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Umstrittener Weltklimabericht

30. Juli 2010 | News | Öffentlichkeit

Der jüngste Bericht des Weltklimarats erhitzt die Gemüter. Falsche Angaben und  gestohlene E-Mails würzten die Auseinandersetzung um «Climagate». Mittlerweile wurden die Verfasser entlastet – grösstenteils.

Die Klimaforscher sind in den vergangenen Monaten stark unter Druck geraten. Ihnen wurde vorgeworfen, Klimadaten der vergangenen tausend Jahre gefälscht zu haben. Federführend war die britische Boulevard-Presse, die ihre Anschuldigungen auf gestohlene E-Mails abstützte. Der elektronische Briefverkehr stammte aus dem Klimainstitut der britischen Universität East Anglia in Norwich.

Die Vorwürfe gegen den Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) fielen auf nahrhaften Boden, weil im Klimabericht einige peinliche Fehler auftauchten, die aber für das Gesamtbild eigentlich keinen Einfluss hatten. So wurden die Holländer mit der Aussage aufgeschreckt, 55 Prozent des Landes seien flutgefährdet, da die Gebiete unter Meeresspiegel lägen. In Wirklichkeit sind es aber nur 26 Prozent.  Auch die Feststellung, dass die Himalaja-Gletscher, das grösste Wasserschloss Asiens, bis 2035 praktisch vollständig abschmelzen und 40 Prozent des Regenwaldes am Amazonas durch die Erderwärmung zerstört würden, wurde von Experten angezweifelt.  Die Forscher gingen bei ihren Annahmen von Extrem-Szenarien aus, ohne dies deutlich zu erwähnen. Auch mit den Klimadaten hat die UNO-Behörde nicht geschummelt. Im Gegensatz zu Amerika und Kontinentaleuropa sind Klimadaten in Grossbritannien für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich. So kam ohne Vergleichsgrössen schnell der Verdacht auf, die Forscher hätten da etwas gemauschelt.

Der Klimarat wurde mittlerweile von zahlreichen Seiten rehabilitiert, so vom britischen Unterhaus, von einem internationalen Expertengremium und der niederländischen Umweltbehörde. Kritisiert wurde dagegen der einseitige  Tenor: Der Rat habe sich nur auf die negativen Auswirkungen beschränkt und nicht offen gelegt, welche Datenbasis verwendet wurde. Künftig müssten derartige Berichte das ganze Spektrum der Klimafolgen umfassen, auch weniger gravierende oder positive. Zudem soll der IPCC künftig  offener und transparenter berichten. (scc)

 

5 Kommentare

  1. Die Grünen nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau!

  2. Nachdem das “Waldsterben” widerlegt ist, kommt die nächste Lüge!
    Dabei ist Tempo Waldsterben immer noch vorgeschrieben. Nur ärgerlich!

  3. Der Klimawandel hat bestimmt einen realen Hintergrund, aber es ist offensichtlich, dass die Politiker mit “Klimasteuern” und “Lenkungsabgaben” abzocken wollen!

  4. Weniger Autofahren, Stromverbrauchen und Fliegen hilft schon gegen den Klimawandel. Bei allen diesen Aktivitäten lässt sich auch Geld sparen.

  5. Die Lösung ist ganz einfach: Weniger Einwanderung bedeutet weniger Bevölkerungswachstum. Eine kleinere Bevölkerung braucht weniger Energie, erzeugt weniger Abfall und Fluglärm und schont die Umwelt!

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