Antwort: Für die Kernenergie sprechen viele Argumente. Die Produktion aus Kernkraftwerken ist — neben Wasser-Laufkraftwerken — jene Energieproduktion, die am wenigsten CO2 ausstösst. Kernkraftwerke produzieren auf kleinem Raum riesige Strommengen. Sie produzieren Tag und Nacht, über das ganze Jahr günstige Bandenergie. Sie sind nicht den wechselnden Launen der Natur (Wind, Sonne) ausgesetzt. Der Brennstoff, Uran aus verschiedenen Quellen, ist noch für mehrere hundert Jahre erhältlich und wird aus politisch stabilen Regionen bezogen. Kernenergie gilt heute als eine sichere Produktionsart, nachdem weltweit rund 440 Kernkraftwerke bereits über 10‘000 Betriebsjahre Erfahrung aufweisen und sich stetig weiterentwickelt haben.
Antwort: Die Endpreise für z.B. Haushaltstrom variieren von Verteilwerk zu Verteilwerk. Davon gibts in der Schweiz über 800! Entsprechend sind auch die Tarif-Philosophien recht unterschiedlich. Generell kann gesagt werden, dass der Strom tagsüber teurer ist als nachts. Im Schnitt dürfte das Verhältnis etwa 2 : 1 sein. Nachtstrom, oder Niedertarif-Strom, ist traditionell günstiger wegen des niedrigeren Verbrauchs nachts und auch an Wochenenden. Die Niedertarifzeiten schwanken je nach Verteilwerk zwischen 20.00 h und 07.00 h. An Wochenenden gilt vielfach bereits ab Samstag 12.00 h der Niedertarif bis Montag früh 07.00 h. In diesen Zeiten fällt der in Laufwasserkraftwerken und Kernkraftwerken (im Ausland auch in Kohle-, Oel– oder Gaskraftwerken) als sogenannte Bandenergie produzierte Strom durchgehend an. Bei der Preisgestaltung spielt daher auch ein gewisses Marktmomentum mit.
Antwort: Die Frage zielt nach den Energieträgern. Zu diesen zählt man Erdöl, Elektrizität, Gas, Kohle, Holz, Fernwärme, Industrieabfälle und übrige erneuerbare Energien (Erd– und Umgebungswärme, Biogas, Solarwärme). Die schweizerische Gesamtenergiestatistik gibt umfassend Auskunft über den Einsatz der verschiedenen Energieträger und den Energieverbrauch. Im physikalischen Sinn kann Energie nicht gewonnen, sondern lediglich von einer Erscheinungsform in eine andere umgewandelt werden. Ziel ist meist, eine besonders hochwertige Erscheinungsform von Energie wie elektrischen Strom zu erhalten, diese zu transportieren und dann in die gewünschte Form (z. B. mechanische Energie) umzuwandeln. Bei der elektrischen Energie beträgt die gesamte Landeserzeugung der Schweiz rund 58 000 GWh (2006). Davon stammen rund 57 % aus Wasserkraft, 42% aus Kernkraft und 5% aus thermischen und anderen Quellen.