Herausforderung Stromspeichern (Teil I)
Strom aus erneuerbaren Energien fällt nicht immer dann an, wenn er gebraucht wird. Es braucht Speicher. Eine Herausforderung für die Wissenschaft.
Wind bläst nicht immer dann, wenn wir Strom brauchen. Und wenn wir die Nachttischlampe mit Solarstrom betreiben wollen, muss dieser Strom irgendwo zwischengespeichert werden. Weltweit wird nach verschiedenen Lösungen gesucht. Ein Ansatz ist, den Strom in potenzielle Energie zu verwandeln und so zu lagern.
Das Pumpspeicherwerk ist die bekannteste Form der Energiespeicherung. Mit “überschüssigem” Strom in Zeiten geringer Nachfrage wird der obere Speichersee über eine Pumpe gefüllt. Zum Beispiel mit Windstrom, der in der Nacht an der deutschen Nordküste anfällt. Bei Bedarf – etwa am Morgen, wenn alle Computer angeschaltet werden, , kann dieses Wasser in den tiefer gelegenen See abgelassen und dabei erneut Strom erzeugt werden. In der Schweiz werden derzeit mehrere Pumpspeicherwerke gebaut, beispielsweise in Linthal im Kanton Glarus oder in Nant de Drance im Wallis.
Eine andere, unbekanntere Möglichkeit ist das Schwungrad. Mit elektrischer Energie wird ein riesiges Schwungrad auf eine hohe Drehzahl beschleunigt. Wird wieder Strom gebraucht kann diese Energie zurück gewonnen werden. Leider ist mit dieser Alternative nur eine relativ kurzfristige Speicherung der Energie möglich.
Weitere Beiträge:


26. April 2011 um 08:48
Elektrofahrzeuge werden in Zukunft flexible, potente und dezentrale Speicher im Netz sein.
3. Juni 2011 um 12:25
Elektrofahrzeuge würden fossile Energieträger, somit CO2 einsparen und tagsüber bei Sonne die Stromspitzen aus der Fotovoltaik durch Speicherung glätten. Dennoch würde brutto kein Strom gespart, eher mehr verbraucht. Brauchbare Akkus für Autos erfordern aus Gewichtsgründen “leichte” Metalle, wie sie z.B. in Li-Ionen Akkus gebraucht werden. Diese sind nicht nur sehr teuer, sondern der Rohstoff Li ist heue bereits knapp und wird höchstens reichen, um wenige % einer Privilegierten Gesellschaft zu beliefern. Es müssten noch einige bahnbrechende technische Fortschritte erfolgen, um praktikable, leichte, rohstoff- und umweltfreundliche Akkus verfügbar zu haben. Alle andern heute bekannte Akkutypen sind kaum für Fahrzeuge geeignet und haben eine schlechte Oekobilanz.
3. Juni 2011 um 22:27
Es wird wohl kaum ohne grundsätzliches Umdenken gehen. Urs P. Gasche sagte heute in einer interessanten Diskussion auf Radio DRS, dass die HÄLFTE des Benzin- und Dieselverbrauchs in unserem Land allein durch den Fahrspass bedingt sind. Würden die Fahrzeuge nur für den Zweck gebaut, die erlaubte Maximalgeschwindikeit von 120 km/h zu fahren, könnten wir also die Hälfte der Energie einsparen. (Umgerechnet in Strom die Produktion sämtlicher AKW der Schweiz. Ich füge noch hinzu, dass die meisten Kilometer im Freizeitverkehr zurückgelegt werden, also zum Beispiel für den Weg Fitnesscenter, da dieser zu Fuss oder mit dem Velo wegen des vielen Verkehrs zu unangenehm und zu gefährlich ist…
Das macht doch nachdenklich. Wir dürften doch ruhig noch ein wenig Ressourcen für unsere Nachkommen übrig lassen, wenn wir schon immer so breitspurig von “Vernunft” und “Verantwortung” reden…