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So lässt sich Strom aus Windkraft speichern

24. November 2011 | News | Öffentlichkeit

Die Pipeline wird zur Batterie: Aus Strom lässt sich durch Elektrolyse Wasserstoff herstellen und ins Erdgasnetz einspeisen.

Wenn in den nächsten Jahren der Anteil fluktuierender Wind- und Sonnenenergie an der Stromerzeugung wie geplant erhöht wird, so wird das Angebot zeitweise den Bedarf übersteigen und das Stromnetz an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Dringend benötigt werden deshalb Stromspeicher.

Im brandenburgischen Falkenhagen entsteht nun eine Pilotanlage zur Umwandlung von Strom aus Windenergie zu Wasserstoff. Wasserstoff ist ein idealer Energiespeicher. Daher macht es Sinn, Strom in Wasserstoff umzuwandeln. In die Erforschung dieser Technologie will die Firma E.On deshalb mehr als fünf Millionen Euro investieren.

Ab 2013 soll die Anlage in Falkenhagen aus regenerativ erzeugtem Strom durch Elektrolyse pro Stunde rund 360 Kubikmeter Wasserstoff produzieren. Dieser wird in das Ferngasnetz eingespeist und wie normales Erdgas genutzt. Damit wird das Erdgasnetz zum Speicher für Strom aus wetterabhängigen Erneuerbaren Energien.

E.ON will diese Technologie intensiv testen und weiterentwickeln. Das Potenzial ist immens: Dem Erdgas im Netz kann problemlos bis zu fünf Prozent Wasserstoff beigefügt werden.  Experten erwarten, dass dieser Anteil mittelfristig sogar auf 15 Prozent gesteigert werden kann. Damit könnte die gesamte heutige regenerative Stromerzeugung Deutschlands im Erdgasnetz gespeichert werden. Ein Bedarf für derart grosse Speicherkapazitäten wird jedoch erst in einigen Jahrzehnten bestehen, wenn der grösste Teil des Strombedarfs aus regenerativen Energien gedeckt wird. (kzj)

Link zum Thema
welt.de – ”Die Pipeline wird zur Batterie”

 

14 Kommentare

  1. Welche Risiken treten dabei auf?
    Man denke an die Knallgasexplosionen wie in Fukushima. Ist sehr bedrohlich. Was passiert bei Erdbeben?
    Besser Atomausstiege kippen und abschaffen. Kernenergie statt Leerlauf. Effiziente Politik statt Wirrwarr.

    Kernenergiestrom kostet je nach Anlage und behördlichen Auflagen 4-8 Rappen je Kilowattstunde, ist also immer noch recht billig und so soll es auch bleiben!
    Uran und Thorium gibts auf Jahrtausende genug, auch wenn viele tausend Reaktoren gebaut und betrieben werden!
    Schnelle Brüter und andere fortschrittliche Reaktorkonzepte bringen riesige Vorteile und lassen die Ressourcen fast unendlich werden- bei gleichzeitiger Lösung von Abfallproblemen!

  2. Haha sehr lustig “richtig rum”, da erwähnen sie die Gefähr einer Wasserstoffexplosion wie in Fukushima und schlagen als Lösung zur Umgehung dieses Risikos die Atomenergie vor!

    Kernenergie kostet eben 30 Rappen wie die Betriebe eine normale Schadensversicherung bezahlen müssten, müssen sie aber nicht, weil der Staat das Risiko übernimmt. Das sieht man ja auch grad sehr gut in Japan, wo grad Milliarden fällig werden, für Entschüdigungen.

  3. Und im übrigen ist dieser Bericht sehr unzuverlässig. Den ich hab gelesen, dass in dieser Anlage getestet wird, inwieweit man aus diesem Wasserstoff auch künstliches Methan erzeugen kann, dass dann von fossilem Erdgas nicht mehr zu unterscheiden ist.

  4. Leider haben die Rotgrünen keine Vorstellung davon, welcher Aufwand für einige Kubik Methan getrieben werden müsste. Ihnen fehlt das technische Verständnis.

  5. Dürfen Pauschalisierungen und Verunglimpfungen dieser Art wirklich so stehen bleiben? “Die” Rotgrünen sind auch Physiker, Mathematiker, Chemiker, Ingenieure, Biologinnen, Lehrer, Ärztinnen…, und nicht nur die dauerbekifften Sozialhilfeempfänger aus dem verzerrten Weltbild eines “Richtig rum”.

  6. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, merkt bald, dass die rotgrüne Ideologie hauptsächlich von Aussteigern und Sozialarbeitern gepflegt wird. Dazu einige Lehrer und Beamte, bei den Grünliberalen sogar einige (!) Banker.
    Aber Naturwisseschaftler?
    Eher nicht!

  7. Banker hin, Beamter her – sind ja auch alles Menschen – und mindestens so vernunftbegabt wie Richtig rum. Und neben der Mehrheit sonst vor allem der Ansicht, dass es Atomstrom nun wirklich nicht bringt.

  8. Der Rest der Welt setzt auf die Kernenergie. Neben der Schweiz und Deutschland sind nur die Oesterreicher klüger als die übrige Menschheit!
    In Zürich können Rote und Grüne superteuren atomfreien Strom beziehen- leider aber für viele zu teuer. Oder gibt es gar nicht mehr so viele Rote und Grüne?

  9. Richtig rum hat erneut keine Ahnung. Nur rund 40 Staaten weltweit haben überhaupt AKW, nur rund 25 weitere sind am Planen – da bleibt abzuwarten, was rauskommt.

    Aber ausgestiegen sind Schweden (erneut), Indonesien, Thailand, Philippinen, Italien und viele mehr.

  10. Lassen wir Italien und Deutschland aussteigen!
    Schweden hat dem Ausstieg drei Jahrzehnte getrotzt und ihn schliesslich überwunden. Es besteht aber Handlungsbedarf bei der Sicherheit der Kernanalagen.
    Die USA und Grossbritannien setzen im Kampf gegen den Klimawandel auf Kernenergie!

  11. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat ein vor zwei Jahren angekündigten AKW-Neubau im September 2011 ad acta gelegt. Der Grund: Es fehlen die “kommerziellen Voraussetzungen”. Wegen der Ausbaus der Erneuerbaren wird der Stromüberschuss 2020 vermutlich 23 Terawattstunden – die Hälfte der derzeitigen Atomstromproduktion.

    Die USA und Grossbritannien gehören zu den unverbesserlichen – allerdings bestehen vorderhand auch nur Pläne. Mit der Konkretiserung neuer AKW geht es auch nicht so richtig voran. Und wenn die Erneuerbaren in der Erzeugung bald einmal billiger sind als der Atomstrom, sieht es wohl auch in diesen beiden Ländern anders aus. Zumal sich die USA gerade anschicken, der grösste Photovoltaik-Markt der Welt zu werden.

  12. Handlungsbedarf bei der Sicherheit der AKW besteht plötzlich bei fast allen Anlagen in Frankreich. Warum denn das so plötzlich? Haben uns die Franzosen doch seit Jahren versucht klarzumachen, dass sie die sichersten AKW überhaupt haben. Und plötzlich brauchen sie Nachbehandlung in erheblichem Umfang, da verstehe eine(r) noch die Welt.

    Und übrigens, mit dem Neubau in Flammanville geht es ja ebenso wenig voran wie jenem im finnischen Olkiluoto. M.a.W. ob alt oder neu, die französische Atomtechnologie kränkelt ganz erheblich.

  13. Die Sicherheitsansprüche sind bei uns generell viel höher als in Asien.
    Engpass beim Bau von Kernkraftwerken ist die Verfügbarkeit von grossen Schmiedeteilen. Daher wird in Europa bald einmal der Strom knapp.

  14. Die “Verfügbarkeit von grossen Schmiedeteilen” ist es also. – Lächerlich. Dann sollen sie diese Teile doch in China bestellen, denn dort liegt bekanntlich das technologische Paradies!
    Prozesse, technische Probleme und massive Kostenüberschreitungen sind das Problem. Oder wurde hier etwas geplant, was keiner herstellen kann?
    Zudem verstrickt sich Richtig rum in in einen offensichtlichen Widerspruch, wenn er behauptet, die Sicherheitsansprüche seien das Problem: Andernorts hat er die ungenügende Sicherheit asiatischer Werke gerügt und die Sicherheitskultur in Europa gelobt.

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