Windenergiebranche ohne frische Brise
Nach Jahren des Wachstums sind die fetten Jahre für die globale Windbranche vorerst vorbei. Die Ursachen sind vielfältig, die Prognosen düster.
Ende 2009 waren weltweit Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 203,5 Gigawatt am Netz. Nach einer Prognose der World Wind Energy Association wird dieser Wert Ende des laufendes Jahres bestenfalls bestätigt. Die Windbranche tritt auf der Stelle – ein schmerzhafter Einschnitt nach Jahren stetigen Wachstums der weltweit installierten Windkraftleistung.
Besonders hart getroffen hat es Weltmarkführer Vestas aus Dänemark. 119 Mio. Euro Nettoverlust meldeten die Skandinavier unlängst und waren gezwungen, die Umsatzprognose für 2010 bereits zum zweiten Mal nach unten zu korrigieren. Düstere Aussichten, die sich auch negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken: 300 Stellen will Vestas im Heimatmarkt abbauen.
Dabei steht Vestas stellvertretend für eine Branche, die jahrelang erfolgsverwöhnt war. Nun scheint sich der Wind buchstäblich zu drehen. Einerseits vollzieht sich der Aufbau von Windparks auf hoher See langsamer als erwartet. Andererseits konzentrieren sich viele Volkswirtschaften in ökonomisch harten Zeiten auf Haushaltskonsolidierungen – zu Lasten der Förderung von erneuerbaren Energien.
Erschwerend hinzu kommen technische Entwicklungen, die ein weiteres Wachstum der Windbranche abwürgen. Neue Förder- und Bohrtechniken führen dazu, dass Erdgas in den USA viel billiger ist als noch vor einigen Monaten. Gaskraftwerke werden somit für Investoren attraktiver und graben gleichzeitig den Geldzufluss für neue Windanlagen ab. Branchenbeobachter prognostizieren, dass der Zubau von neuen Windrädern im Jahr 2010 auf die Hälfte des Vorjahresniveaus sinken wird. (jr)



28. August 2010 um 08:28
Der versiegende Subventions- Fluss lässt die Windräder- Blase platzen und das ist auch gut so. Die Windanlagen auf hoher See sind wohl landschaftsschonend und profitieren von einem regelmässigeren Windaufkommen, umgekehrt sind die Investitionen auch grösser, ebenso die Materialprobleme durch den Seegang und die Korrosion durch Salzwasser und Gischt.
Die Windenergie leidet, wie alle “Alternativenergien” unter der geringen Energiedichte, die dazu führt, dass der Materialaufwand für die Energiegwinnung einfach zu gross wird. Entsprechend hoch sind die Kosten. Die meisten Windräder erleiden das Schicksal der Versuchsanlage GROWIAN, sie werden nach einigen Jahren Betrieb stillgelegt, weil die Kosten zu hoch sind.
Die Unregelmässigkeit ist für die Stromgewinnung ein weiterer Nachteil. Der Strom hat einen geringen Wert, weil seine Erzeugung nur wenige Minuten vorausgesagt werden kann.
Angesichts steigender Stromkosten und schwieriger Wirtschaftslage muss bei den Subventionen für “Alternativenergien” gespart werden. Es darf nicht sein, dass die Bevölkerung für die Träume einer Minderheit zur Kasse gebeten wird.
Bei uns in der Schweiz ist der Baubeginn für das erste Kernkraftwerk der 3. Generation wichtig. Windräder, Nebelturbinen und Solarzellen können wir auch noch später aufstellen.
Für die Projektierung und Bewilligung eines Kernkraftwerkes ist mit 5-10 Jahren zu rechnen, der Bau wird noch einmal 5 Jahre beanspruchen, wie die in den letzten Jahren gebauten WWER- Anlagen zeigen. Beim EPR der AREVA oder erst projektierten Reaktortypen dauert der Bau noch länger.
Die Stromlücke wird auch bei anhaltender Wirtschaftsflaute ab 2020 Realität.
28. August 2010 um 15:24
Sich vordergründig über Subventionen für linken Unsinn empören und hinten rum genau diese Leute unterstützen und das Wirtschaftswachstum hinterfragen…
Wenn einer seit Jahrzehnten ökologischen Ideen nachhängt und Linke unterstützt, so kann er keiner von uns sein!
Die Offschor- Windräder müssen nicht erklärt sondern abgelehnt werden. Halblinke reden immer um den Brei!
28. August 2010 um 20:29
Nur eine konservative Politik kann die Wende bringen.
Längere LAufzeiten für die AKW, und den ausstieg aus dem Ausstieg!
28. August 2010 um 23:01
Es ist nicht der Moment, erneuerbare Energien und die Kernenergie gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen sie dringend alle! Auch wenn es zeitweise so aussieht, dass die eine oder andere Technologie eine nicht ganz einfache Zeit vor sich hat, ist das noch lange kein Grund, sie klein zu reden.
29. August 2010 um 21:20
Es geht überhaupt nicht darum, etwas klein zu reden, die Windräder sind schliesslich unübersehbar. Mich ärgert einfach die gigantische Geldverschwendung- damit bin ich nicht allein, immer mehr Menschen haben von der linken Politik der Steuergeldverschwendung und Geldverteilung an Linke genug und wählen SVP!
29. August 2010 um 21:38
Frankreich hat von 1974 bis etwa 2000 rund 60 neue Kernkraftwerke erstellt. Damit hat sich das Land aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sehr wirksam befreit und Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich kann viel Strom exportiert werden, während damals nicht importiert werden musste.
Warum ist diese vorausschauende Politik von damals heute nicht mehr umsetzbar- die Franzosen haben das sogar ohne Blocher geschafft!
30. August 2010 um 08:04
@jr (Artikelautor). Dass Vesta Absatzprobleme hat, wundert wenig. Zum einen ist Vesta in Dänemark durch die dortige Marktsättigung betroffen. Dänemark’s Windkraftkapazität ist ausgeschöpft und die Dänen schalten zunehmend ihre Anlagen ab, weil sie gemerkt haben, dass jene ihr Stromnetz destabilisieren. Sie hatten teilweise ihren Strom an Schweden und Norweger (auch die BRD) verschenken müssen. Vesta versucht deshalb, seine Produktion anderweitig zu verkaufen. Derzeit ist die USA (dank des pseudo-grünen Getues von Obama) einer der Hauptmärkte. Spanien und Italien haben ihre Förderpolitik aufgrund ihrer u.a. durch die grüne Subventionspolitik mit ruinierten Staatshaushalten zurückgefahren. Ergo wird es für Vesta eng. Hätte ich von dieser Firma Aktien, hätte ich sie schon lange verkauft.
30. August 2010 um 22:13
Grüne Utopien sind letztlich sinnlose Geldverschwendung.
Kernenergie, Elektroheizungen, Autos mit Euro- 5 Abgas und hocheffiziente Kläranlagen sind Super- Umweltschutz.
Grüne braucht es dafür gar nicht.
Die hohen Steuern der Sozis sind unsozial, das Getue der Grünen asozial.
3. September 2010 um 06:04
Wenn die Politiker tatsächlich unsere Landschaft mit Windrädern “verspargeln” wollen, so ist mit schmerzhaften Strompreiserhöhungen zu rechnen. Denn schlussendlich werden die Konsumenten für die teure Spielerei zur Verantwortung gezogen. Windstrom ist etwa fünfmal teurer als der aus Kernkraftwerken, zudem fällt er sehr unregelmässig und nicht steuerbar an. Entsprechend gross der zusätzliche Regel- und Speicheraufwand, der die Kosten mindestens verdoppelt. Zusätzlich Landschaftsverschandelung, weil z. B. für einen Hundertstel Kernkraftwerksleistung ein riesiges Gebiet benötigt wird.
Tatsächlich führt Windenergie zu mehr Protesten, als die gleiche Menge Kernenergie, weil von der Landschaftsverschandelung auch “normale” Menschen betroffen sind.
6. September 2010 um 21:17
Radioaktivität und Kernenergie sind Teile der Schöpfung, die dem Menschen zur verantwortungsvollen Nutzung zur Verfügung stehen!
CVP!