Gratis tanken – und erst noch CO2-frei
Gratis tanken – ein Traum wird Wirklichkeit: Auf der Raststätte Luzern-Neuenkirch entlang der A2 kann gratis getankt werden. Allerdings nicht Benzin, sondern Strom.
Gratis tanken? Das gibt es tatsächlich, nämlich auf der Luzerner Autobahn A2 bei der Raststätte Luzern-Neuenkirch. Allerdings nicht Benzin, sondern Strom. Die Luzerner Stromtankstelle wurde Anfang Juni 2010 eingeweiht. Sie bietet Dualspannung von 230 und 400Volt und gehört somit zu den leistungsfähigsten Ladestationen der Schweiz.
Dank ökologisch produziertem Strom im “Tank” werden bei der Fahrt mit dem E-Mobil keine umweltschädlichen Emissionen verursacht. Die neue Stromtankstelle wird mit RegioMix Strom betrieben – Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen der CKW (Centralschweizerische Kraftwerke AG) produziert wird. Im Rahmen ihres Engagements für mehr Energieeffizenz unterstützte die CKW auch den Bau dieser Stromtankstelle.
Mit der Anschlussleistung von 400-Volt wird die Ladezeit der Elektrofahrzeuge drastisch verkürzt: Sie lassen sich 3 Mal schneller laden als mit einem herkömmlichen Stromanschluss. Während des Tankens – sprich Aufladen – kann der Elektro-Automobilist bequem seine Einkäufe besorgen oder sich im Restaurant verwöhnen lassen.
Neuste Elektromotoren sind dank einem hohem Wirkungsgrad energieeffizienter als benzinbetriebene Autos. Bei E-Autos, die mit Lithium-Technologie ausgestattet sind, sind mittlerweile sogar Reichweiten von 300 Kilometern und mehr möglich. Damit sich jedoch energieeffiziente Mobilität flächendeckend durchsetzen kann, muss auch die nötige Infrastruktur bereitgestellt werden. TexxEnergy, der Interessenverband “CO2-neutrale Energie für Mobilität” arbeitet zur Zeit an der Strategie “Zero Emission – Stromtankstellenausbau Schweizer Nationalstrassen”. Auf www.texxenergy.ch wird ab 15. September ein Verkehrsleitsystem mit allen TexxEnergy-Standorten aufgeschaltet. (kzj)


16. Juni 2010 um 08:19
CO2-„freie“ Stromerzeugung gibt es nicht.
Das wenn überhaupt von CO2-„Freiheit“ die Rede ist, dann ist damit gemeint, dass das, was aus dem Schornstein eines Kraftwerkes in die Luft geblasen wird, kein CO2 mehr enthält. Aber so funktioniert die Rechnung nicht. Das CO2 welches für den Bau und Betrieb der Anlage ausgestossen wurde oder wird muss mitgerechnet werden. Sonst wären ja die diverse Stromproduktionen CO2-Frei was sie aber nicht sind.
16. Juni 2010 um 09:37
Wenn man die Kosten und den CO2- Ausstoss über die gesamte Erzeugungskette betrachtet, schneidet die Kernenergie trotz der imposanten Betonbauten und der riesigen Maschinen sehr gut ab.
Warum das so ist?
Der Bau eines Kernkraftwerkes erfordert sehr viel Beton, Stahl, Kupfer und andere Materialien. Weil aber auf verhältnissmässig kleinem Raum mit geringem Materialaufwand über einen langen Zeitraum sehr viel Strom erzeugt werden kann, verteilt sich der Aufwand auf eine sehr grosse Energiemenge.
Ein grosses Kernkraftwerk, das über eine Million Einwohner in einem hochindustrialisierten Land versorgen kann, verbraucht im Tag 70- 80 Kg Kernkbrennstoff.
Wollte man die gleiche Strommenge mit Kohle erzeugen, müsste jeden Tag ein Güterzug den benötigten Brennstoff (mit entsprechendem Energieaufwand) heranschaffen, eine riesige Abgasmenge reinigen und die Schlacke abführen oder deponieren.
Ein grosser Kernreaktor erzeugt so viel Dampf wie drei bis vier grosse Kohleöfen, nimmt aber viel weniger Raum ein und benötigt weniger weniger Stahl zum Bau! Zudem müssen weniger Verschleissteile ausgetauscht werden.
Sogar bei der Abgabe von Radioaktivität an die Umwelt schneidet die Kernenergie besser als die Kohle ab, da die entstehenden Spaltstoffe fast vollständig zurückgehalten und sicher eingeschlossen werden, während bei der Verbrennung von jährlich 2- 3 Millionen Tonnen Kohle zwangsläufig auch ein Teil der darin natürlicherweise enthaltenen radioaktiven Stoffe trotz Elektrofilter und Entschwefelung in die Luft geblasen wird!
Die Verbrennung von Gas und Öl zur Stromerzeugung ist unsinnig, da diese Rohstoffe recht knapp sind und anderweitig benötigt werden.
Die Nutzung von “Alternativenergien” erfordert wegen der geringen Energiedichte einen hohen Materialaufwand, deshalb
sind sie in den meisten Fällen nicht umweltfreundlich.
17. Juni 2010 um 08:36
Warum so kompliziert. Es ist ganz einfach: Mehr Elektroautos = mehr Ladestationen= mehr Stromverbrauch = 4- 5 neue Kernkraftwerke bis 2040. Die Planung muss heute in Angriff genommen werden!
4. Juli 2010 um 22:37
Ja, die Kernkraftwerke werden eifrig geplant. Bis sie in Betrieb gehen, ist die Stromlücke akut ….. sofern nicht eine kräftige und anhaltende Wirtschaftskrise den Verbrauch dämpft!
5. Juli 2010 um 22:51
Es sind auch die Schweizer Demokraten, die mit ihren Grünen Freunden die KKW sabotiert haben!
Die SVP ist konsequenter für die Kernenergie!
Auch die NPD ist heute pro Kernenergie, der Naturwissenschaftler Stefan Liesegang spricht sich klar für deutsche Kernenergie aus!
5. Juli 2010 um 23:36
Für eine NPD die Werbetrommel zu spielen, dürfte selbst der SVP nicht gefallen. Konsequenterweise müsste die Partei solches Verhalten Massregeln!
Da den “Richtig rum” keiner so richtig ernst nimmt, darf Grosszügigkeit (kannst was mitnehmen) herrschen.
6. Juli 2010 um 06:37
Die Bahn braucht Atomstrom und das ist auch gut so. Elektroautos sind auch gut, brauchen aber klar mehr Ressourcen pro Passagierkilometer als Zug, Tram und Trolleybus. Der öffentliche Verkehr muss gefördert und noch mehr elektrifiziert werden!
24. Juli 2010 um 20:37
Gegen den doofen Atomstrom!
Für die Sonnenkollektoren, die freie Einwanderung, die kostenlose Drogenabgabe und mehr Kulturförderung
5. Februar 2011 um 18:48
Es ist eine unverschämte Lüge, dass bei einer Umstellung auf Elektromobilität zwingend neue AKW gebaut werden müssen. Elektrofahrzeuge sind sehr effizient und können dann Strom beziehen, wenn er im Überfluss vorhanden ist (vor allem in der Nacht…) und sogar Strom ins Netz zurückspeisen, wenn Mangel herrscht. Somit sind jene Erneuerbaren, die einer unsteten Produktion unterliegen, die idealen “Partner” der Elektromobilität. Milliarden von unerreichbar effizienten, blitzschnellen Speichereinheiten werden somit das Stromnetz der Zukunft stabilisieren und Engpässe wie vorübergehende Flauten in der Windkraftproduktion oder Verbrauchsspitzen spielend ausgleichen.