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Türkei bald im europäischen Stromnetz

18. August 2010 | News | Ausland

Vor vier Jahren stellte die Türkei den Antrag ans europäische Stromnetz anschlossen zu werden. Im Herbst ist es so weit. Der Zusammenschluss wird eine Herausforderung für die Netzstabiliät.

Heute verlaufen Hochspannungsleitungen quer durch ganz Europa. Die ursprüngliche Idee des 1960 ausgelegten Hochspannungsnetzes war, dass sich die europäischen Länder bei Stromknappheit gegenseitig aushelfen können. Durch die Liberalisierung des Strommarktes ist ein reger Handel entstanden. Heute werden tagtäglich riesige Strommengen zwischen weit von einander entfernten Länden wie beispielsweise Portugal und Dänemark hin und hergeschoben. Am Stromhandel will in Zukunft auch die Türkei teilhaben. Deshalb hat sie 2006 ein Gesuch um Anschluss an das europäische Stromnetz gestellt.

Ähnlich wie bei den Autobahnen kommt es auch im Stromnetz durch die starke Nutzung zuweilen zu Engpässen. Die Netze kommen an ihre Kapazitätsgrenzen und ihre Stabilität ist gefährdet. Was es bedeutet, wenn die Stabilität der Netze nicht aufrecht erhalten werden kann, wurde beispielsweise im November 2006 deutlich, als halb Europa wegen eines Teilzusammenbruchs der Netze im Dunkeln stand.

Die Aufnahme der Türkei ist für die Netzstabilität eine weitere technisch Herausforderung. Denn je länger die Übertragungswege sind, desto schwieriger ist ein Netz stabil zu halten. Und die Türkei hat ihre grossen und leistungsfähigen Wasserkraftwerke vor allem im Osten des Landes, der fast 1500 Kilometer östlich vom Bosporus liegt. Im Herbst darf die Türkei deshalb noch keine Energie handeln. Im ersten Jahr wird sie nur für einen Testbetrieb ans Netz angeschlossen. Erst wenn dieser zeigt, dass die Netzstabilität gewährleistet ist, wird der Handel schrittweise freigegeben. (klo)

 

5 Kommentare

  1. Die Türken bauen Kernkraftwerke und schliessen sich ans europäische Stromnetz an. Damit wird die Versorgungssicherheit verbessert und das Wirtschaftswachstum angetrieben und intensiviert! Bravo!

    Wir brauchen Wachstum, Arbeitsplätze, Export und Investitionen!

  2. Die Türkei ist bereits jetzt ein Nettostromexporteur. Allerdings ist zu erwarten, dass durch den wirtschaftlichen Aufschwung der Türkei ihr eigener Strombedarf weiter steigen wird. Die Türken handeln also nicht für die EU, sondern sichern mit den AKW’s ihre eigene Versorgung.
    http://economywatch.com/e…ctricity_Production/

  3. So oder so nachhaltig und umweltfreundlich mit einheimischer Kernenergie!

  4. Das stimmt doch garnicht. Es sind drei Reaktoren geplant, einer davon konkret. Dieser soll dann 6 % des Stroms liefern. Die Türkei nutz neben Wasserkraft vorallem Öl und Gas aus dem Iran und Russland.

  5. Die Türken haben keinen Euro und profitieren von der schwachen Lire, die ihre Exporte beschleunigt. Viel Aufschwung.
    Die Atomkraftwerke müssen sie aberr mit Euro oderr chinesischem Geld zahlen. Das wird teuerè

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