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Karin will es wissen – Speicherkraftwerke

14. Oktober 2010 | Wissen | Versorgung

Speicherseen als Energiespeicher? TV-Moderatorin Karin Lanz will es wissen und schaut beim Stausee Santa Maria am Lukmanier über und hinter die Staumauer.

Die Wasserkraft, die mit einem Anteil von rund 65 Prozent wichtigste Quelle der einheimischen Stromerzeugung, liefert ihre Energie aus Lauf- und aus Speicherkraftwerken. Letztere nehmen mit einem Produktionsanteil von ca. einem Drittel eine zentrale Rolle in der Versorgung der Schweiz mit nahezu CO2-freiem Strom ein.

Wie wird nun aber das Wasser eines Stausees zu Strom? Karin erklärt es Ihnen hier :

 

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54 Kommentare

  1. [Edit: Wegen Ver­stoss gegen unsere Kom­men­tar­re­geln gelöscht]

  2. Wasser- und Windkraftwerke sind sehr leistungsfähig bei der Stromerzeugung. Windkraftwerke haben den Nachteil, dass sie bei einer flachen Luftdruckverteilung über Europa fast nichts bringen, während sie bei viel Wind sofort zu einem europaweiten Stromüberschuss führen. Zum Glück können wir bei einigen unserer Stauseen mit Pumpspeicherung den überschüssigen Strom speichern. Auch wenn dabei ca. 30% der Energie verloren geht, ist das europaweite Zusammenspiel bei der Nutzung von Wasser- und Windkraft sehr nützlich.

    Wir sind dankbar für den elektrischen Strom aus erneuerbarer Energie. Doch reichen diese Quellen nach der Einschätzung unserer Elektrizitätsgesellschaften und unserer Landesregierung nicht aus, um die bald stillzulegenden Kernkraftwerke Mühleberg, Beznau I und Beznau II ersetzen zu können. Mit höherer Effizienz lässt sich nur ein Teil des voraussehbaren Mehrbedarfs kompensieren. Vor allem die zu erwartende stetig wachsende Zahl von Wärmepumpen fürs Heizen sowie die von den Automobilherstellern angekündigte schrittweise Umstellung auf Elektro- und Wasserstoffantrieb werden eine starke Zunahme des Stromverbrauchs mit sich bringen.

    Voraussetzung für eine sachliche Diskussion über unsere zukünftige Stromversorgung sind korrekte Mengenangaben für alle möglichen Stromquellen, eine seriöse Abschätzung des in Zukunft zu erwartenden Strombedarfs, sowie eine mengenmässig realistisch berechnete Effizienzsteigerung bei den Elektrogeräten und der Lichtnutzung.

    Der kleinste Kernreaktor in der Schweiz steht in Mühleberg und hat eine Jahresproduktion von 2.7 Mia. kWh. Das KKW Leibstadt produziert ca. 9 Mia. kWh im Jahr. Für die neuen KKW-Projekte in der Schweiz steht vor allem der EPR (Europäischer Druckwasser-Reaktor) zur Diskussion. Er hat eine Jahresproduktion von ca. 12 Mia. kWh.

    Grande Dixence ist die höchste Staumauer der Schweiz. Dank ihr können jährlich 2 Mia. kWh Strom produziert werden. 6 solche Staumauern oder 2’750 Windkraftanlagen (mit einer Jahresproduktion, wie sie im Durchschnitt von Anlagen in Deutschland erzielt wird) wären nötig, um die gleiche Leistung zu erreichen, wie sie ein neues Kernkraftwerk bringen würde.

  3. Ein paar wenige Quadratmeter Fotovoltaik aufs Dach, und der
    Strom für’s Auto ist reingeholt. Mit dem Akku noch ein effizienter Speicher mehr am Netz, der die unstete Produktion (über smart grid) mehr als ausgleicht. So sieht die Zukunft aus.
    “Gorleben” in der Schweiz? Nein danke!
    Ein Endlager hat nur dann politisch eine Chance, wenn der rasche Atomausstieg beschlossen ist.
    Und vielleicht auch dann nicht…
    Der Strom kommt für die grossse Mehrheit von uns halt einfach aus der Steckdose. Direkte Folgen der Produktion hat kaum jemand zu tragen. Diese werden in ander Länder (Uranabbau, Aufbereitung, Klimafolgen…) und in die ferne Zukunft exportiert. – Eine moralisch Frage also.

  4. Leider sind die Antikernenergie- Ideologen blind für die Entwicklungen auf der ganzen Welt!
    Erst vor wenigen Tagen haben die Vietnamesen in Russland und Japan je zwei Kernkraftwerke bestellt. So werden Arbeitsplätze gesichert!
    In China sind neue Kernkraftwerke in Betrieb gegangen, während Deutschlands Chaoten Polizisten attackieren und Fahrzeuge demolieren!

  5. Leider ist Richtig rum blind für alles, was bezüglich Erneuerbaren Energien läuft auf der Welt. Es wird bereits mehr an Energieerzeugung aus Windanlagen und Photovoltaik jährlich zugebaut als aus Atomanlagen.

    Da mögen einige Länder noch lange planen – auch in Vietnam wird es zehn Jahre dauern, bis bestenfalls ein erstes AKW ans Netz geht, vermutlich aber noch länger. Bis dann haben die Erneuerbaren kapazitätsmässig und von den Kosten her der Atomenergie längst den Rang abgelaufen.

    Auffällig ist ja auch, dass solche Projekte vor allem in Diktaturen geplant werden, wo der Widerstand der Betroffenen gar nicht erst zum Tragen kommt und der Staat die Grossanlagen finanziert. Auf rein privater Basis sind solche Technologiemonster längst nicht mehr zu berappen – mindestens 8 Milliarden CHF für ein AKW, welcher Private ist schon so blöd und investiert sein Geld mit so viel Unsicherheit für so lange Zeit. In ein paar Wochen hat er dafür eine Solaranlage auf dem Dach und mit anständiger Vergütung sogar noch eine kleine Rendite für die kommenden Jahre. Doch eben, dafür sind die AKWler ganz einfach blind.

  6. ….. und wir Konsumenten dürfen dafür bluten, eben wie in einer Diktatur! Indien, die grösste Demokratie der Welt, setzt stark auf Kernenergie, obwohl billige Kohle reichlich vorhanden ist. Kernenergie rentiert eben auch ohne Einspeisevergütung, weil der Preis und die Verfügbarkeit stimmen. Tatsächlich kann mit Windenergie recht viel Leistung generiert werden- ausser bei Flaute, zu geringer Windintensität und Sturm. Nur ist der Preis viel zu hoch. Und der Nutzen praktisch Null, da Kohlekraftwerke mitlaufen müssen, um die Schwankungen abzudecken. Eingespart wird nur etwas Brennstoff…. wenn überhaupt….. Dafür sollen wir endlos bluten müssen?????
    Nein, dagegen müssen wir uns wehren!

  7. Die Regierung Indiens plant die Förderung einzelner Solarprojekte in mehreren Phasen, die im Rahmen eines nationalen Programms realisiert werden (22.000 Megawatt bis 2023).

    In der ersten Phase sind in Indien 1.000 Megawatt (MW) neue netzgekoppelte Leistung bis 2013 vorgesehen. Aktuell sind rund 120 MW installiert. Das staatliche Energieunternehmen NTPC Vidyut Vyapar Nigam Ltd (NVVN) wird den Strom aufkaufen.

    Im Rahmen des Programms wurde von der NVVN eine Ausschreibung für Solarenergieanlagen zur Stromerzeugung über 620 MW veröffentlicht. Die Ausschreibung ist aufgeteilt in 150 MW Photovoltaik und 470 MW solarthermische Anlagen. Von der indischen Stromregulierungsbehörde werden die Investitionskosten für das Projekt auf 153 Milliarden Indische Rupien (2,57 Milliarden Euro) geschätzt. Für die Förderung der lokalen Wertschöpfung müssen Bieter bei der Umsetzung ihrer Projekte auf lokale Hersteller zurückgreifen (mindestens 30 Prozent). Dank der sich weiter positiv entwickelnden Rahmenbedingungen und der natürlichen Gegebenheiten hat Indien das Potenzial, sich in den kommenden Jahren zu einem der wichtigsten Märkte für erneuerbare Energien zu entwickeln.

  8. @Josef: Wer die Fortschritte bei den Erneuerbaren Energien nicht sieht, ist auf dem einen Auge blind. Wer nicht sieht, dass die nach Tschernobyl stark gebremste Weiterentwicklung der Nutzung von Kernenergie wieder in Fahrt kommt und der Bau von Kernkraftwerken weltweit vorangetrieben wird, der ist auf dem anderen Auge blind. In 16 Ländern befinden sich am 01.01.2009 48 Anlagen in Bau, in fortgeschrittener Planung sind weltweit über 100 neue Anlagen. Doch was viel wichtiger ist: Die Weiterentwicklung von Kernkraftwerken der 4. Generation und der Kernfusion wird vermehrt gefördert.

    Die heute zur Diskussion stehenden Kernkraftwerke der 3. Generation kann man tatsächlich, das gebe ich zu, nicht als nachhaltig bezeichnen. Sie können nur mit angereichertem Uran betrieben werden, welches dann nur zu etwa 2% genutzt wird. Ca. 98% der nutzbaren Energie bleibt im stark radioaktiven Abfall stecken. Würde man diesen, wie heute vorgesehen, ab 2040 mehrfach verpackt in Opalinuston einbetonieren, sollte er während 1 Mio. Jahre möglichst nicht mit der Biosphäre in Kontakt kommen. Zum Glück wird es in Zukunft wesentlich bessere Optionen geben. Nicht nur für unsere mittelfristige Energieversorgung, sondern auch für die langfristige Entwicklungsperspektive der Kernenergie-Nutzung ist es trotzdem sinnvoll, eine beschränkte Anzahl dieser Kernkraftwerke der 3. Generation zu bauen. In der Schweiz sind zwei solche Reaktoren mengenmässig optimal. Sie reichen bei der zu erwartenden schrittweisen Verlagerung des Energiekonsums auf die Stromversorgung schon in wenigen Jahrzehnten offensichtlich nicht aus, um unseren Bedarf abzudecken, und das ist gerade gut so. Eine Konkurrenzierung der Erneuerbaren Energien soll möglichst vermieden werden. Ich hoffe, es gelinge uns, die Erneuerbaren Energien in der Schweiz so weit zu bringen, dass sie den späteren Bau von weiteren Kernkraftwerken der 3. Generation unnötig werden lassen. Etwa ab 2030 werden dann erste Prototypen der 4. Generation erwartet, welche sowohl Uran wie auch Thorium sowie Plutonium aus ehemaligen Atombomben nachhaltig nutzen können. Gemäss Vorgabe darf zudem ein Kernkraftwerk der 4. Generation nur Abfälle mit einer Halbwertszeit < 100 Jahren erzeugen und es soll ungeeignet für die Proliferation und damit militärisch uninteressant sein.

    Langfristig wird die Ablösung der fossilen Brennstoffe allein durch die Erneuerbaren Energien kaum möglich sein. Das lässt sich heute abschätzen. Doch lassen wir auch diese Möglichkeit offen, selbst wenn sie sehr unwahrscheinlich ist. Es wäre für die gegen 10 Mia. Menschen wachsende Weltbevölkerung allerdings ein zu grosses Risiko, bereits heute auf die Option Kernenergie zu verzichten. Bei der zu erwartenden Verknappung der fossilen Brennstoffe ist eine weltweite Wirtschaftskrise in bisher unbekanntem Ausmass mit all ihren möglichen Konsequenzen zwar so oder so kaum noch zu vermeiden, doch ohne die Option Kernenergie wird sie noch schlimmer.

    Es ist nicht schwierig, zu zeigen, dass etwa die in der Wüste Sahara auftreffende Sonnenenergie mehr als den weltweiten Energiebedarf abdecken könnte. Die Sahara kann man auf der Weltkarte gut überblicken, doch hat sie in Natura unheimliche Ausmasse. Sie mit solarthermischen Anlagen oder Fotovoltaik zu überdecken, ist allein vom Unterhalt her gesehen ein Unding.

    Abschätzungen sind einzig dort möglich, wo bereits Erfahrungswerte für eine Extrapolation zur Verfügung stehen, welche dann erst noch gemäss den zu erwartenden Entwicklungen korrigiert werden muss. Folgendes zeichnet sich heute in etwa ab:

    (1) Die Infrastruktur in der Schweiz wächst täglich und erfordert sowohl bei der Erstellung, bei der aufwendigen Instandhaltung und beim Gebrauch täglich mehr Energieaufwand. Z.B. die Neat und der Lötschbergtunnel kosten nicht nur viele Milliarden sFr. sondern verbrauchen Unmengen von Energie. Jedes Jahr werden mehr Zugsverbindungen in den Fahrplan aufgenommen und die zunehmende Zahl von Güterzügen bringt z.B. den Lötschbergtunnel schon heute an seine Kapazitätsgrenze. Ohne dass wir viel davon sehen, werden Kanalisationsleitungen, Kabel usw. verlegt. Ohne dass wir viel bemerken, werden Kläranlagen erweitert. Es werden neue Schulhäuser gebaut, die Gesundheitsvorsorge wird laufend verbessert. Diese Liste könnte schier endlos fortgesetzt werden. Unsere wachsende Infrastruktur braucht zunehmend Energie. Zum Glück steigt gleichzeitig die Energieeffizienz, insbesondere beim Heizen von Neubauten. Insgesamt zeichnet sich seit einigen Jahren in der Schweiz ein Nullsummenspiel bei ca. 6'000 Watt Energieverbrauch pro Einwohner ab. Die von Prof. Eberhard Jochem (ETH Zürich) propagierte 2'000 Watt-Gesellschaft ist leider nicht mehr als ein Wunschdenken. Unser Energiekonsum geht ganz klar nicht in diese Richtung.

    (2) Weltweit wächst der Energiebedarf konjunkturbereinigt um 2%. Rein rechnerisch würde das bis ins nach-fossile Jahr 2200 die 45-fache Energiemenge von 2009 ergeben. Das ist natürlich völlig unmöglich. So lange kann der weltweite Energieverbrauch offensichtlich nicht mehr wie heute wachsen! Meine persönliche Abschätzung lässt den heute angegebenen weltweiten Energieverbrauch von 117 – 125 PetaWattStunden (je nach Quelle) auf etwa 350 PetaWattStunden ansteigen. Wenn ich da eifrig weiter rechne, komme ich bei diesem Weltverbrauch zu der Abschätzung, dass wir Schweizer so eine 6'000 Watt-Gesellschaft bleiben würden.

    (3) Die Erneuerbaren Energien mögen zur Zeit noch nicht Schritt zu halten mit dem weltweit wachsenden Energiebedarf und gleichzeitig ist seit Tschernobyl bis heute ein Stillstand bei der Kernenergie zu beobachten. Die Folge davon ist ein spürbarer Rückgang des prozentualen Anteils der Nicht Fossilen Energien. Während den letzten etwa 20 Jahren ging deren Anteil von 20% auf nun bald 15% zurück. Experten befürchten einen weiteren Rückgang auf 10%. Auch wenn wir doch plötzlich eine Trendwende beobachten könnten, ist der Weg seeeeehr weit bis zu einer früher oder später stattfindenden Ablösung der Fossilen Energien.

    (4) Österreich, unser Nachbar mit ungefähr denselben Voraussetzungen, versucht alles, um ohne Kernkraftwerke auszukommen. Vorteil: 23% Erneuerbare Energie (Schweiz 17%), allerdings ist man jetzt offenbar am Anschlag, in den letzten 20 Jahren war der Fortschritt nur 1%. Nachteile: 30% des Stroms wird mit fossilen Brennstoffen produziert. Eigenversorgung mit elektrischer Energie gelingt zunehmend schlechter. Ungefähr 20% des konsumierten Stroms kommt laut Schätzungen mittlerweile aus AKW im Ausland, Tendenz steigend. Der Strom in Österreich ist zudem sehr teuer.

    (5) Deutschland tut alles was finanziell noch irgendwie erträglich ist, um mit Wind und Fotovoltaik Erneuerbare Energie zu erzeugen. 2009 konnte 7,58% des Stromverbrauchs mit Windkraftanlagen abgedeckt werden. Das entspricht 1,6% des Gesamtenergieverbrauchs. Immerhin bringt dies gut das 7-fache im Vergleich zur Fotovoltaik. Diese lieferte 2009 nur 1,06% des benötigten Stromes, das sind 0,2% des Gesamtenergiebedarfs. Windenergie und Fotovoltaik zusammen decken folglich zur Zeit 1,8% des Gesamtenergieverbrauchs Deutschlands ab. Die Lebensdauer von Fotovoltaikzellen beträgt 25 Jahre (Leistung geht zwischen 20 und 30 Jahren kontinuierlich verloren). Gewisse Anlageteile müssen schon vorher ersetzt werden. Auch bei Windkraftanlagen ist der Unterhalt sehr aufwändig und kostspielig. All diese Stromerzeuger werden nur in Betrieb genommen, weil während jeweils 20 Jahren eine hohe Einspeisevergütung gewährt wird. Diese erhöht den Strompreis massiv.

    Lieber Josef, wie Sie sehen habe ich schon meine Gründe, möglichst beide Augen offen zu halten. Nachhaltig zu denken ist oftmals anstrengend. Die Welt ist komplizierter, als ideologisch ausgerichtete „Castor-Blockierer“ sich vorstellen. Ohne ein Physikstudium und ohne sich über längere Zeit in möglichst vielen vor allem objektiv neutralen Quellen über die Energieversorgung zu informieren, ist es praktisch fast nicht möglich, die komplexen Zusammenhänge zu sehen. Auch dann noch muss man jederzeit bereit sein, neue Sachverhalte zu erkennen und allenfalls seine Meinung zu ändern. Bis auf weiteres haben wir allen Grund zu sagen:

    Es braucht alle drei, Energieeffizienz, Erneuerbare Energie, und Kernenergie !!!

  9. @ Benedikt Jorns : Gratuliere zum sachlichen und sehr ausgiebigen Erörtern.
    Ich vermisse nur den Hinweis auf das Recycling des Brennstoffs von Reaktoren der 2. und 3. Generation. Diese lässt die Wiederverwertung eines grossen Teils der verbliebenen Spaltstoffe zu.
    LEider wird sie durch ein Moratorium von alt- BR Leuenberger sabotiert.

    Für die Grünen und Studierstuben- Ideologen ist die aktuelle 3. Generation der Kernkraftwerke ein Tabu und die kommende 4. Generation ein rotes Tuch!

    Nachhaltig denken ist zweifellos anstrengen. Daher denken Castor- Blockierer, Atomaussteiger und Gratisheroin- Träumer lieber ideologisch.

  10. Der Benedikt Jorns ist schon gut.
    Aber jetzt sind Ersatz Kernkraftwerke sehr wichtig. Baubeginn möglichst bald.

  11. Na Ihr Kernschlucker, wo sind sie denn, die neuen AKW?

    Zur 3. Generation: Soeben meldet Le Figaro, dass Flamanville sich sogar bis 2015 verzögert und die Baukosten um eine weitere Milliarde ansteigen (Le Figaro vom 27.10.10 – für des Französischen Kundige: http://lefigaro.fr/societ…pour-l-epr-d-edf.php

    Und die 4. Generation wird ähnlich wie die versprochene Kernfusion am St.Nimmerleinstag verfügbar sein. Wacht endlich auf und seht die Realitäten – nichts von neuen AKW weit und breit!

  12. @Mehrschicht:
    Kontradiktorische Diskussionen bringen uns oft weiter. Doch die ideologisch ausgerichteten „Atomkraft? Nein Danke – Kämpfer“ könnten noch mehr erreichen, wenn sie die vielen Argumente für und gegen Kernkraftwerke objektiv gegeneinander abwägen würden, anstatt mit der grünen Brille nur die für sie sprechenden zu sehen. „Mehrschicht“ ist ein typisches Beispiel: Er/Sie übersieht glatt, dass am Schluss des Artikels im Figaro ein Link zu den flott laufenden EPR-Neubauten in China steht!

    Betrachten wir doch die Entwicklung objektiv und nüchtern. Nach der Katastrophe von Tschernobyl folgte ein weltweites Moratorium für den Bau von neuen Kernkraftwerken. Die Neuen Erneuerbaren Energien rückten ins Interesse und wurden in vielen Staaten gefördert. Für uns Schweizer ist es besonders interessant, die Entwicklungen in Deutschland, Österreich und Spanien zu verfolgen.

    Die Weiterentwicklung der Kernenergie-Nutzung konzentrierte sich fortan auf die Kernfusion. Auch in Deutschland findet man nicht wenige Kernkraftwerkgegner, welche die Weiterentwicklung der Kernfusion begrüssen. In Jülich und im Max-Planck-Institut wird an weltweit vorderster Front geforscht. Das wohl faszinierendste internationale Projekt ITER in Cadarache (Südfrankreich) wird nach vorerst langen Verhandlungen seit August 2010 gebaut. Ein bekannter emeritierter Physik-Professor sagte mir letzthin: „Vorerst hatte ich den Eindruck, die wissen nicht so recht, wie sie die Entwicklung der Kernfusion angehen wollen. Doch nun konnte ich sehen, sie haben grosse Fortschritte gemacht.“ Doch bleiben wir objektiv: Die Entwicklung der Kernfusion ist ein Riesending. Wahrscheinlich ist sie für die Menschheit langfristig von existentieller Bedeutung. Das erste Strom produzierende Kernfusionskraftwerk wird in einigen Jahrzehnten Wirklichkeit werden. Doch der Weg bis zur kommerziellen Nutzung ist weit.

    Die Weiterentwicklung der Kernkraftwerke mit Kernspaltung erholt sich zwar zusehends vom „Tschernobyl-Schock“, doch tut sie sich noch immer schwer. Die Ausbildung von Fachleuten kommt seit einigen Jahren wieder zum Laufen, so z.B. auch an der ETH in der Schweiz. Die nach Tschernobyl entstandene Personallücke wird sich in wenigen Jahren langsam schliessen. Die Entwicklung von Kernkraftwerken der 3. Generation hatte vor allem das Ziel, Katastrophen wie in Tschernobyl praktisch unmöglich zu machen und sie im allerschlimmsten Fall auf das Reaktorgebäude zu begrenzen.

    Dass „Michael“ möglichst rasch mit dem Bau von neuen Kernkraftwerken beginnen möchte, begreife ich. Doch bleiben wir objektiv und ehrlich. Ganz unglücklich sind wir nicht, dass Schweden und Frankreich das „Lehrgeld“ für die neu entwickelten EPR-Reaktoren bezahlen. Natürlich steckt hinter dieser Haltung ein wenig egoistisches Denken. Irgend ein Land muss ja als erstes einen Neubau wagen. Die grössten Probleme machen offenbar die hohen Anforderungen an die Projektführung und die Durchsetzung der hohen Qualitätsanforderungen bei den Zulieferanten.

    Sobald ihr Atomkraftwerkgegner den nicht durchführbaren Ausstieg aus der „Atomkraft“ einseht, könnten wir offen über die Konkurrenzsituation der Kernenergie und der Erneuerbaren Energien diskutieren und versuchen, Kompromisse zu finden. Praktisch niemand bestreitet heute den langfristigen Nutzen der Erneuerbaren Energien. Wir müssen tatsächlich schauen, dass ihre etwas schwierige Startphase nicht zum finanziellen Engpass wird. Was wir in der Schweiz brauchen, ist eine umfassende Energiestrategie, welche die Nicht Fossilen Energiequellen insgesamt fördert. Im Moment sind wir gegenüber Österreich bei deren Nutzung zu stark im Rückstand. Österreich kann heute 23% seines Gesamtenergieverbrauchs mit den Erneuerbaren Energien abdecken, wir 6% weniger. Die Konkurrenzierung mit „Atomstrom“ dürfte nach meinem Ermessen nicht mehr als 3% Differenz zulassen. Sonst müssen wir unsere Bedingungen für die erneuerbaren Energien verbessern.

    Ob dereinst die Erneuerbaren Energien die fossilen Energiequellen allein ablösen können, oder ob auch langfristig zusätzlich die Nutzung der Kernenergie notwendig ist, kann sich auch in einer fairen Konkurrenz der beiden Energiearten abzeichnen. Ich selbst bin davon überzeugt, es braucht alle drei: Energieeffizienz, Erneuerbare Energie und Kernenergie.

  13. kleine Korrektur:
    … dass Finnland und Frank­reich das „Lehr­geld“ …

  14. Ja lieber Herr Jorns – und wer dann des Französischen mächtig ist – bei Ihnen wohl weniger der Fall – der liest im Artikel, dass die chinesischen EPR vermutlich wegen sehr laxen Sicherheitsbestimmungen so schnell zum Laufen gekommen sind! C’est la langue, qui fait la musique :-)

  15. Ja, liebe(r) „Mehrschicht“, wer von uns beiden besser französisch spricht, weiss ich nicht. Ich gehe davon aus, dass wir beide die Artikel im Figaro gut verstehen. Für mich stehen die zwei Aussagen „Le programme chinois se déroule plutôt bien“ und „ .. on note en particulier que le retour d’expérience de Flamanville et d’Olkiluoto contribue grandement à la réussite du chantier“ im Vordergrund. Dass die beiden Reaktoren in China schneller als in Frankreich gebaut werden können, interessiert mich etwas weniger. Ich gehe davon aus, dass wir in der Schweiz aus verschiedenen Gründen etwa zwei Jahre länger als die Chinesen haben werden. Auch die Baukosten werden in der Schweiz höher ausfallen.

  16. Demonstriert kräftig gegen AKW und China!

  17. Ja die Kernfusion, wann die mal klappt das steht doch in den Sternen.
    Und die Atomlobby wettert immer gegen den hohen Preis der Wind oder Solarnergie. Aber wer hat den die Forschung der Kernenergie in den Anfangsjahren bezahlt? Das war der Staat. Und wer treibt die Forschung in Frankreich an, mit unter auch der Staat, und auch die Forschungen zur Kernfusion werden vom Staat bezahlt. Wenn man dann bei Atomkraftwerken von billigem Strom redet ist das eben auch nicht ganz die Wahrheit. Und wieso kein Atomkraftwerk ernsthaft versichert sein muss, dass soll mir auch mal einer erklären. Wie wärs wenn der Staat die Versicherungen für andere Energieformen übernimmt?

    Und halt ebenfalls nochmals zum Preis. Ist vielleicht mal einer auf die Idee gekommen das eben der verhältnissmässig tiefe Preis von Strom dazu führt das wir ihn praktisch bei jeder Gelegenheit verschwenden? Wenn man mal schaut wo überall total sinnlos Leuchtreklamen flackern, oder warum der Aufzug in jedem Büroturm auch nachts auf Druck gehalten wird, und warum in jedem SBB Zug auch tagsüber 250 Lampen brennen, dann sieht man doch ganz klar das Strom viel zu billig ist. Wäre er nämlich teuerer würde man ihn nicht so verschwenden. Es sind ja noch nicht einmal Punkte die unsere Lebensqualität einschränken würden.

    Und wieso nicht die Sahara zu pflastern? Das ganze ist nur eine Frage des Geldes, klar kann es etwas teuer werden, aber wenn man eben die Forschung, die Versicherung, und die jahrelange Endlagerung noch dazu rechnet, erst dann ist die Rechnung bei AKWs zu ende gerechnet.

    Dazu wird auch bald noch die Wellenkraft sehr konstant aus dem Ozean Strom liefern können, zusammen mit all den anderen Alternativen Energien muss man nur genug prudzieren, dass es eben immer reicht. Und in der Zeit in der man Strom im Überschuss hat, also vorallem in der Nacht, füllt man Stauseen, lädt Autoakkus auf, UND stellt Wasserstoff für die Fahrzeugflotte her. Wasserstoff kann gespeichert werden und dann verbraucht werden wenn man ihn auch benötigt.

    Das Strom vielleicht auch mal aus Spanien oder der Nordsee in die Schweiz kommt, ist wohl halb so schlimm, schliesslich sagt jetz auch keiner was wenn Gas und Erdöl von Lybien und dem Iran kommt. Und Uran kommt auch öftersmal aus eher unsicheren Ländern. Und mit der Wasserkraft hat die Schweiz einen guten Trumpf für die europäisch Spitzenenergie in der Hand.

    Letztendlich wird in der Schweiz aber das Volk über die Atomkraft entscheidn, zum Glück.

  18. Hoppla,
    wurde mein beitrag von vor 2 Wochen “versehentlich” gelöscht oder hab ich gegen eine regel verstossen ?
    Bitte teilt mir den Grund mit!

  19. Weniger rösseln und aufmerksamer lesen.
    Die Welt setzt auf Kernenergie und auch die Schweiz braucht neue KKW, um die Stromlücke effizient und intelligent zu stopfen!

  20. Hallo Richtig rum,
    was heisst bitte rösseln ?
    Ich hoffe doch nicht dass damit kritische Kommentare gemeint sind !?
    Wieso lässt man die alten KKW nicht einfach weiterlaufen wie jetzt in Deutschland ? das wäre doch wirklich effizient und dazu sehr ökonomisch.
    Ein super Geschäft wäre auch zusätzliche Speicherkraftwerke zu bauen. Dann kann man den überschüssigen Windstrom aus D an der Börse fast geschenkt einkaufen und zu Hochtarifzeiten wieder verscherbeln.

  21. Die Schweiz braucht Versorgungssicherheit, nicht Spekulation. Windstrom ist sehr unsicher. Fällt mal an, dann wieder nicht, sehr kurzfristig.
    Das bringt nichts. Dazu kommen die knappen Leitungskapazitäten.

  22. Wir wollen doch nicht die warme Luft vom “Richtig rum” in Strom wandeln! Obwohl die fast dauernd anfällt.

  23. Leider schiesst Rotgrün nur auf den Mann, statt sachlich zu argumentieren. Die Kernenergie hat seit 1975 enorme Fortschritte gemacht, obwohl sich der Rückhalt in der Politik massiv verschlechtert hat.
    Die Argumente der ideologisch motivierten Kernenergiegegner sind jedoch bis auf ganz seltene Ausnahmen genau gleich (falsch) geblieben, “Tschernobyl” ist die einzige echte Innovation.
    Interessant ist dabei, dass ausgerechnet die Ukrainer nicht auf die Kernenergie verzichten wollen, obwohl sie doch eine sehr negative Erfahrung machen mussten. Immerhin setzen sie heute auch auf sichere Druckwasser- Reaktoren.

    Vielleicht wäre es sinnvoll, die extremsten Grünen nach Majak zu schicken, damit sie dort so richtig diskutieren können.

  24. Der hier am meisten “auf den Mann schiesst” und mit Schlagworten und Verunglimpfungen um sich wirft, blökt gleich, wenn einer mal mit gleicher Münze zurückzahlt. – Bemerkenswert.
    Hier noch einmal eine Auswahl an Argumenten gegen AKW:
    - Wirtschaftlich: Blockade von sehr viel Kapital für Jahrzehnte in einem Sektor, der sich schnell wandelt.(Klumpenrisiko) Zudem geht bei der Atomenergie fast die gesamte Wertschöpfung ins Ausland. Die einheimische Wirtschaft hat das Nachsehen. Versorgungssicherheit ist nicht gegeben, da Uran endlich ist und zu 100% aus dem Ausland kommt.
    - Sicherheitspolitisch: AKW produzieren Material für “Schmutzige Bomben”, Mafiöse Organisationen beteiligen sich am lukrativen Geschäft des “Verschwindenlassens” der Abfälle, tragbare Waffen werden immer bedrohlicher und durchschlagen inzwischen auch die Schutzhüllen der Reaktoren.
    - Gesundheit/Ökologie: Uranminen und Wiederaufbereitungsanlagen verschmutzen und verseuchen die Umwelt. Atomenergie tötet.
    - Verantwortung für kommende Generationen: Die Entsorgung des Stahlenmülls ist keineswegs gelöst, wie die Probleme z.B. in Asse (D) zeigen. Weltweit existiert noch kein einziges Endlager für stark radioaktive Abfälle. Es ist unmöglich, diese Abfälle für die erforderliche Zeit von 100000 Jahren absout sicher zu verwahren.
    - Restrisiko: Jede Technologie kann gundsätzlich versagen. Auch Flugzeuge verfügen über mehrfach abgesicherte Systeme.
    Abstürze sind extrem unwahrscheinlich. Trotzdem kommen sie immer wieder vor. Ein “Absturz” eines AKW würde unser ganzes Land und das angrenzende Ausland für Jahrhunderte unbewohnbar machen. Keine Versicherung ist in der Lage, dieses Risiko abzudecken. Die Betrieber der AKW versichern nur eine lächerlich klein Teil des zu erwarteten Schadens. Wollen wir wirklich dieses Risiko für uns und unserer Kindeskinder eingehen?

    Machbarkeitswahn, Machtdenken, Vertuschung von Skandalen und grenzenlose Ignoranz prägen die Atomwirschaft. Alternativen sind vorhanden. Wir schwimmen geradezu in sauberer, regenerierbarer Energie. Es ist einzig eine Frage des politischen Willens, diese zu nutzen. Atomenergie leistet einen vernachlässigbaren Anteil am weiltweiten Energiekuchen. Sie hat keineswegs das Potenzial, die fossilen Energieträger abzulösen. Fortschritt bedeutet Wandel hin zu einer nachhaltigen Energiezukunft. Alles Andere ist Rückschritt.

  25. @ Korona

    “Zudem geht bei der Atom­en­er­gie fast die gesamte Wert­schöp­fung ins Aus­land”.

    Wieder eine dieser Aussagen, welche auch durch ständiges wiederholen nicht wahr wird.

    Tatsache ist, dass bei einer Investition von etwa 8 Mia für ein Ersatz-KKW eine Wertschöpfung von etwa 3 Mia in der Schweiz erzeugt wird.

  26. Da wir uns gerade ganz vereinfacht unterhalten:

    3 MIA aus der Schweiz für die SCHWEIZ.
    5 MIA aus der Schweiz für unsere FREUNDE IM AUSLAND!

    Vielleicht sind es auch 4.5 mia zu 7.5 mia, aber ohnehin scheint mir zum Beispiel das Alternativangebot der “Megasol Energie AG” um einiges interessanter!

    http://nachhaltigkeit.org…-fuer-akw-muehleberg

  27. Wirklich eine bedenkenswerte Alternative! Die Bandenergie kommt dann vom geplanten Geothermiekraftwerk und ist gar nicht mehr so wichtig, weil die Elektromobile via Smart Grid das Problem lösen. Ausserdem weht immer irgendwo Wind in Europa.

  28. Leute, euch ist wirklich nicht zu helfen. Ihr glaubt doch wohl nicht, dass die wesentlichen Komponenten einer Stromversorgung mit erneuerbaren Energien mehrheitlich aus der Schweiz kommen. Das bildet Ihr euch einfach nur ein und daran glaubt ihr unerschütterlich. Die Wertschöpfung ist kaum grösser.

    Bei Autos dürfte es ja wohl klar sein. Warum baut die Schweiz keine Autos im eigenen Land ?? Ein modernes Land entwickelt sich eben zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Es wird einmal zuviele Handwerker und Bastler brauchen um die von euch so geliebten dezentralen Netze im “Schuss” zu halten.

  29. Es ist schon hochinteressant. Zum Vorschlag der Megasol als Ersatz für Mühleberg habe ich in diesem Forum praktisch keinen einzigen kritischen Kommentar gefunden. Aber es dürfte klar sein. Vor der Abstimmung will man nicht noch eine grosse Kontroverse vom Zaun brechen. Schliesslich soll dieser Vorschlag die beste Waffe für ein Nein bleiben.

    Nur: Einige wesentliche Angaben wurden in dieser grandiosen Mogelpackung nicht gerade unterdrückt, aber man muss sie suchen. Damit alles zusammenpassen würde ginge es um die sagenhafte Zahl von rund 160´000 Plätzen (ich sage jetzt wohlweislich nicht Dächer !) wo die Panels zu montieren wären. Dies wären im Schnitt 300 m2 Panelfläche pro Objekt bzw. Anlage !!!! Dies ist die einzige simple Rechnung die zu machen ist, aber ich denke, dass die es wirklich in sich hat. Im Vergleich: Eine Standard PV-Anlage auf dem Dach eines EFH benötigt rund 30 m2.

    Wie und wo die Megasol diese 160´000 Objekte finden will bleibt mir ein grosses Rätsel. Wie die Medien halt so sind -viele können nicht einmal richtig abschreiben – so geisterte auch die Zahl von 16´000 in der Presse herum. Als Zahl zwar wesentlich besser, aber eben mit dem Unterschied, dass dies dann in 3´000 m2 resultieren würde. Nicht einmal eine derart einfache Rechnung scheint der Grossteil der Bevölkerung also durchführen zu können. Es sind und bleiben aber 48´000´000 m2, die benötigt werden.

    Korona, Anders rum und andere Anhänger eines Nein zu Mühleberg: Kommentiert einmal die 160´000 benötigten Objekte (welche die Megasol angeblich mit einem selbst entwickelten Satellitenprogramm auffinden will).

  30. Eine Anlage von ca. 20 m2 Fläche produziert heute den Jahresbedarf eines 4 Personen-Haushaltes. Ohne nachzurechen wird damit klar, dass der Vorschlag von Megasol keine Utopie ist. Mickrige 20m2 für eine Durchschnittsfamilie lassen sich spielend auf bestehenden Dachflächen unterbringen!
    Dazu kommt natürlich noch die Industrie, doch auch diese hat enorme Flächen vorzuweisen, die sich schadols nutzen liessen.
    Dann noch Turnhallen, Schulhäuser, Feuerwehrmagazine, Parkhäuser, Lawinenverbauungen, Lärmschutzwände…

  31. Warum will mich hier eigentlich niemand verstehen ??

    Ich sprach doch ganz klar von 160´000 Objekten (Dächer, Schallschutzwände, Fabriken, etc.). Auf jedem müssten im Schnitt 300 m2 PV-Panel installiert werden. Es geht um eine Montagefläche bzw. PV-Fläche von total 48 km2. Warum gehen solche Zahlen einfach nicht in die Köpfe der meisten Leute ?? Ist es einfach der Glaube daran, dies innert nützlicher Frist schaffen zu können ?

    Diese Feststellung hat doch absolut rein gar nichts damit zu tun, dass auf einem EFH eine Fläche von 20 m2 (theoretisch) einen 4-Personen-Haushalt versorgen kann.

    Das KKM versorgt in der Grössenordnung von 500´000 Haushalten. Das Ziel wäre es ja die gesamte Produktion von Mühleberg zu ersetzen.

    Als Ingenieur habe ich eine Beziehung zu Zahlen. Dieses fehlt hier offenbar den meisten. Sie können auch nicht die einfachsten Abschätzungen durchführen.

    Wer weiss denn schon im Kanton Bern wieviel Flächen theoretisch total zur Verfügung stehen ? Enorme Flächen, wie gesagt wird. Und wieviel dann wirklich zur Verfügung gestellt werden würden. Sicher nicht alle möchten sich auf PV verlassen (plus Netzanschluss). Fragen über Fragen. Megasol hat die Offerte gemacht ohne sich im geringsten darüber im klaren zu sein. Ein völlig unseriöses und unprofessionelles Vorgehen. Jetzt sind sie daran mittels Fragebogen diese Flächen zu ermitteln !

    Ich sagte ja bereits, dass ich das ganze für eine einzige gigantische Mogelpackung halte. Warum habe ich eigentlich praktisch keine Reaktionen darauf gesehen ?

    Es scheint, dass ich mit meinen Argumenten gegen eine Betonwand anrenne.

  32. Ja, du Schlaumeier Brownie: Dann schau mal nach Deutschland, da wurde in einem einzigen Jahr(!) ungefähr genau diese Menge an Solarkapazität zugebaut (nämlich rund 8 GWp mit entsprechendem Flächenbedarf), die Megasol für den Bau während 15 Jahren vorschlägt. Jetzt behaupte mal einer, das sei nicht möglich. Brownie kann vielleicht rechnen, aber nicht sehen, was in der Welt passiert.

    Es gibt auch Angaben des Fachverbandes Swissolar, der auf allen geeigneten Dachflächen der Schweiz so viele PV-Anlagen als möglich erachtet, dass sie ca. 30 Prozent des hiesigen Strombedarfs abdecken – was der Rechnung von Megasol ziemlich ähnlich ist.

    Also Leute, macht die Augen auf und lasst euch nicht von vermeintlichen Experten wie dem Brownie und anderen Ingeniören Sand in dieselben streuen!

  33. Die Grünen sind gegen Staumauern, Autobahnen, Atomkraftwerke, Fabriken, Kehrichtverbrennungsanlagen, Starkstromleitungen, Bauernhöfe, Umfahrungsstrassen und und und …. die werden früh genug auch gegen die Windrädli und die Sonnenkollektoren demonstrieren. Wenn die Pflastersteine auf die Sonnenkollektoren fliegen, hilft kein Tränengas mehr, dann gibt es Scherben!

    Baut drei oder vier neue Atomkraftwerke, senkt die Benzinsteuer und schafft Tempo Waldsterben und die Autobahnvignette ersatzlos ab!

  34. Korona, Anders rum und andere Anhän­ger eines Nein zu Müh­le­berg: Kom­men­tiert ein­mal die 160´000 benö­tig­ten Objekte (wel­che die Mega­sol angeb­lich mit einem selbst ent­wi­ckel­ten Satel­li­ten­pro­gramm auf­fin­den will).

    Dass all dies im höchsten Masse dubios ist geht auch daraus hervor, dass die Megasol zwar von 160´000 spricht, diverse Medien aber interessanterweise von 16´000. Ob dies einfach nur falsch abgeschrieben (!) wurde oder gar Absicht ist (weil 160´000 halt doch etwas gar viel ist) ??

    Siehe meine Beiträge 29 und 31

    Ich warte mit Interesse auf Eure Antwort.

  35. Kannst nicht lesen? Beitrag 32 enthält die gesuchten Antworten – aber gegen Fakten geimpft, hilft wohl jedes Argumentieren nichts.

  36. @ Xaver

    Das ist halt das ganz spezielle an Leuten wie Dir. Du verwechselst Fakten mit deinen Vorstellungen. Fakten gibt es immer erst hinterher.

    2009 betrug die PV-Produktion bei uns etwa 50 GWh, die total installierte Leistung etwa 70 MWp. Die entspricht im übrigen einer Volllaststundenzahl all dieser etwa 6´800 Anlagen von nicht einmal 800 h im Jahr. Lachhaft bei 8´760 h die ein Jahr umfasst. Dies sind im übrigen genau 0.078% der jährlichen Nettostromproduktion der Schweiz im 2009. Ein Trost: Wind war mit 0.035% noch schlechter. Und trotzdem reden alle ständig von PV und Wind als aussichtsreiche Energieträger in diesem dicht besiedelten Land.

    Bei einer Zuwachsrate in der Produktion von jährlich 50% (bis heute nicht erreicht) käme man in etwa 12 Jahren theoretisch auf den von Megasol angegebenen Wert von rund 8´900 MWp

  37. Ein letzter Versuch: Deutschland schafft in einem Jahr, was Megasol für deren 15 anvisiert – warum soll das nicht funktionieren?

  38. @ Xaver

    Mein Kommentar ging raus bevor ich fertig war.

    Im übrigen sind PV und Wind nicht grundlastfähig. Dies ist jetzt eine wirkliche Tatsache ! Sie wird interessanterweise von den meisten Leuten mehr oder weniger als technisches Detail ignoriert, aus welchen Gründen auch immer. Sie führt aber dazu, dass mit diesen beiden Energieträgern leider alle möglichen Klimmzüge im Netz bzw. bei der allgemeinen Stromversorgung nötig wären, würden sie im wirklich grossen Stil eingesetzt (für Beispiele siehe Deutschland). Nicht zu vergessen, dass an den Klemmen der Anlage erst einmal (weitgehend unbrauchbarer) Gleichstrom entsteht. Noch so ein unbedeutendes Detail für die meisten. Hauptsache man ist beim ganzen hype dabei und kann ständig irgendwelchen Unsinn in den Blogs verbreiten.

    Was ich oben bez. notwendiger Zuwachsrate im Stil Megasol für PV geschrieben habe nennt man eine exponentielle Entwicklung. Vielleicht hast Du schon davon gehört oder kannst die Rechnung sogar nachprüfen. Das Problem ist einfach, dass ein Start mit 50% jährlichem Zuwachs noch relativ einfach ist. Die 50% sind aber immer schwieriger zu erreichen je höher die absoluten Zuwachswerte werden.

    Und komm mir doch nicht immer mit Deutschland. Was soll das ? Dort wurde über eine Zeitdauer von mehr als 20 Jahren mehr als 50 Mia EUR in Form von direkten Subventionen und KEV des Staats hineingebuttert und es geht in diesem Stil noch munter weiter. Damit deckt man aber nur läppische gut 1% des Stromverbrauchs in Deutschland ab. Welch tolles Kosten/Nutzen-Verhältnis ! Blödsinn im Quadrat ! Du glaubst doch hoffentlich nicht im Ernst, dass unsere Regierung einer solchen Fehlentwicklung nacheifern will.

    Schön deine Bemerkung vom “vermeintlichen” Experten. Du brauchst mir kein Wort zu glauben von dem was ich geschrieben habe. Du weisst sicher alles besser. Es ist allerdings überhaupt nicht so, dass ich den Lesern in diesem Blog “Sand in die Augen streuen will”.

  39. Neuerlicher Irrtum: Der Solarstromanteil in Deutschland betrug Ende 2010 bereits über 2 Prozent – und auch ein entsprechender Atomstromanteil kostet Milliarden, verursacht aber viel mehr Probleme.

  40. Atomkraft ist doch auch öko. Kein Recycling ohne Atomstrom.

  41. Hört endlich auf mit der Behauptung, Atomstrom sei öko. Uran verursacht beim Abbau grosse Umweltprobleme, der Betrieb von AKW bedeutet pro produzierter Kilowattstunde einen CO2-Ausstoss von 40 bis 160 gr – nur das PSI spricht blauäugig von deren 8 gr – die immerhin auch noch doppelt so viel sind wie bei Wind und Wasser.

    Sodann verursachen die AKW bewiesene und unbewiesene Gesundheitsschäden – zumindest wissen wir nichts Genaueres. Auch belastet die Diskussion um die Atomtechnologie die Gesellschaft in einem völlig unakzeptablen Ausmass. Und dann kommt da noch das Beste, der Atommüll.

    Von einer ökologischen Atomkraft zu sprechen, ist also absolut hirnrissig!

  42. Mühleberg II für die umweltfreundliche Versorgung im Kanton Bern. Atommüll nach Japan exportieren, da Politik dort viel einfacher und intelligenter. Keine langen Diskussionen!

  43. ….. sollen unsere Arbeitslosen etwa auch nach Japan geschickt werden und zu Hungerlöhnen schuften müssen???
    Ist doch voll brutal. Wir brauchen hier Wertschöpfung und Sozialstaat. Ich finde, wir haben schon genug Sozialabbau und Angriff auf unsere Reallöhne!
    Wohlstand verteidigen, Sozialabbau anprangern!

  44. @Mühleberg II
    Genau dieses Denken geht mir auf die Nerven: Vorteile für uns, Nachteile exportieren. Zum Glück sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, unseren Strahlenmüll im Inland zu horten. Das würde der Atomlobby wohl so passen, wenn man den Dreck einfach abschieben könnte…

  45. Warum müssen Linke gegen Arbeitsplätze und AKW sein?
    Olof Palme, der vor 25 Jahren getötete schwedische Sozialist forderte 1973 energisch mehr Atomkraft!

  46. Wir leben auch nicht mehr in den 70-ern, mein Lieber. Wir leben mittlereile im 21. Jahrhundert und Energie kann und muss anders produziert werden.

  47. @ Besame mucho

    man könnte auch für schwedische Volvos Werbung machen anstelle von spanischen Schrottautos!

  48. Man muss ein echter Rotgrüner sein, um den Zusammenhang zwischen Speicherkraftwerken und Autoreklame zu sehen!
    Heute werden aus Kostengründen viele Autos in Spanien gebaut.
    Made in Sweden, Made in Germany und Made in France ist einfach zu teuer geworden….. die kranke Energiepolitik von Rotgrün mit den ganzen Alternativenergien hilft kräftig mit, weiter zu verteuern!

  49. Ein neues, ausländisches AKW kostet gemäss Areva inzwischen über 12 Mia CHF: bit.ly/JvyQ1

    Mit 12 Mia CHF lassen sich Schweizer Photovoltaik Module mit Schweizer Arbeitsplätzen und einer Leistung von knapp 19 GW finanzieren (Mühleberg hat eine Leistung von weniger als 0.4 GW). bit.ly/9AJKIh

    Weil neuer Atomstrom zu teuer ist, wurde 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW (200 mal AKW Mühleberg) erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung trotz Milliardensubventionen sogar abgenommen hat: http://bit.ly/cF5ezk

    Lieber Schweizer Arbeitsplätze als eine teure Erhöhung der Abhängigkeit vom Ausland.

  50. @ Richtig rum 48

    Da darfst du deinen freund “mucho” fragen, was den seine Verlinkung auf Seat-Werbung soll?
    Sicher kannste Ihm einen Link eines Nordkoreanischen Kernenergie-
    Unternehmens zukommen lassen!

  51. Jedes Jahr wird in der Schweiz inzwischen über 30km2 neu verbaut: http://swissinfo.ch/ger/D…ert.html?cid=3767786

    Ein neues, teures, ausländisches AKW wird frühestens in 14 Jahren am Netz. Das entspricht 420 km2 neu verbauter Fläche.

    Schon komisch: 420 km2 neu zu verbauen ist absolut kein Problem aber auf lediglich 48 km2 bestehender Dachfläche Photovoltaik zu verbauen soll unmöglich sein, obwohl Deutschland gerade das Gegenteil beweist – ganz freiwillig.

  52. Der Atomausstieg ist keine Frage der technischen Machbarkeit. Er ist – bei ehrlicher Vollkostenrechnung – auch keine Frage des Geldes. Es braucht dazu auch keine Kompromisse in der Klimapolitik (z.B. Gaskraftwerke). Die Energiewende ist einzig eine Frage des WILLENS.

  53. Von “Megasol” hat man schon länger nichts mehr gelesen- liegt das am Nebel?

  54. Wenn Alder nur ein bisschen googlen würde, läse er zb Folgendes: «Heute arbeiten rund 40 Leute für Megasol. Zu den bekannten Kunden gehören Ex-Bundesrat
    Moritz Leuenberger, der beim Aarwanger KMU eine Solar-Gartenleuchte einkaufte, oder Mama
    Sarah Obama, die Grossmutter des US-Präsidenten. Megasol liefert seine Produkte mittlerweile
    in 20 Länder. Die meisten und die wichtigsten sind Eigenentwicklungen. «Wir analysieren genau,
    was unsere Kundinnen und Kunden möchten, und entwickeln innovative Produkte, die diesen
    Wünschen entsprechen», erklärt Gisler den Erfolgsfaktor seiner Firma. Abgerundet wird das
    Sortiment durch Zubehör, das zugekauft wird. «Wir verkaufen aber in jedem Bereich nur das
    jeweils effizienteste und zuverlässigste Gerät», so Gisler.»

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