In Thierachern geht in der Nacht das Licht aus
In der Region Thun schaltet die Gemeinde Thierachern jede Nacht während vier Stunden die Strassenlaternen ab. Damit will sie einen Betrag zum Umweltschutz leisten, aber auch Geld sparen.
In Thierachern ist es stockdunkel. Als erste Gemeinde im Kanton Bern schaltet das 2200-Seelen-Dorf täglich von 1 bis u 5 Uhr nachts alle Strassenlaternen ab. Die Gemeinde will damit Geld sparen, aber auch die Umwelt schonen. Laut der Gemeinderatspräsidentin kann Thieachern mit dieser Massnahme 24‘500 Kilowattstunden Energie sparen. Das entspricht jährlich etwa 4500 Franken. Daneben möchte das sieben Kilometer von Thun entfernte Dorf etwas gegen die Lichtverschmutzung tun. Grelles Licht stört Mensch und Tier in ihrer Nachtruhe.
Den Entscheid die Strassenlaternen abzuschalten, hat der Gemeinderat aber nicht ohne die Bevölkerung gefällt. Über die Dorfzeitung wurden die Bewohner aufgefordert sich zum Vorhaben zu äussern. Von 29 eingesandten Beiträgen stimmten 24 dem Konzept zu. Die übrigen brachten die dunklen Strassen meist mit zunehmender Kriminalität in Verbindung. Letzeres wird von Fachleuten allerdings bezweifelt. Die Experten sind der Meinung, dass Strassenlaternen höchstens ein Sicherheitsgefühl, aber keine grössere Sicherheit bieten.
Ab wann genau in Thierachern jede Nacht der Schalter gekippt wird, ist noch offen. Für die Gemeinde soll es so rasch als möglich geschehen. Das exakte Datum hänge aber vom örtlichen Stromversorger ab. Spätestens ab dem ersten Juli dürfte das Licht während den Nachtsunden aber ausgeschaltet sein.
Bereits seit 2009 stellt die Gemeinde Gossau im Kanton St. Gallen ab Mitternacht jede zweite Strassenlaterne ab. Die Sicherheitslage hat sich auf den Strassen dadurch nicht verschlechtert. Die gesamte Schweizer Strassenbeleuchtung verbraucht im Jahr rund 1000 Gigawattstunden Strom, was rund einem Drittel der Jahresproduktion des AKW-Mühleberg entspricht. Die Kosten für die Gemeinden belaufen sich auf jährlich 150 Millionen Franken. (scc)


25. Juni 2010 um 17:26
Das freut die Kriminaltouristen. Endlich ungestört arbeiten können ….
Die Einsparung bringt wenig, da von 1oo bis 5oo nur wenig Strom verbraucht wird!!!!!!!!!!!!!!
25. Juni 2010 um 22:49
Warum will die saubere Schweiz alles verschlechtern. Ist doch so schade!!!!!!
26. Juni 2010 um 22:18
Besser di Ecken richtig ausleuchten und das Gesindel besser verhaften können!
27. Juni 2010 um 19:01
Einem grossen Teil kann man trotzt Ausleuchtung nicht beikommen, die sind nämlich organisiert!
In einer Schweizerischen Verbrecher Partei (SVP)
Bitte nicht verwechseln mit SVP-Schweiz!
27. Juni 2010 um 21:54
Man kann alles ins Lächerliche ziehen ….
28. Juni 2010 um 00:36
Dummes Gelaber!