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Könnten Sie mir sagen, wieviele Haushalte man mit einer Gigawattstunde Strom versorgen kann?

11. Januar 2010 - Fragen, Sonstiges - 0 Kommentare

Frage von Beat Wald­meier: Könn­ten Sie mir sagen, wie­viele Haus­halte man mit einer Giga­watt­stunde Strom ver­sor­gen kann?

Antwort: Bei den Ver­brauchs­wer­ten der ein­zel­nen Haus­halte gibt es — abhän­gig u.a. von Wohn­flä­che, Per­so­nen­zahl und elek­tri­schen Ein­rich­tun­gen und Gerä­ten — mar­kante Unter­schiede. Man muss also bei die­sen Berech­nun­gen Durch­schnitts­werte zu Hilfe neh­men. In der Schweiz ist dabei die Annahme eines durch­schnitt­li­chen Jah­res­ver­brauchs von rund 5000 kWh pro Haus­halt üblich.
Somit würde eine GWh (= 1 Mio. kWh) rei­chen, um ca. 200 Haus­halte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Inter­es­sant übri­gens, dass der durch­schnitt­li­che Strom­ver­brauch pro Kopf höher liegt als der­je­nige eines Haus­halts, näm­lich in der Schweiz bei rund 7800 kWh. Dies des­halb, weil Strom aus­ser im Haus­halt ja auch in Industrie-, Gewerbe– und Dienst­leis­tungs­be­trie­ben, im Ver­kehr und im öffent­li­chen Bereich ver­braucht wird.

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Wie weit kann der Beitrag der Wasserkraft an der Schweizer Stromversorgung noch gesteigert werden?

10. November 2009 - Fragen, Wasserkraft - 0 Kommentare

Frage von Mar­tina Jos­sen: Wie weit kann der Bei­trag der Was­ser­kraft an der Schwei­zer Strom­ver­sor­gung noch gestei­gert wer­den? Wie ist die momen­tane Situa­tion? Wel­che Fak­to­ren ver­hin­dern einen noch stär­ke­ren Ausbau?

Ant­wort: Die  Was­ser­kraft ist seit jeher die zen­trale Säule der Schwei­zer Strom­pro­duk­tion. Heute beträgt ihr Anteil bei­nahe 60 Pro­zent.

» wei­ter

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Warum baut man noch Kraftwerke nach der alten Technik?

29. Oktober 2009 - Fragen, Kernenergie - 1 Kommentar

Frage von Roger Ram­sauer: Ich lese, dass es in Frank­reich einen Ver­such gibt, AKWs zu bauen, die mit Kern­fu­sion statt mit Kern­spal­tung funk­tio­nie­ren. Dabei wären die Nach­teile der heu­ti­gen AKWs prak­tisch weg. Stimmt das? Und wenn ja, warum baut man dann noch AKWs nach der alten Technik?

Ant­wort: Tat­säch­lich läuft die For­schung und Ent­wick­lung im Bereich der Kern­fu­sion auf vol­len Tou­ren. Die Kern­fu­sion ahmt den in der Sonne ablau­fen­den Umwand­lungs­pro­zess nach, indem die Was­ser­stof­f­i­so­tope Deu­te­rium und Tri­tium unter Frei­set­zung gro­ßer Men­gen Ener­gie zu Helium ver­schmol­zen wer­den. Die­ser Pro­zess soll es ermög­li­chen, aus einem Liter Meer­was­ser so viel Ener­gie zu gewin­nen wie aus einem Liter Erdöl. Die Fusi­ons­en­er­gie ist, ebenso wie die erneu­er­ba­ren Ener­gien und die Ener­gie aus der Kern­spal­tung, eine der drei Alter­na­ti­ven zu fos­si­len Brennstoffen.

Mit dem so genann­ten Pro­jekt ITER (lat. “der Weg”) arbei­ten prak­tisch alle grosse Indus­trie­re­gio­nen bzw. Staa­ten – Europa, Japan, USA, Russ­land, China, Süd-Korea und Indien – gemein­sam daran, einen ers­ten Expe­ri­men­tal­re­ak­tor zu bauen. ITER soll zei­gen, dass es phy­si­ka­lisch und tech­nisch mög­lich ist, durch Kern­ver­schmel­zung Ener­gie zu gewin­nen. Der Bau des Reak­tors bei Cadar­a­che in Süd­frank­reich soll 2018 abge­schlos­sen sein.

ITER ist mit sei­nem ver­an­schlag­ten Gesamt­preis von rund 10 Mil­li­ar­den Euro eines der teu­ers­ten wis­sen­schaft­li­chen Expe­ri­mente welt­weit. Bis kon­krete Resul­tate vor­lie­gen, wird es noch viele Jahre dauern.

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Sind bereits Tankstellen für Elektrofahrzeuge geplant?

30. Juli 2009 - Fragen, Sonstiges - 0 Kommentare

Frage von Emma­nuel Ull­mann: Ver­schie­dent­lich habe ich auf Wer­be­pla­kate gese­hen, dass Auto Elek­tri­zi­tät “tan­ken”. Da die elek­tri­schen Autos in abseh­ba­rer Zeit kom­men, wollte ich fra­gen, ob sol­che Tank­stel­len geplant sind und wo ich ergän­zende Infor­ma­tio­nen hierzu erhal­ten kann.

Ant­wort: Die erwähnte Wer­bung nimmt den Trend auf, wonach Elek­tro­mo­bi­li­tät künf­tig einen wesent­li­chen Teil am Strom­ver­brauch der Schweiz haben wird. Es wird damit gerech­net, dass die Elek­tro­au­tos ab 2030 einen Anteil von 50 % oder mehr ein­neh­men können.

Das ist jedoch noch Zukunfts­mu­sik. Der­zeit ver­keh­ren in der Schweiz ledig­lich ca. 1400 Elek­tro­au­tos. Strom­tank­stel­len sind hin­ge­gen schon etli­che in Betrieb. Infos zum Tank­stel­len­netz gibt unten­ste­hende Website.

Wei­ter­füh­rende Informationen:

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Woher stammt das von Axpo verwendete Uran?

25. Mai 2009 - Fragen, Kernenergie - 0 Kommentare

Frage von Phil­ipp Bach­mann: Wie betrach­tet man die Uran-Lieferanten. Woher kommt das Uran? Unter wel­chen Bedin­gun­gen wird es extra­hiert? Gibt es Aus­wir­kun­gen auf die Umwelt und die Bevöl­ke­rung in den Abbaugebieten?

Ant­wort: Bei einem Gross­teil des von Axpo ver­wen­de­ten Mate­ri­als han­delt es sich um rezy­klier­tes Uran aus wie­der­auf­be­rei­te­ten Brenn­ele­men­ten. Axpo legt Wert dar­auf, dass die Lie­fe­ran­ten von Kern­brenn­stof­fen bei der Beschaf­fung und Ver­ar­bei­tung des Brenn­stoffs die gesetz­lich vor­ge­ge­be­nen Sicher­heits– und Umwelt­stan­dards einhalten.

Ein gerin­ger Natururan-Anteil wird in Kasachs­tan abge­baut. Dort wird das Uran mit­tels des „Leaching-Verfahrens“ gewon­nen. Bei die­sem Ver­fah­ren wird Säure in das Gestein gepumpt, Uran abge­schie­den und ver­flüs­sig­tes Gestein wie­der zurück­ge­pumpt. Es fal­len prak­tisch weder Stäube noch so genannte Tailings an.

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