Deutscher Atomausstieg beflügelt Frankreichs Stromexporte
Der deutsche Atomausstieg, der milde Winter sowie die schwache Konjunktur im Heimatland haben die französischen Stromexporte beflügelt.
Die Stromausfuhr habe sich 2011 im Vergleich zu 2010 nahezu verdoppelt, teilte der Netzbetreiber RTE, eine Tochter des Stromkonzerns Electricite de France (EDF) am Donnerstag mit. Frankreich setzt zu fast 80 Prozent auf Atomenergie. Strom wird zudem zum Heizen verwandt, wobei der Verbrauch wegen des milden Winters vergleichsweise gering war. Deutschland importierte nach dem Atomausstieg mehr Strom, aber auch alle anderen französischen Nachbarstaaten seien stärker beliefert worden, erklärte RTE-Chef Dominique Maillard.
Die schwache Konjunktur habe zudem zu einem Nachfrageeinbruch um fast sieben Prozent in Frankreich geführt. Deutschland selbst ist nach Angaben des Bundesverbandes der Energiewirtschaft (BDEW) aber trotz des Atomausstiegs weiter Netto-Stromexporteur, wenn die Ausfuhren auch 2011 zurückgegangen sei. Vor allem schwanken In- und Export im Zuge der Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne stärker.



29. Januar 2012 um 16:52
Die Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke ist derzeit auch gut, was die Angebotsseite stärkt. Die angekündigten Investitionen werden die Verfügbarkeit dauerhaft hoch halten, zudem ist mit Neubauten zu rechnen, da die ältesten Anlagen ohnehin in den nächsten Jahrzehnten ersetzt werden müssen und der Stromverbrauch langfristig europaweit zunimmt. Jede Krise geht zu Ende, auch die Euro- Krise…..