Die Schweiz ist bezüglich Windenergie eines der am wenigsten geeigneten Länder. Wir haben in unserem Land wenig Wind und zudem bläst er sehr unregelmässig. Aus der Physik ist bekannt, dass bei einer Verdoppelung der Windgeschwindigkeit sich der Windenergieertrag um die 3. Potenz — also um das Achtfache — ansteigt. Dies ist eine extrem wirksame Hebelwirkung! An der Atlantikküste oder der Ostseeküste windet es viel länger und viel intensiver als bei uns in der Schweiz. Daher ist es eher sinnvoll, dort Windparks zu errichten.
Die Schweiz hat aber auch Trümpfe: nämlich die Wasserkraft. Mit einem Anteil von rund 55 % ist sie neben der Kernenergie einer der zwei Hauptpfeiler der heutigen praktisch CO2-freien Stromproduktion in der Schweiz. Somit ist sie die bedeutendste unter den erneuerbaren Energien in der Schweiz. In anderen Ländern ist dies nicht so. Jedes Land sollte in erster Linie Energie auf diejenige Art produzieren, welche in seiner Umgebung am meisten Sinn macht.
Die erneuerbaren Energien allein reichen nicht aus, ein KKW zu ersetzen. Ab 2020 erreichen die älteren Kernkraftwerke das Ende ihrer Betriebsdauer, zudem laufen ab 2017 wichtige Stromimportverträge mit Frankreich schrittweise aus. Um 2030 werden der Schweiz 30 bis 40 Prozent des nötigen Stromes fehlen.
Axpo wie das Bundesamt für Energie rechnen bis dann mit einem Anteil von rund 6 Prozent, der durch neue erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Axpo investiert in diese neuen Produktionsformen 3 Milliarden Franken bis 2030. Die Optimierung der Wasserkraft und der Ausbau der neuen Energien allein können die Stromlücke nicht füllen. Es braucht auch weitere Grosskraftwerke.
Axpo ist bereits heute der grösste Schweizer Produzent von neuen erneuerbaren Energien (Biomasse, Holz, Kleinwasserkraft u.a.). Axpo ist darüber hinaus auch der grösste Produzent von Energie aus Wasserkraft in der Schweiz. Bis im Jahr 2030 wird Axpo rund 3 Milliarden Franken in neue Energien investieren. Das Potenzial der neuen Energien ist jedoch beschränkt. In ihrer Studie “Energieperspektiven 2020 hat Axpo berechnet, dass der Anteil der neuen Energien bis ins Jahr 2030 maximal 6 % am künftigen Strommix betragen wird.
Ab 2020 kommen die bestehenden KKW in Mühleberg sowie Beznau I und II ans Ende ihrer Betriebsdauer. Zudem laufen die wichtige Importverträge mit Frankreich ab 2017 schrittweise aus. Diese Lücke kann nur geschlossen werden, indem auch neue Grosskraftwerke bereitgestellt werden. Dazu haben Axpo und die BKW eine gemeinsame Gesellschaft zur Planung von der Ersatz-Kernkraftwerke gegründet und im Dezember 2008 die entsprechenden Rahmenbewilligungsgesuche eingereicht. .
Der Anteil der neuen erneuerbaren Energien wird in Zukunft steigen. Auch Axpo investiert massiv in die Erneuerbaren: Bis 2030 werden drei Milliarden Franken in diesen Bereich fliessen. Das Schwergewicht liegt dabei auf der Kleinwasserkraft und der Biomasse. Axpo will den Anteil der neuen erneuerbaren Energien an der Stromproduktion bis 2030 auf 6% steigern. Beim Endverbrauch nach Energieträgern ergibt sich laut Statistik des Bundesamtes für Energie 2007 folgendes Bild:
Erdölprodukte: 55,3%
Elektrizität : 23,9 %
Gas, Kohle, Holz, Fernwärme, Industrieabfälle: 19,7%
Übrige erneuerbare Energien (Wärmepumpen, Biogas, Solarenergie): 1,2%
Es ist eine politische Frage, welche Energien mit welchem Betrag gefördert werden. . Um die neuen Energien stärker zu fördern, wird seit 1. Mai 2008 eine Gebühr von 0,45 Rappen pro kWh erhoben.
Axpo ist in der Schweiz bereits die grösste Produzentin von erneuerbaren Energien. Diese Position soll in den kommenden Jahren konsequent verstärkt werden. Bis 2030 investiert Axpo 3 Mrd. CHF allein in den Ausbau der neuen erneuerbaren Energien.