen zu bauen.

    Wer die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien während den kommenden Jahrzehnten nicht durch die grüne Brille ideologischer „Atomkraft-Nein Danke-Kämpfer“ betrachtet, muss klar erkennen, dass es alle drei braucht: Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Kernenergie.

  32. Weltweit gesehen ist die Kernenergie auf dem Vormarsch. Die Illusionen mit diesen Alternativenergien können sich nur reiche Länder leisten. Asiaten wollen sich keine Alternativenergien leisten.

    Ich habe nichts gegen Alternativenergien, solange ich nicht ungefragt dafür zur Kasse gebeten werde.

    Lieber Atomstrom für 5 Rappen je Kilowattstunde als Windstrom für mindestens den doppelten Preis. Dazu kommt der Aufwand für die Speicherung, weil der Wind bekanntlich unregelmässig bläst.
    Wasserkraft ist mir lieber als Windräder, da die Landschaft weniger verschandelt wird.
    Ich will weder mit Solarzellen verspiegelte Berge noch mit Windrädern verspargelte Landschaften.
    Und noch sinnlos dafür bezahlen!

  33. Warum wird in diesen Diskussionen entweder für erneuerbare Energien und gegen die Atomkraft oder dann umgekehrt für die Nutzung der Kernenergie und gegen die erneuerbaren Energien gekämpft? Wer objektiv hinschaut sieht, dass die erneuerbaren Energien und die Kernenergie zusammen heute und wohl noch lange Zeit nicht den Hauch einer Chance haben, unsere Energiebedürfnisse abzudecken. Es braucht ganz klar alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie.

    Es ist schwierig vorauszusagen, wie lange wir noch fossile Brennstoffe nutzen können. Sie werden nicht einfach eines Tages ausgehen. Vielmehr wird die Förderung immer aufwändiger und problematischer, bis sie sich schliesslich auf einem deutlich tieferen Niveau einpendelt. Erdöl und Erdgas werden voraussichtlich in wenigen Jahrzehnten knapp, abbauwürdige Kohlevorkommen finden wir noch längere Zeit. Bei vermutlich in der zweiten Jahrhunderthälfte stark zunehmendem Verbrauch wird’s allerdings auch hier rascher dem Ende zugehen.

    Einzig die Nutzung von Biomasse kann weltweit einen spürbaren Anteil von ca. 10% leisten. Die Anteile der Kernenergie mit 6.5% und der Wasserkraft mit 2.2% sind eher bescheiden. Die Anteile der Windkraft, der Solarenergie sowie der übrigen erneuerbaren Energien zusammen sind weltweit heute noch im mikroskopischen Bereich von deutlich weniger als 1%.

    Es geht noch nicht darum, unsere Energieversorgung „umzustellen“. So sind z.B. die Solaranlagen auf unseren Hausdächern sehr kurzlebige Einrichtungen, die nicht zur „Infrastruktur“ eines Landes gezählt werden können. Doch auch die sich im Bau befindlichen Kernkraftwerke mit einer immer noch sehr schlechten Brennstoffnutzung und äusserst lange strahlendem Atommüll sind noch weit weg von den zukünftigen Möglichkeiten bei der Nutzung von Kernenergie. Die tiefe Geothermie ist für uns noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Wir Schweizer haben uns in diesem Bereich mit unseren schlecht geplanten Bohrungen in Basel und Zürich bisher nur lächerlich gemacht. Vielleicht wird das Projekt in St. Gallen die in vielen Gebieten der Schweiz guten geologischen Bedingungen erstmals für die Stromproduktion (und natürlich zusätzlich für die Wärmegewinnung) nutzen können. Bei der Nutzung von Kernenergie stehen wir erst am Anfang einer sehr lange dauernden Entwicklung. Es ist dabei bereits klar zu erkennen, dass die Gefahren in Zukunft deutlich kleiner werden, praktisch unbeschränkt Brennstoff wird zur Verfügung stehen und die Radioaktivität des Atommülls nach einer gut kontrollierbaren relativ kurzen Zeit abklingen wird.

    Heute geht es generell erst darum, neue Möglichkeiten der Energieversorgung weiter zu entwickeln und Erfahrungen zu sammeln. Bis auf weiteres dürfen wir auch noch Fehler machen und daraus lernen. Welche Technik sich schliesslich durchsetzen wird, werden erst spätere Generationen beurteilen können. Ob wir heute mehr oder weniger KKW bauen, Solarpannels installieren und Windkraftwerke erstellen ist weniger wichtig, als dass wir alle denkbaren Arten von Anlagen in so grosser Zahl und in verschiedenen Ländern betreiben, dass die allseitig zu fördernde Weiterentwicklung der Energiegewinnung gewährleistet ist. Im Moment sind wir auch beim Erreichen einer optimalen Energieeffizienz noch sehr weit davon entfernt, die fossilen Energiequellen ersetzen zu können. Die Forschung, die Entwicklung und das Sammeln von Erfahrungen sind in allen Bereichen der Energieversorgung und –nutzung sowohl für die heutige wie für die kommenden Generationen wichtige und leider nicht ganz einfache Aufgaben.

  34. Rotgrün ist einfach nur teuer und mühsam!

  35. Leider verstehen Rote und Grüne gar nichts von Umweltschutz, obwohl sie ständig davon erzählen. Mir sind die Kerle verleidet.
    Lasst den Gian so oder anders rum schellen und werft diese Aussteigerideologien auf den Müll!
    Atomstrom statt PET- Flaschen verstromen!

    Wasserkraft und Kernenergie als Stützen der Stromversorgung, PET- Recycling für Umweltschutz und Ressourcenschonung

  36. Lasst den Gian in der Wüste Schellen und werft Mc Kinsey und HSG auf den Müll.

    Lange genug liessen wir uns von Rotgrün behindern und von Neoliberalen ausplündern.
    Das Volk muss sich gegen diese üblen Ideologien wehren. Wir müssen der Verhinderungspolitik, dem Aussteigertum und der Abzockerei eine klare Absage erteilen!

  37. Soll sich niemand wundern, wenn in den Nachrichten ein verirrter Verwirrter gesucht wird, der unter richtig rum falschem Namen herum geilt!

  38. So richtig rumgeilen und / oder lieber so richtig abzocken sowie den Staat privatisieren und die Wirtschaft verstaatlichen?

    Vor der Swissair- Pleite forderten HSG- “Genies”, Mc- Kinsey- Berater, Avenir- Suisse- “Vordenker”, Flop- Manager und andere Neoliberale Abzocker- Ideologen die Privatisierung staatlicher Aufgaben, unterdessen muss der verhasste Staat für die Folgen der Abzockerei aufkommen.
    Damit sorgen die Neoliberalen weltweit für Steuererhöhungen. Vor 20 Jahren nannte man die SP “Steuerpartei”, weil man den Genossen unterstellte, sie wollten mit immer neuen Steuern “die Reichen schröpfen”.

    Nun, auch die linken “Visionäre” kommen uns teuer zu stehen, ist aus der Utopie “megageilen multikulturellen Gesellschaft” eine megateure multikriminelle Realität geworden.
    Mit den “Sans Papiers”, “Alternativenergien” und “Drogenliberalisierungen” haben sie ein neues Betätigungsfeld gefunden.

  39. Da sehnt sich wohl Einer eine reine arische Gesellschaft herbei!
    Wehe denen mit roten Haaren.

    Lieber eine multikulturelle Gesellschaft als eine Ich-Gesellschaft ohne Kultur!

    “Toleranz ist das menschenfreundliche Verständnis für Eigenschaften, Auffassungen und Handlungen anderer Individuen, die der eigenen Gewohnheit, der eigenen Überzeugung und dem eigenen Geschmack fremd sind.”

    Albert Einstein

  40. Herr Jorns, hier noch ein weiteres lieferbares Elektrofahrzeug für Ihre Liste: Tazzari ZERO

  41. @marius. Tazzari Zero ist ein nettes Auto (15 KW, Reichweite 140 km, Geschw. 100 km/h), nur mit etwa 24.000 Euro ein klitzekleines bischen teurer als ein neuer Fiat Panda (55 KW, Reichweite 600 km, Geschw. 140 km/h), der gerade mal als Jahreswagen 7500 Euro und als Neuwagen 9000 Euro kostet. Der Panda schluckt 5,5 Liter/100 km, die Kfz-Steuer mit 24 Euro/J. ignoriere ich, weil ohne Relevanz, da Euro 5-Norm. Ich blende auch beiderlei Reparaturkosten aus.
    Kaufe ich mir nun einen Panda, kann ich beim aktuellen Preis für Benzin (1,40 Euro/BRD) für die Differenz des Kaufpreises (ca. 15.000 Euro) mit dem Panda etwa 195.000 km fahren. Dann habe ich gerade die Kosten der Anschaffung des Tazzari Zero erreicht, der Panda dürfte dann am Ende sein und der Zero ist noch keinen Millimeter gelaufen. Würde ich den Panda auf LPG umrüsten lassen (Verbrauch dann ca. 7 l LPG/100 km, Preis 65 ct/l LPG, Umrüstkosten 2000 Euro), könnte ich LPG für 13.000 Euro kaufen und damit sogar 285.000 km weit fahren, bevor der Zero auch nur einen Millimeter gerollt ist. Solange würde der Panda vermutlich gar nicht halten. Mein letzter gab nämlich schon nach 250.000 km auf.
    Der Zero soll laut Wikipedia 12,3 KWh pro Ladung haben, wobei damit 140 km weit gerollt werden kann. Ergo benötigt der Wagen 8,8 KWh/100 km. Zapfe ich das von meinem Stromnetz, kostet mich das derzeit 2,2 Euro/100 km. Unterstellt, der Zero würde 250.000 km halten, wären das
    also 5.500 Euro an Spritkosten. Wäre der Zero also 5.500
    Euro billiger als heute, wäre er eine Alternative für die Kurzstrecke. Was nun, wenn ich aber mal am Sonntag einen Ausflug machen will, der weiter geht als eine einfache Strecke von 70 km? Dem Zero geht ja schon die Puste aus, wenn ich ein kleines Bundesland in der BRD auch nur halb durchqueren möchte. Würde ich eines meiner Kinder besuchen wollen, müsste ich eine Strecke von 450 km zurücklegen, die ich mit dem Panda in 4 Stunden non-stopp schaffe, während ich beim Zero 4 Ladestops á 9 h plus Fahrzeit (5 h) benötigen würde. Sorry, ich habe keine Lust, fast zwei Tage für die Strecke zu brauchen…. und zurück muss ich auch noch.
    Der Zero ist erst dann eine Alternative, wenn er eine Reichweite von mindestens 500 km hat. Vorher braucht man sich nicht ernsthaft zu unterhalten. Aber das ist das Schöne in Europa: es wird einem schön verpackter Murks für riesiges Geld angedreht, der so nützlich ist wie ein drittes Bein….

  42. @all: eine Sache hatte ich noch vergessen. Die deutsche Autoindustrie ist jene weltweit, die am rückständigsten in Sachen Elektromobilität ist. Es gibt derzeit lediglich ein einziges Auto (und das ist bisher nicht verfügbar), dass für den Endkunden eine vernünftige Reichweite hat. Es ist der geplante Tesla Model S, der ab 40.000 Euro Kosten wird und bis zu 300 Meilen Reichweite haben wird. Ich vermute, für den Einstiegspreis gibt’s dann nur eine 160-Meilen-Reichweite. Ansonsten gibt es kein einziges E-Mobil, dass diese Ansprüche erfüllt, aber bisher ist auch das Model S nur heiße kalifornische Luft und sonst nichts. Selbst das aus den 1990ern stammende eCar von General Motors hatte eine größere Reichweite. Und die aktuellen Konzept-ECars von Renault sind noch alles andere als auf der Strasse und deren Reichweite ist ebenfalls unbrauchbar gering.

  43. …. wenn das so ist, fahren wir weiter mit Benzin und bauen neue Kernkraftwerke, um wenigstens unseren Strombedarf nachhaltig mit erneuerbarer, sauberer und billiger Kernenergie zu erzeugen!
    Die ganze Laferi- Politik bringt doch einfach nichts!

    SVP!

  44. Benedikt Jorns, wenigsten einer der sich auskennt und dessen Worte ich voll und ganz unterstützen kann. Bravo. Das Geplapper von unwissenden Grünen-Umweltverschmutzern kann man ruhig ignorieren.

  45. Höhener und Jorns haben völlig recht. Die grünen Spinner ignorieren und den Gian kräftig schellen lassen!

    Grüne Ideologie kostet nur. Die Kerle taugen nicht einmal zum Unkraut jäten, weil sie gar nicht wissen, welches Kraut sie ausreissen sollen!
    Reine Studierstuben- Ideologen, die nicht zum Arbeiten geschaffen sind.
    Der Schellen – Gian ist ein Träumer. Der meint es gut, aber er versteht nichts von Technik und Physik.

  46. Schluss mit der Polemik, “Richtig rum”!
    Es gibt unter den “Grünen” Handwerker, Biologinnen,
    Bauern und – ja – auch ein paar Staatsangestellte.
    Die braucht es auch, damit der hochgepriesene
    “freie Markt” seine eigenen Existenzgrundlagen nicht
    gänzlich zerstört.
    Allen “Grünen” gemeinsam ist, dass sie über die eigene Nasenspitze hinausdenken und nicht nur für die nächsten Wahlen politisieren. Darüber, welcher Weg in eine nachhaltige, menschenwürdige, lebenswerte Zukunft führt, lässt sich streiten. – Aber bitte fair, sachlich und mit Respekt vor der Würde des Andersdenkenden.

  47. Weg mit den Grünen, her mit der SVP.
    Man mag sich über die Methoden der Blocher- Partei streiten, ebenso ist sie nicht immer ehrliche, aber mit Sicherheit ist sie die beste und wirksamste Partei der Schweiz.
    Kriminelle ausschaffen statt einbürgern und Kernkraftwerke statt Strompreiserhöhungen bringen der Schweiz einen klaren Nutzen.
    Toni Brunner hat sich wiederholt klar für die Kernenergie ausgesprochen, da können wir den Verrat Blochers am KKW Kaiseraugst getrost vergessen!

    Die SVP hat dazugelernt, die Grünen (in der Schweiz) leider nicht.
    Bei Greenpeace ist der Gesinnungswandel auch schon passiert. Der Mitbegründer Patrick Moore ist unterdessen Befürworter der Kernenergie, weil er für den Umweltschutz ist.
    Leider wurde er von fanatischen Grünen exkommuniziert statt geehrt!

  48. Wer von einer Parteimeinung in grobem Masse abweicht, muss wohl in irgend einer Weise aus der Partei ausgeschlossen werden. – Sonst wäre das System der Parteien blanker Unsinn.
    Die SVP kann sicher nicht mit dem Finger auf die Grünen zeigen, was deren “Ausschlusspraxis” angeht. Oder wie war das nur noch mal mit Frau Widmer-Schlumpf und der BDP?

  49. Da schreibt einer unter meinem nick

    Anders rum schrieb:
    15. Oktober 2010 um 10:21

    Das soll mir die Moderation des Energiedialog jetzt öffentlich erklären!!!!!!

  50. Vergestt dieses Schellenkopf und dei ganzen Grünen. SchützT schweizer Wohlstand vor rotgrün und EU.
    Atomkraft für eine gesunde Wirtschaft und ARbeit

  51. Wohlstand und Sozialstaat

  52. …. Greenpeace ist eigentlich eine Ökosekte und keine Partei.
    Wohlstand und Sozialstaat können nur erhalten werden, wenn Grüne und Steinzeitkommunisten ihre Ideologie nicht durchsetzen!!!!!!!!!!!

  53. @Richtig rum: Definiere “Sekte”.

  54. Atomkraft für eine gesunde Wirtschaft und Arbeit, wünscht der Konsument unter Nachricht Nr. 51

    Was das heisst, erleben wir an diesem dramatischen Samstagmorgen in Japan hautnah:
    - Soeben hat es auf dem AKW-Gelände eine Explosion gegeben
    - Befürchtet wird, dass die Kernschmelze bereits eingesetzt hat
    - 50’000 Menschen wurden evakuiert, wobei die Alten und Schwachen wieder mal zuletzt dran sind

    Wahrlich, viel Arbeit fürs Aufräumen und Beseitigen der Schäden gibt das schon – nur diese Arbeit wollen wir als vernünftige KonsumentInnen nicht!

  55. Wäre dies eine “atomfreundliche” Nachricht, würde sie sofort von der AXPO im Energiedialog zur Diskussion gestellt.

  56. Jorns,
    Wenn die CO2-Reduktion ein Rolle spielen soll, sind neue, teure, ausländische AKWs übrigens keine Lösung, weil es wesentlich schnellere und günstigere Methoden gibt, den CO2-Ausstoss und importierten Energieträgerverbrauch zu senken. Das war schon vor Fukushima so und ist es heute erst recht:
    newsweek.com/2008/05/17/missing-the-market-meltdown.html
    http://worldwatch.org/sys…sReport2011_prel.pdf
    Zudem kommen die günstigeren CO2-Reduktionen praktischerweise auch noch ohne Restrisiken, ohne Rückbaukosten, ohne Endlager und ohne Uranimporte aus.

    Dass neue AKWs auch ohne Restrisiken, ohne Rückbaukosten und ohne Endlagerkosten zu teuer sind, zeigt auch China:
    China hat im letzten Jahr knapp 19 GW neue Windkraftanlagen installiert und 2009 neben 23 GW Wasserkraft, 14 GW Wind, 9 GW Geothermie (Wärme) auch noch 29 GW Solarthermie-Anlagen installiert (und 0 GW neue AKWs ans Netz angeschlossen): ren21.net/Portals/97/documents/GSR/REN21_GSR_2010_full_revised%20Sept2010.pdf

    Obwohl China Atomenergie enorm subventioniert, kann die Chinesische AKW-Zubaurate nicht einmal den ungeförderten Chinesischen Solarthermie-Zubau mit 29 GWth (2009) erreichen. (Das Duschwasser auf dem Dach zu erwärmen ist günstiger und schneller als mit atombetriebenen Elektroboilern.)

    Ach ja – erneuerbare Energien hat es mehr als genug:
    Mit Europäischem Offshore Wind (ohne Wind an Land, ohne Wasserkraft, ohne Photovoltaik, ohne Biomasse, ohne Geothermie etc.) alleine kann übrigens 7mal mehr Strom produziert werden, als was ganz Europa überhaupt an Strom verbraucht: alturl.com/6hsxf

  57. Ob 2012 der seit Jahrzehnten herbeigeschriebene “Durchbruch” der “Alternativenergien” kommt?
    Oder ob die “Atomlobby” und die “Konzerne” die Patente für Wundersolarzellen, Daniel Dingels Wasserauto und andere Erfindungen weiter “aufkaufen” und “unterdrücken”?
    Die beidseitig beschichtete, vierfach wirksame und nachtaktive Dünnpfiff- Solarzelle ist vielleicht bereits im Versuchsbetrieb.
    Glaube kann Berge versetzen, aber weder Fluglärm noch Windräder verschwinden lassen….

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