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SH: vorwärts mit Windenergie-Anlagen

18. Januar 2012 | News | Neue Energien

Der Kanton Schaffhausen könnte den Strombedarf von 70 Prozent seiner Haushalte mit Windenergie decken. Dies hat eine Windpotenzialstudie ergeben.

Ziel der Baudirektion ist es, eine erste Anlage bis zum Jahr 2020 in Betrieb zu nehmen. Das Ergebnis der Studie hat die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. «Das sind super Resultate», sagte Baudirektor Reto Dubach (FDP) am Mittwoch vor den Medien. Besonders geeignet sind vier Standorte im Kanton: Wolkensteinerberg, Chroobach, Siblinger Randen und Hagen. Im Gegensatz zu einer ersten Studie aus dem Jahr 2009, die sich nur auf Berechnungen stützte, wurden nun konkrete Messungen durchgeführt. Die Resultate ergaben ein Potenzial von 57 GWh Windstrom. Der gesamte Elektrizitätsverbrauch im Kanton beträgt 450 GWh, die Schaffhauser Haushalte verbrauchen davon rund 75 GWh.

Konflikt mit Landschaftsschutz

Allerdings besteht ein Konflikt zwischen Landschaftsschutz und Windenergienutzung. Sämtliche geeigneten Standorte liegen im Wald oder in Gebieten des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Dabei müsse man die Interessen abwägen und flexibel sein, sagte der Baudirektor. Der Landschaftsschutz dürfe nicht die Produktion von Windstrom verhindern. «Es muss möglich sein, an einigen wenigen Standorten Windenergieanlagen zu bauen. Es geht nicht darum, Extremlösungen zu realisieren», betonte Dubach. Im Rahmen der Vernehmlassung zum neuen Richtplan im Laufe des Jahres soll nun das Thema diskutiert werden. Gleichzeitig sollen Gespräche mit möglichen Investoren und Betreibern aufgenommen werden. Dafür dient die Potenzialstudie als Grundlage. Ausserdem ist noch eine Machbarkeitsstudie geplant, die technische, rechtliche, politische und wirtschaftliche Belange berücksichtigt. Ziel des Baudepartements ist es, bis 2020 an einem Standort eine Windenergieanlage mit vier bis fünf Windrädern in Betrieb zu nehmen. Die Investitionskosten dafür betragen 25 bis 30 Millionen Franken. Die Windräder sind rund 150 Meter hoch.

Ausstieg aus Kernenergie

Die Schaffhauser Regierung hat den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Eine entsprechende Vorlage liegt zurzeit beim Kantonsrat. Der Anteil an Kernenergie von 346 GWh soll ersetzt werden durch erneuerbare Energien. Dies könnten neben der Windenergie auch Wasserkraft (200 GWh) und Photovoltaik (100 GWh) sein. Mit Biomasse und Geothermie liessen sich je rund 25 GWh Strom erzeugen. (sda)

 

Ein Kommentar

  1. Das wird teuer und …..

    http://www.epaw.org/index.php?lang=de

    Der Widerstand ist vorprogrammiert und der Nutzen nicht belegbar…..

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