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Herausforderung Stromspeichern (Teil II)

5. Mai 2011 | Wissen | Versorgung

Wind bläst nicht immer dann, wenn wir Strom brauchen. Und wenn wir die Nachttischlampe mit Solarstrom betreiben wollen, muss dieser Strom irgendwo zwischengespeichert werden. Weltweit wird nach verschiedenen Lösungen gesucht.

Eine Idee, die zur Zeit erforscht wird,  ist Strom als Wärme zu speichern. Dafür wird in einem sogenannten «Kieselsteinspeicher» ein riesiger Trog mit Steinen gefüllt und mit ca. 600 Grad heisser Luft aus einem solarthermischen Kraftwerk durchströmt. Wenn Strom benötigt wird, kann Umgebungsluft durch die heissen Steine geleitet, erhitzt und zum Betrieb eines Dampfgenerators benutzt werden. Bisher gibt es allerdings erst einen Prototypen einer solchen Anlage. Kieselsteinspeicher hätten in der Serienproduktion den Vorteil, dass Steine als Material kein knapper Rohstoff sind. Ähnliche Versuche wurden im Labor auch bereits mit Sand statt Steinen als Speichermedium gemacht.

Ein weiterer Ansatz ist die Druckluftspeicherung. Dafür wird bei Stromüberschuss ein elektrischer Kompressor angetrieben, der die Luft in unterirdische Kavernen presst; etwa alte, luftdichte Salzstöcke. Diese Druckluft kann bei Bedarf Turbinen antreiben. Der Wirkungsgrad ist hier aber vergleichsweise tief. Besser ist deshalb die Druckluft dazu zu nutzen, den Effizienzgrad eines Gas-Kraftwerks zu steigern. Diese Technologie kommt bereits in zwei Kraftwerken zum Einsatz. (lk)

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12 Kommentare

  1. Wenn der Alternativenergie- Strom pro Kilowattstunde schon 50 Rappen kostet, dann sind bei diesen Methoden wohl kosten um 1 Franken zu erwarten. Vielleicht auch etwas höher ….

    Ist es nicht billiger, mit einer breit angelegten Aufklärungskampagne die Chancen und Risiken der Kernenergie besser zu kommunzieren?

    Ist es nicht sinnvoller, zu erklären WARUM diese Alternativenergien bestenfalls eine Ergänzung zum bewährten Strommix sind, statt das Scheitern in der Praxis auf Kosten der Stromkonsumenten aufwendig zu demonstrieren?

  2. Das Scheitern der Atomträume erlebten wir gerade in Fukushima. Davon sind wir bedient, der Spass kostet rund 230 Milliarden Franken – das lege man mal um auf den Strompreis. Die Atomwirtschaft hat ausgedient, weil sie einfach nicht mehr wirtschaftlich ist.

    Da sind wir mit den Preisen der Erneuerbaren doch wesentlich besser bedient. Die liegen unterdessen nämlich weit unter den von Richtig rum angenommenen 50 Rappen (30-40 die Kilowattstunde Solarstrom, 20-30 die Kilowattstunde Windstrom). Müsste die Atomwirtschaft nur halbwegs für ihre wahren Kosten (inkl. Abfallbeseitigung) aufkommen, wäre der Atomstrom der teurere!

  3. Die neueren japanischen Reaktorgebäude haben nicht nur das Erdbeben, sondern auch den Tsunami gut überstanden. Davon berichten unsere Medien nicht!
    Das Beben und der Tsunami haben bewiesen, dass die Sicherheit bei uns (auch ohne Tsunamirisiko und mit viel geringerer Erdbebengefahr)nicht einfach Geldverschwendung ist, denn es könnte so viel passieren… auch wenn die Wahrscheinlichkeit äusserst klein ist.
    230 Milliarden werden nicht ausreichen, um die Tsunami- Folgen zu beheben!!!!
    Die Wassermassen haben mehr zerstört als das extrem starke Erdbeben. So werden beispielsweise auch die weniger betroffenen Kernkraftwerke und andere erdbebensichere Gebäude stark beschädigt sein. Erdbebensicher bedeutet nicht unbeschädigt, nur ohne Folgen für die Sicherheit der Menschen.

  4. Der neue ENSI-Bericht bedeutet wohl das witschaftliche AUS für Mühleberg. Wir werden sehen…
    Die zukünfitge Entwicklung wird auch den anderen Meilern den Rest geben, und zwar schon recht bald.

  5. Von wegen, die anderen japanischen AKW hätten Erdbeben und Tsunami gut überstanden, hier die neueste Meldung aus Japan:

    Japans Regierung will gemäss der Nachrichtenagentur DPA eines der größten Atomkraftwerke des Landes wegen der Erdbebengefahr stilllegen lassen. Ministerpräsident Naoto Kan habe den Betreiber Chubu Electric Power am Freitag dazu aufgefordert, die Reaktoren 3 bis 5 der Anlage Hamaoka nicht weiter zu nutzen.

    Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Abend (Ortszeit). Die Gefahr einer Katastrophe sei bei dem in einer Erdbebenregion liegenden Kraftwerk (siehe Bild( zu groß. Die Reaktoren 1 und 2 hatte der Konzern bereits zuvor stillgelegt. Chubu Electric Power teilte Kyodo zufolge mit, zunächst alle Aktivitäten ruhen zu lassen. Das Unternehmen hatte eigentlich vor, den für eine Inspektion abgestellten Reaktor 3 der Anlage demnächst wieder hochzufahren. Diesen Plan wies Kan nun zurück. Grundlage der Regierungsentscheidung sei die Prognose von Experten, die Region könne von einem starken Erdbeben getroffen werden. «Es ist eine Entscheidung, die beim Nachdenken über die Sicherheit für die Menschen getroffen wurde», wurde Kan zitiert.

    Einer Studie im Auftrag der Regierung zufolge liege die Wahrscheinlichkeit für ein Beben der Stärke 8 in Zentraljapan in den nächsten 30 Jahren bei 87 Prozent, meldete Kyodo. Welch verheerende Folgen ein solches Beben für das AKW Hamaoka haben könnte, hat das Beben vom 11. März mit dem folgenden Tsunami gezeigt: Das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Eins im Nordosten Japans wieder unter Kontrolle zu bringen, wird noch Monate dauern. Enorme Mengen radioaktiv verseuchte Brühe flossen ins Meer, etliche Menschen mussten ihre Häuser nahe des Kraftwerks verlassen.

    Quelle: Die Welt

  6. Woher soll Japan den fehlenden Strom nehmen?
    Aus China und Russland importieren? Wer baut die Leitungen?
    Senkt die Benzinpreise und schafft Tempo Waldsterben ab, diesen Unsinn!!!!!

  7. @ 6
    Drei Linien und so grosse VerWirrung, oder ist es VerIrrung? Jetzt hast mich auch schon verwirrt! Hoffentlich fährst nicht in deinem Zustand.

  8. Eine Methode um Strom zu speichern wurde noch nicht beschrieben: Methanisierung. Kurz gesagt kann man mit Solar-/Windstrom Gas erzeugen (durch Synthese von Wasserstoff aus Elektrolyse und aus der Atmosphäre extrahiertem CO2). Dieses Gas lässt sich im bestehenden Gasnetz speichern (riesige Speicherkapazität) und bei Bedarf wieder verstromen in Gaskraftwerken (z.B. bei Windstille oder wenn die Sonne nicht scheint). Ebenso liesse sich Strom ohne Verlust transportieren in den bestehenden Gaspipelines etc. etc. Das wäre DIE Methode um unseren Bedarf an Kohlenwasserstoffen nachhaltig und erneuerbar zu decken (sozusagen technische Photosynthese).

  9. Japan beschäftigt die Energiediskussion. In der Schweiz, in Europa überhaupt müsste man fragen, welche Häuser nach einem Erdbeben der Stärke 8 noch vorhanden wären…. diese Realität wird völlig ausgeblendet. Unsere Kernkraftwerke sind erdbebenfest, unsere Häuser leider nicht. Also haben wir ein Problem ausserhalb der Kernenergie.
    Technisch möglich ist heute sehr viel, ebenso werden die technischen Möglichkeiten in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen.
    Man muss jedoch berücksichtigen, dass nicht alles, was irgendwie möglich ist, auch wirtschaftlich umgesetzt werden kann!

  10. Japans Regierung will gemäss der Nachrichtenagentur DPA eines der größten Atomkraftwerke des Landes wegen der Erdbebengefahr stilllegen lassen. Ministerpräsident Naoto Kan habe den Betreiber Chubu Electric Power am Freitag dazu aufgefordert, die Reaktoren 3 bis 5 der Anlage Hamaoka nicht weiter zu nutzen.

    Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Abend (Ortszeit). Die Gefahr einer Katastrophe sei bei dem in einer Erdbebenregion liegenden Kraftwerk (siehe Bild( zu groß. Die Reaktoren 1 und 2 hatte der Konzern bereits zuvor stillgelegt. Chubu Electric Power teilte Kyodo zufolge mit, zunächst alle Aktivitäten ruhen zu lassen. Das Unternehmen hatte eigentlich vor, den für eine Inspektion abgestellten Reaktor 3 der Anlage demnächst wieder hochzufahren. Diesen Plan wies Kan nun zurück. Grundlage der Regierungsentscheidung sei die Prognose von Experten, die Region könne von einem starken Erdbeben getroffen werden. «Es ist eine Entscheidung, die beim Nachdenken über die Sicherheit für die Menschen getroffen wurde», wurde Kan zitiert.

  11. @9.
    Häuser lassen sich wieder aufbauen, ein radioaktiv verseuchtes Gebiet bleibt unbewohnbar. Nicht einmal das ENSI hat ein Konzept zur Evakuierung der Schweiz.
    Schon eine relativ kurzfristige Evakuierung im Umkreis von weniger Kilometern um einen schweizer Meiler würde unser dicht besiedeltes Land vor gewaltige Probleme stellen.

  12. @ 9
    so nach dem Motto:

    Ich überquere die Strasse auf dem Fussgängerstreifen. Der “Richtig rum” kommt in seinem Peugeot von der Jahresversammlung des Vereins Kettenreaktion. Weil er etwas frustriert ist und meint ich sei ein Kaviar-Linker überfährt er mich. Ich bin tot!

    Jetzt im Nirvana kommt mir in den Sinn, dass ich die Realität, also die Möglichkeit dass ich auf einem Fussgängerstreifen überfahren werde, völlig ausser acht gelassen habe.
    Aber was hat jetzt das schon wieder mit dem Risiko von Kernanlagen zu tun? Bin völlig verwirrt.

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