Run auf arktisches Öl
90 Milliarden Barrel Öl sollen rund um den Nordpol lagern. Eine schottische Firma hat mit ersten Bohrungen den Run auf den Rohstoff lanciert.
Während die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko noch nicht ausgestanden ist, geht andernorts die Jagd nach dem “Schwarzen Gold” unvermindert weiter. 7 Milliarden Barrel Rohöl vermutet der Geologische Dienst der USA zwischen der Westküste Grönlands und den kanadischen Arktis-Inseln, insgesamt 90 Milliarden Barrel rund um den Nordpol.
Verlockende Aussichten, die ihre Wirkung nicht verfehlen: 200 km westlich der kleinen grönländischen Küstenstadt Ilulissat hat der schottische Ölkonzern Cairn Energy vor kurzem mit ersten Probebohrungen begonnen. Daneben haben sich mit Exxon und Chevron bereits zwei Öl-Giganten mit Explorationslizenzen im arktischen Meer in Position gebracht, die sich auch nicht von widrigen Bedingungen abhalten lassen. Neben den tiefen Temperaturen dürfte insbesondere die Bohrtiefe keine einfache Herausforderung sein, die für Cairn Energy aktuell 4500 Metern beträgt. Zum Vergleich: Die im Golf von Mexiko gesunkene Plattform “Deepwater Horizon” förderte das Öl aus einer Tiefe von rund 7500 Meter, allerdings unter klimatisch wesentlich günstigeren Voraussetzungen.
Naturgemäss laufen Umweltschutzorganisationen Sturm gegen die Nordpol-Pläne der Öl-Multis. Denn das arktische Klima wird nicht nur für Mensch und Maschine unangenehm werden, eine neuerliche Katastrophe wäre für die Natur noch folgenschwerer als im Golf von Mexiko. Dort ist das Wasser warm und beherbergt dadurch Bakterien, die das ausgetretene Öl langsam zersetzen. In der Arktis wäre dies nicht möglich. (jr)



29. Juli 2010 um 22:29
Elektroheizungen statt Öl– und Gasheizungen.
Mehr Atomstrom für weniger Umweltverschmutzung. Atommüll recyceln für mehr Nachhaltigkeit!
Wirtschaftswachstum durch Produktivität erhöht den Stromverbrauch stark!
Das stört uns aber nicht, wenn wir rechtzeitig neue Kernkraftwerke bauen!
SVP!