Ein breiter Strommix ist die wichtigste Grundlage für die Sicherstellung der künftigen Stromversorgung. Die Axpo-Strategie baut auf dieser Basis auf.
Zur Diversifikationsstrategie zählen bei Axpo auch die neuen Energien. Daher werden wir bis ins Jahr 2030 voraussichtlich rund 3 Mia. CHF in diese Energien investieren. Wir die Marktführerschaft weiter ausbauen. Trotz dieses ehrgeizigen Zieles dürften die neuen erneuerbaren Energien lediglich einen Anteil von etwa 6 % am Stromverbrauch 2030 erreichen.
Ein wichtiger Eckpunkt unserer Diversifikationsstrategie ist die Wasserkraft. Sie ist die umweltverträglichste Form der Stromproduktion in Grosskraftwerken und die Axpo Tochtergesellschaft NOK ist die grösste Schweizer Produzentin von Strom aus hydraulischen Kraftwerken. Zur Erhöhung der Leistung plant die NOK den Umbau des Kraftwerks Linth-Limmern. Weitere Ausbauprojekte sind in Prüfung.
Zur Sicherung der langfristigen Versorgungssicherheit wird auch die Kernenergie eine bedeutende Rolle spielen. Für den Ersatz des Kernkraftwerk Beznau hat Axpo im Dezember 2008 ein Rahmenbewiligungsgesuch eingereicht. Das gleiche hat die BKW für das Kernkraftwerk Mühleberg getan.
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Heute beruht die Stromversorgung in der Schweiz zum überwiegenden Teil auf Wasserkraft (53 % Anteil an der Gesamtproduktion) und Kernkraft (42 %), ein kleinerer Teil (ca. 5%) stammt aus konventionell-thermischen Kraftwerken sowie aus neuen erneuerbaren Energien. Auch die künftige Stromversorgung unseres Landes wird sich auf diese Pfeiler stützen. Dabei werden die neuen erneuerbaren Energien massiv stärker gefördert werden als bis anhin – dennoch werden sie noch für längere Zeit keinen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgungssicherheit leisten können.
Axpo als grösstes Stromversorgungsunternehmen der Schweiz setzt im Interesse der Versorgungssicherheit auf einen realistischen und praktisch CO2- freien Strommix aus Wasserkraft, Kernkraft und neuen erneuerbaren Energien (vor allem Biomasse und Kleinwasserkraft, längerfristig auch Geothermie). Hierzu plant Axpo, bis zum Jahr 2020 gegen 10 Mrd. Franken zu investieren. Die Mittel sollen in den Ausbau und die Erneuerung von Wasserkraftwerken, in den Ersatz der älteren Kernkraftwerke, in die neuen erneuerbaren Energien (drei Milliarden Franken bis 2030) sowie in den Ausbau der Netzinfrastruktur fliessen.
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Kompogas hat im letzten Geschäftsjahr rund 10 GWh Strom sowie 10 GWh Treibstoff (Naturgas) produziert. Ob sich die Produktion weiter ausbauen lässt, hängt von der zur Verfügung stehenden Biomasse wie Küchen-und Gartenabfälle, Ernterückstände oder Hofdünger ab. Die Stromproduktion hat hier also durchaus Potenzial, ist allerdings naturbedingt limitiert.
Voraussichtlich 2011 wird Axpo die Kompogas Gruppe vollständig übernehmen.
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Biomasse bezeichnet die Gesamtheit der Masse an organischem Material in einem Ökosystem. Dazu gehören beispielsweise Holz, Pflanzen, aber auch Garten- und Haushaltabfälle bis hin zur simplen Bananenschale. Sie enthält also die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen und die organischen Stoffwechselprodukte.
Aus Biomasse lässt sich Energie gewinnen. Die Axpo-Tochter Kompogas gewinnt durch die Vergärung von Biomasse weltweit in über 40 Anlagen CO2-neutrale Energie, die in Form von Strom und Treibstoff genutzt oder ins Erdgasnetz eingespiesen wird.
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Abfälle sind oft eigentlich Rohstoffe. Anstatt diese energetisch ungenutzt zu verbrennen oder verfaulen zu lassen, ist es sinnvoll, sie für die Strom- und Wärmeerzeugung einzusetzen. Einerseits werden dadurch Rohstoffe geschont, andererseits wird kein zusätzliches CO2 in die Umwelt abgegeben. Man spricht in diesem Fall von einer CO2-neutralen Energiebereitstellung. Ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen und Umwelt fordern somit geradezu die energetische Nutzung von Abfällen. Dies wird bereits vielfach in Kehrichtverbrennungsanlagen, Kläranlagen oder landwirtschaftlichen Biogasanlagen gemacht.
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