Frischer Wind im Burgenland
Das Burgenland setzt vehement auf die Windkraft. Dank ihr soll die Region bald das erste stromautarke Bundesland Österreichs werden.
Entlang der Autobahn Wien – Budapest bietet die so genannte Parndorfer Platte beste Windverhältnisse. Der Wind weht beinahe ununterbrochen durch die flachen Gebiete um den Neusiedlersee. Ein Drittel aller über 600 Windräder in Österreich drehen sich in dieser Region und erbringen mit 370 Megawatt auch einen Drittel der 1000-Megawatt-Windkraftkapazität des Landes. Nun ist bereits die Errichtung von 200 weiteren Windrädern mit einer Leistung von rund 600 Megawatt geplant. Sie sollen dazu beitragen, ein ambitioniertes Ziel zu erreichen: Bis 2013 soll das Burgenland, gemessen an der Bevölkerungszahl das kleinste Bundesland, bezüglich Stromversorgung vollkommen autark werden. Noch vor wenigen Jahren war das Burgenland ohne eigene Kraftwerke und ein reines Stromimportland.
Bei der Planung mit einbezogen wurden auch die Anliegen der Naturschutzkreise. Die Windfarm, die unmittelbar an ein bedeutendes Vogelschutzgebiet grenzt, wurde so geplant, dass genügend grosse Korridore für den Durchzug der Vögel vorhanden sind.
Der Ausbau im östlichsten Bundesland geht Hand in Hand mit der Entwicklung im ganzen Land. Österreich, das bis zum Jahr 2020 34 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien decken will, plant bis 2015 die Zahl der Windräder auf rund 1500 mehr als zu verdoppeln. Bei der Stromproduktion ist das Land schon weiter: Der Produktionsmix besteht derzeit zu rund 59 Prozent aus Wasserkraft, 28 Prozent aus fossilen Energien und 13 Prozent aus neuen erneuerbaren Energien. (es)



10. August 2010 um 20:30
Enerneuerbare Energie statt AKW, NAtionalismus statt Einwanderung, Oekologie statt Wirtschaftswachstum!